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Marokko

Marokko ist ein Fest für die Sinne: Die Souks von Marrakesch, die blaue Stadt Chefchaouen, die Sahara-Wüste und eine Küche voller Gewürze und Aromen. Afrika-Einstieg mit nur 3 Stunden Flug.

Hauptstadt

Rabat

Sprache

Arabisch, Berber, Französisch

Währung

Dirham (MAD)

Zeitzone

UTC+1

Flugzeit ab DE

ca. 3–3,5 Stunden

Einreise

Reisepass, 90 Tage visumfrei

Top 5 Highlights in Marokko

Die Orte, die du auf keinen Fall verpassen darfst.

1

Marrakesch

Djemaa el-Fna, Bahia-Palast, Majorelle-Garten und endlose Souks.

2

Sahara/Merzouga

Kamelritt durch goldene Dünen, Übernachtung im Wüstencamp unter Sternen.

3

Chefchaouen

Die blaue Stadt im Rif-Gebirge – eines der fotogensten Orte der Welt.

4

Fès

Die älteste Medina der Welt: 9.000 Gassen, Gerbereien und mittelalterliches Flair.

5

Essaouira

Windige Küstenstadt: Surfen, Fisch und die entspannteste Atmosphäre Marokkos.

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Beste Reisezeit für Marokko

Empfohlene Reisezeit

März–Mai, September–November

Sommer

30–40°C

Winter

12–20°C

Was kostet ein Urlaub in Marokko?

Durchschnittliche Kosten pro Person und Tag (ohne Flug)

🎒

Budget

25–40€

Hostel, Streetfood, ÖPNV

🏨

Mittelklasse

40–80€

Hotel, Restaurant, Ausflüge

🌟

Luxus

80–200€

Boutique-Hotel, Fine Dining

5 Reisetipps für Marokko

Insider-Wissen, das deinen Urlaub besser macht.

In den Souks handeln: Nie den ersten Preis akzeptieren (50-70% des Startpreises)

Riads (traditionelle Gästehäuser) sind authentischer als Hotels

Minztee wird überall angeboten – nie ablehnen

Marokkanische Toiletten: Eigenes Papier mitbringen

Ramadan beachten: Nicht öffentlich essen/trinken tagsüber

Essen & Trinken in Marokko

Diese Gerichte musst du probieren!

Tagine
Couscous
Pastilla
Harira
Marokkanischer Minztee
Msemen

Entdecke Marokko

16 Regionen, Städte und Highlights in Marokko

Städte

Agadir

Agadir ist Marokkos beliebtester Badeort und die Sonnengarantie Nordafrikas — mit über 300 Sonnentagen im Jahr und einem 9 km langen Sandstrand, der sich in einer weiten Bucht am Atlantik erstreckt. Nach dem verheerenden Erdbeben von 1960 komplett neu aufgebaut, ist Agadir eine moderne, offene Stadt, die den Charme des traditionellen Marokko mit Strandurlaub verbindet. Die Corniche — Agadirs Strandpromenade — erstreckt sich kilometerlang mit Cafés, Restaurants und Hotels direkt am goldenen Sand. Der Strand ist breit, flach und familienfreundlich, und das Wasser dank der Atlantikströmung angenehm — wärmer als an der europäischen Atlantikküste. Die Kasbah — die alte Festung auf dem Hügel über der Stadt — ist das einzige Überbleibsel des alten Agadir und bietet einen spektakulären Panoramablick über die Bucht, besonders bei Sonnenuntergang. Der Souk El Had — einer der größten Märkte Marokkos — bietet auf 12 Hektar alles von Gewürzen über Arganol bis zu handgefertigtem Schmuck. Taghazout — 20 km nördlich — ist Marokkos Surf-Mekka mit perfekten Anfänger- und Fortgeschrittenen-Wellen. Das Paradise Valley — eine Oase mit natürlichen Pools und Wasserfällen im Atlas-Gebirge — ist ein magischer Tagesausflug. Die Arganol-Kooperativen der Region zeigen die traditionelle Herstellung des „flüssigen Goldes".

StrandMarokkoSurfen

Asilah

Asilah ist Marokkos verborgene Perle an der Atlantikküste - eine kleine, weiß-blaue Küstenstadt mit portugiesischen Festungsmauern, einer lebendigen Kunstszene und dem entspanntesten Flair ganz Nordmarokkos. Nur 46 Kilometer südlich von Tanger gelegen, fühlt sich Asilah wie eine marokkanische Version eines griechischen Inseldorfes an, mit schneeweißen Häusern, schmalen Gassen voller Blumenkübel und einem Stadtstrand, an dem sich Fischer und Sonnenanbeter die Bucht teilen. Die Medina von Asilah ist ein kleines Kunstwerk für sich: Die portugiesischen Festungsmauern aus dem 15. Jahrhundert umgeben ein Labyrinth aus Gassen, deren Wände von internationalen Künstlern mit großformatigen Wandgemälden verziert wurden. Jedes Jahr im Sommer verwandelt das Internationale Kulturfestival Moussem die gesamte Medina in eine Open-Air-Galerie, wenn Künstler aus aller Welt die Mauern mit neuen Werken bemalen, Musiker auf den Plätzen spielen und die engen Gassen vor Leben überquellen. Die Wandgemälde bleiben das ganze Jahr über sichtbar und machen einen Spaziergang durch die Altstadt zu einem Museumsbesuch unter freiem Himmel. Vom Nordturm der portugiesischen Befestigungen hat man einen herrlichen Blick auf den Atlantik und den kleinen Fischerhafen, wo bunte Boote auf dem Wasser schaukeln. Der Raissouli-Palast, einst Residenz des berüchtigten Banditen-Gouverneurs Ahmed el-Raisuni, öffnet gelegentlich seine Türen und bietet von seiner Terrasse einen der schönsten Küstenblicke Marokkos. Für deutsche Besucher ist Asilah ein perfekter Tagesausflug von Tanger oder eine ruhige Alternative zu den hektischeren marokkanischen Städten. Die Anreise von Tanger dauert nur 45 Minuten, und die Stadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Die Strände nördlich und südlich der Stadt sind weitläufig, sauber und selbst im Sommer nicht überlaufen - ein seltener Luxus in Marokko.

Street ArtMedinaAtlantik

Casablanca

Casablanca ist die größte Stadt Marokkos und das wirtschaftliche Herz Nordafrikas. Mit über 3,7 Millionen Einwohnern ist die Metropole am Atlantik weit mehr als nur der Schauplatz des legendären Humphrey-Bogart-Films von 1942 — sie ist eine pulsierende Weltstadt, in der französische Art-deco-Architektur auf arabische Tradition trifft. Die Hassan-II.-Moschee ist das unbestrittene Wahrzeichen: Mit einem 210 Meter hohen Minarett — dem höchsten der Welt — und Platz für 25.000 Gläubige im Inneren sowie 80.000 auf dem Vorplatz ist sie eine der größten Moscheen weltweit. Sie wurde direkt auf einer Landzunge über dem Atlantik erbaut, sodass bei Flut das Meer unter dem gläseren Boden sichtbar wird. Als eine der wenigen Moscheen Marokkos ist sie auch für Nicht-Muslime zugänglich. Das Viertel Habous (Nouvelle Medina) verbindet französische Stadtplanung mit marokkanischer Architektur: geordnete Souks mit Gewürzen, Lederwaren und Keramik, weniger chaotisch als die Medina von Marrakesch, aber ebenso authentisch. Die alte Medina von Casablanca bietet mit dem Rick's Cafe eine Hommage an den Kultfilm. Die Corniche, die Uferpromenade entlang des Atlantiks, ist das moderne Gesicht der Stadt: Restaurants, Strandclubs und die Morocco Mall, eines der größten Einkaufszentren Afrikas. Das Art-deco-Viertel rund um den Boulevard Mohammed V. beherbergt Hunderte von Gebäuden aus den 1920er- bis 1950er-Jahren im maurisch-normannischen Stil.

MoscheeArt-decoMedina

Chefchaouen

Chefchaoün, die "Blaü Stadt" Marokkos, liegt in den Ausläufern des Rif-Gebirges und ist einer der fotogensten Orte der Welt. Nahezu jedes Gebäude, jede Treppe, jede Gasse in der Medina erstrahlt in verschiedenen Blautönen — von Himmelblau bis Kobalt. Der Ursprung der blaün Farbe ist umstritten: Manche sagen, jüdische Flüchtlinge brachten die Tradition, Blau als Symbol des Himmels zu nutzen; andere meinen, es hält Mücken fern. Die Medina ist kompakt und friedlicher als die großen marokkanischen Städte, mit einer Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Der zentrale Platz Outa el Hammam mit der Kasbah bietet Cafés mit Bergblick. Die Umgebung lockt mit Wanderungen zu den Ras-el-Maa-Wasserfällen und in den Talassemtane-Nationalpark. Chefchaoün ist auch für seine Ziegenkäse-Produktion und handgewebten Stoffe bekannt.

BlauFotogenieMedina

Essaouira

Essaouira ist Marokkos charmanteste Küstenstadt und der perfekte Kontrapunkt zum hektischen Marrakesch. Die von mächtigen portugiesischen Festungsmauern umgebene Medina liegt direkt am Atlantik und besticht mit einer einzigartigen Mischung aus marokkanischer Tradition, maritimem Flair und einer lebendigen Künstlerszene. Die Medina, UNESCO-Welterbe seit 2001, ist ein bezauberndes Labyrinth aus blaün und weißen Gassen, in denen Thuya-Holzschnitzer, Silberschmiede und Galeristen ihre Werkstätten haben. Anders als in Marrakesch oder Fès ist das Einkaufen hier entspannter — die Händler sind weniger aufdringlich, die Preise fairer und die Atmosphäre gelassener. Die Scala de la Ville, die alte Festungsmauer mit ihren Kanonen, bietet spektakuläre Ausblicke auf den Atlantik und die vorgelagerte Île de Mogador. Der breite Sandstrand südlich der Medina ist ein Paradies für Windsurfer und Kitesurfer. Die konstanten Passatwinde haben Essaouira den Beinamen „Wind City Africa" eingebracht. Für Nicht-Surfer: Der Strand ist kilometerlang und bei Ebbe ideal für Spaziergänge und Ausritte zu Pferd oder Kamel. Die bunten Fischerboote im Hafen und die Möwenschwärme über den Fischhallen vervollständigen das maritime Bild. Der Hafen ist das kulinarische Herz der Stadt. An einfachen Ständen wird fangfrischer Fisch, Tintenfisch und Garnelen direkt vom Grill serviert — für oft weniger als 5 Euro bekommt man ein Festmahl mit Meerblick. Das jährliche Gnaoua-Musikfestival im Juni verwandelt die gesamte Stadt in eine Bühne für diese faszinierende afro-marokkanische Musiktradition. Essaouira war Zufluchtsort von Hippies in den 60ern (Jimi Hendrix verbrachte hier Zeit), Drehort für „Game of Thrones" (Astapor) und ist bis heute ein Magnet für Kreative aus aller Welt. Die Kombination aus ganzjährig mildem Klima, erschwinglichen Preisen und authentischem marokkanischem Charme macht sie zum perfekten Reiseziel — ob als Tagesausflug von Marrakesch oder als eigener Aufenthalt.

MarokkoKüsteSurfen

Fès

Fès ist die älteste der vier Königsstädte Marokkos und beherbergt mit der Medina Fès el-Bali die größte autofreie Stadtzone der Welt. Gegründet im 8. Jahrhundert, war Fès über Jahrhunderte das geistige und kulturelle Zentrum Marokkos. Die Universität Al-Qarawiyyin, gegründet 859, gilt als älteste kontinuierlich betriebene Universität der Welt. Das labyrinthische Gassengewirr der Medina mit über 9.000 Gassen, 300 Moscheen und unzähligen Riads und Handwerksbetrieben ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und ein Fest für alle Sinne: der Duft von Zedernholz und Gewürzen, das Hämmern der Kupferschmiede, das Rufen der Eseltreiber. Die berühmten Chouara-Gerbereien mit ihren farbigen Becken bieten eines der ikonischsten Bilder Marokkos. Im Gegensatz zum touristischeren Marrakesch hat Fès seinen authentischen Charakter bewahrt und gibt Besuchern einen unverfälschten Einblick in die marokkanische Kultur und Handwerkskunst.

MedinaUNESCOHandwerk

Ifrane

Ifrane ist die verblüffendste Stadt Marokkos - ein Ort, der so gar nicht nach Nordafrika aussieht, sondern wie ein Schweizer Alpendorf mitten im Mittleren Atlas. Rotbraune Satteldächer, gepflegte Vorgärten, breite Boulevards mit Blumenrabatten und eine Eisskulptur eines Löwen auf dem Hauptplatz versetzen Besucher in ein europäisches Paralleluniversum. Die Stadt wurde 1929 von der französischen Kolonialverwaltung als Sommerfrische für die Beamten in Fès angelegt und hat sich bis heute ihren einzigartigen architektonischen Charakter bewahrt, der ihr den Beinamen Klein-Schweiz oder Marokkos Davos eingebracht hat. Auf 1.665 Metern Höhe gelegen, bietet Ifrane ein Klima, das in Marokko seinesgleichen sucht: Im Winter fällt regelmäßig Schnee, und das nahegelegene Skigebiet Michlifen mit seinen sanften Pisten zieht marokkanische Skifahrer an, während die Sommer angenehm kühl bleiben, wenn das restliche Marokko in der Hitze schmort. Die Stadt hält sogar einen kontinentalen Rekord: Im Februar 1935 wurden hier minus 23,9 Grad Celsius gemessen, die niedrigste jemals in Afrika registrierte Temperatur. Die wahre Attraktion von Ifrane liegt in der umgebenden Natur: Die Zedernwälder des Mittleren Atlas, insbesondere der Forêt de Cèdres, beherbergen uralte Atlaszedern, von denen die berühmteste, der Gouraud-Zeder, über 800 Jahre alt und 42 Meter hoch ist. In diesen Wäldern lebt eine Population von Berberaffen (Magots), die frei zwischen den Bäumen klettern und sich furchtlos den Besuchern nähern. Die Seen Dayet Aoua und Dayet Ifrah in der Umgebung sind Paradies für Vogelbeobachter und bieten im Herbst und Frühling spektakuläre Zugvogel-Spektakel. Für deutsche Reisende bietet Ifrane eine willkommene Abkühlung auf einer Marokko-Rundreise und liegt nur 60 Kilometer südlich von Fès auf der Route nach Errachidia und in die Sahara. Die Al Akhawayn Universität, Marokkos renommierteste englischsprachige Hochschule, verleiht der Stadt ein jugendliches, kosmopolitisches Flair.

Klein-SchweizSkifahrenZedernwald

Marrakesch

Marrakesch, die Rote Stadt Marokkos, ist ein Rausch für alle Sinne: Der riesige Platz Djemaa el-Fna verwandelt sich allabendlich in ein Open-Air-Spektakel aus Schlangenbeschwörem, Geschichtenerzählern, Garfüchchen und Gnaoua-Musikern, während die labyrinthischen Souks der Medina ein schier endloses Angebot an Gewürzen, Lederwaren, Keramik und handgeknüpften Teppichen bereithalten. Die Medina, UNESCO-Weltkulturerbe, umschliesst Paläste von überweltigender Schönheit: Der Bahia-Palast mit seinen Zedernholzdecken und Mosaikböden, die Ben-Youssef-Madrasa mit ihren filigranen Stuckarbeiten und die Saadier-Gräber, die jahrhundertelang vergessen und erst 1917 wiederentdeckt wurden. Der Jardin Majorelle, einst im Besitz von Yves Saint Laurent, beeindruckt mit seinem ikonischen Kobaltblau und exotischen Pflanzen aus aller Welt. Marrakesch ist auch ein Paradies für Riads — traditional marokkanische Stadthäuser mit Innenhof, die zu charmanten Boutique-Hotels umgebaut wurden und eine Oase der Ruhe inmitten des Medina-Trubels bieten. Die marokkanische Küche mit Tajine, Couscous und Pastilla gehört zu den raffiniertesten der Welt. Von Marrakesch aus erreicht man das Atlasgebirge in einer Stunde für Wanderungen und Berberdörfer. Oktober bis April bietet angenehme Temperaturen für Erkundungen.

OrientSouksKultur

Meknès

Meknès ist die am meisten unterschätzte der vier marokkanischen Königsstädte und ein Ort, an dem man das authentische Marokko ohne die Touristenmassen von Marrakesch oder Fès erleben kann. Die Stadt verdankt ihre Pracht dem exzentrischen Sultan Moulay Ismail, der im 17. Jahrhundert aus einer bescheidenen Garnisonsstadt ein marokkanisches Versailles schaffen wollte und dafür 25.000 Sklaven und 12.000 Pferde einsetzte. Das Ergebnis ist eine monumentale Königsstadt mit gewaltigen Mauern, Palästen und dem legendären Bab Mansour, dem vielleicht prächtigsten Stadttor der gesamten islamischen Welt. Das Bab Mansour el Aleuj markiert den Eingang zur Königsstadt und beeindruckt mit seinen gewaltigen Ausmaßen, den kunstvollen Zellij-Mosaiken in Grün und Weiß und den massiven korinthischen Marmorsäulen, die Moulay Ismail aus der römischen Ruinenstadt Volubilis herbeischaffen ließ. Der Platz El Hedim vor dem Tor ist Meknès' Pendant zum Djemaa el-Fna in Marrakesch, nur deutlich entspannter. Abends versammeln sich hier Geschichtenerzähler, Musiker und Garküchen unter freiem Himmel. Die unterirdischen Kornspeicher und Pferdeställe des Heri es-Souani sind ein architektonisches Wunderwerk: Riesige Gewölbehallen, die einst 12.000 Pferde beherbergten und über ein ausgeklügeltes Wasserversorgungssystem mit dem nahen Agdal-Becken verbunden waren. Das Mausoleum von Moulay Ismail, eines der wenigen islamischen Heiligtümer, das auch Nicht-Muslimen offensteht, besticht durch seine friedliche Atmosphäre mit plätschernden Brunnen und filigranen Stuckverzierungen. Für deutsche Reisende ist Meknès ein idealer Ausgangspunkt für den Besuch der römischen Ruinen von Volubilis (30 km), der heiligen Stadt Moulay Idriss und der Weinregion rund um die Stadt, die erstaunlich gute marokkanische Weine hervorbringt. Die Zugverbindung von Fès nach Meknès dauert nur 40 Minuten, und die Stadt eignet sich hervorragend als Tagesausflug oder als ruhigere Alternative zur überlaufenen Nachbarstadt.

KönigsstadtBab MansourVolubilis

Ouarzazate

Ouarzazate ist das Tor zur Sahara und Marokkos Hollywood zugleich - eine faszinierende Wüstenstadt am Fuß des Hohen Atlas, die als Filmkulisse für Blockbuster wie Gladiator, Game of Thrones, Lawrence von Arabien und Die Mumie Weltruhm erlangt hat. Die Stadt liegt auf einem Hochplateau auf 1.160 Metern Höhe, wo die letzten Ausläufer des Atlas in die endlose Weite der Steinwüste übergehen, und bietet eine Landschaft von fast außerirdischer Schönheit mit roten Lehmburgen, tiefen Schluchten und Palmenwäldern. Die Kasbah Taourirt im Herzen der Stadt ist ein labyrinthisches Lehmbauwerk aus dem 19. Jahrhundert, das einst den mächtigen Glaoui-Paschas als Residenz diente. Ihre verschachtelten Türme, verwinkelten Gänge und ornamentverzierte Fassaden geben einen Einblick in das Leben der Berber-Fürsten. Nur dreißig Kilometer südwestlich liegt Ait Ben Haddou, ein UNESCO-Welterbe und die wahrscheinlich fotogenste Kasbah der Welt. Das befestigte Lehmdorf am Flussufer vor der Kulisse des Atlas-Gebirges diente als Filmset für unzählige Produktionen und ist ein Muss für jeden Marokko-Reisenden. Die Atlas Film Studios, die größten Filmstudios Afrikas, können besichtigt werden und bieten einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen: Hier stehen noch die Kulissen ägyptischer Tempel, mittelalterlicher Burgen und biblischer Städte Seite an Seite in der Wüstensonne. Die berühmte Straße der Kasbahs (N10) führt von Ouarzazate durch das Tal der Rosen bis in die Todra- und Dadès-Schluchten und gehört zu den spektakulärsten Fahrten Marokkos. Für deutsche Reisende ist Ouarzazate ein unverzichtbarer Halt auf dem Weg von Marrakesch in die Wüste. Die Fahrt über den Tizi n'Tichka-Pass (2.260 m) dauert etwa vier Stunden und bietet atemberaubende Bergpanoramen. Der kleine Flughafen von Ouarzazate hat saisonale Verbindungen, die meisten Besucher kommen jedoch im Rahmen einer mehrtägigen Marokko-Rundreise.

FilmkulisseKasbahUNESCO

Rabat

Rabat ist Marokkos unterschätztes Juwel — die königliche Hauptstadt, die im Schatten von Marrakesch und Fes steht, aber seit 2012 als UNESCO-Welterbe anerkannt ist und eine Eleganz bietet, die den touristischeren Schwestern fehlt. Die 1,7-Millionen-Stadt an der Mündung des Bou-Regreg-Flusses in den Atlantik verbindet maurische Geschichte, französische Kolonialeleganz und moderne marokkanische Kultur zu einer Atmosphäre, die entspannter und geordneter ist als jede andere marokkanische Großstadt. Die Kasbah der Udayas, eine Festung aus dem 12. Jahrhundert hoch über dem Flussmund, ist Rabats fotogenstes Viertel: Blau-weiß gestrichene Gassen wie in Chefchaoün, ein andalusischer Garten, Blick auf den Atlantik und den Hassan-Turm — ein unvollendetes Minarett aus dem 12. Jahrhundert, das mit 44 Metern Höhe das Wahrzeichen Rabats ist. Daneben liegt das Mausoleum Mohammed V., ein Meisterwerk marokkanisch-islamischer Architektur in weißem Marmor. Die Chellah, eine verlassene römisch-islamische Nekropole außerhalb der Stadtmauern, ist ein magischer Ort: Römerruinen, mittelalterliche Grabstätten und Störche nisten auf den Minaretten — Natur und Geschichte verschmelzen in einer Atmosphäre, die an eine verwunschene Zeitkapsel erinnert. Rabat ist auch Marokkos kulturelle Hauptstadt: Das Mohammed VI. Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst, das erste seiner Art in Nordafrika, zeigt marokkanische und internationale Kunst in einem eleganten Neubau.

UNESCOKasbahAtlantik

Taghazout

Taghazout ist Marokkos Surf-Mekka und ein ehemaliges Fischerdorf an der Atlantikküste, das sich in den letzten Jahren vom Hippie-Geheimtipp zum internationalen Hotspot für Wellenreiter, Yoga-Begeisterte und digitale Nomaden entwickelt hat - ohne dabei seinen authentischen Berber-Charme zu verlieren. Nur zwanzig Kilometer nördlich von Agadir gelegen, bietet das Dorf eine Ansammlung von Surfspots für alle Könnensstufen, die von Oktober bis April konstante Atlantikswells empfangen und im Sommer sanftere Wellen für Anfänger liefern. Das Dorf selbst schmiegt sich an einen Hügel oberhalb einer felsigen Küste mit kleinen Sandbuchten und besteht aus einem Gewirr enger Gassen, blau-weiß gestrichener Häuser und sonnenverwöhnter Dachterrassen. Die Hauptstraße ist gesäumt von Surfshops, Smoothie-Bars, Yogastudios und kleinen Cafés, in denen internationale Surfer neben marokkanischen Fischern sitzen. Auf den Dachterrassen der zahlreichen Surf-Camps und Riads trocknen Neoprenanzüge neben bunter Wäsche, und abends versammelt man sich zum Sonnenuntergang an der Klippe, wo die Point Breaks ihre endlosen Wellen an die Felsen schicken. Die Surfspots rund um Taghazout sind legendär: Anchor Point ist ein erstklassiger Righthand-Pointbreak für erfahrene Surfer, Panoramas bietet lange, sanfte Wellen für Fortgeschrittene, und der Banana Beach eignet sich mit seinem Sandgrund perfekt für Anfänger. Neben dem Surfen hat sich Taghazout als Yoga-Destination etabliert, und zahlreiche Retreats kombinieren Wellensport mit Meditation und veganer Küche. Für deutsche Urlauber, die dem Winter entfliehen wollen, ist Taghazout ideal: Agadir ist per Direktflug in rund vier Stunden erreichbar, die Wassertemperaturen fallen selten unter 17 Grad, und die Lebenshaltungskosten sind deutlich niedriger als an europäischen Surfspots. Auch Nicht-Surfer genießen das entspannte Dorfleben, die frischen Fischgerichte und die Möglichkeit, das Paradies-Tal oder die Arganbäume im Hinterland zu erkunden.

SurfenYogaStrand

Tanger

Tanger, die Stadt an der Meerenge von Gibraltar, war schon immer ein Ort der Begegnung: Hier treffen Europa und Afrika, Atlantik und Mittelmeer, arabische Tradition und kosmopolitischer Geist aufeinander. Die nördlichste Großstadt Marokkos blickt von ihren weißen Klippen buchstäblich auf Spanien hinüber und vereint in ihren verwinkelten Gassen die Essenz zweier Kontinente. Die Medina von Tanger ist ein labyrinthisches Meisterwerk: Enge Gassen winden sich zwischen weiß getünchten Häusern mit blaün Akzenten hindurch, öffnen sich plötzlich auf versteckte Plätze mit Orangenbäumen, und überall mischen sich die Düfte von Gewürzen, frischem Brot und Minztee. Die berühmte Kasbah thront über der Altstadt und bietet vom Sultanspalast (heute Museum) einen atemberaubenden Blick über die Straße von Gibraltar bis nach Tarifa. Tanger war in den 1950er und 60er Jahren die Heimat einer legendären Bohème: Schriftsteller wie Paul Bowles, Jack Kerouac und William S. Burroughs fanden in der damaligen Internationalen Zone kreative Freiheit. Das Café Hafa, seit 1921 in Betrieb, thront auf Terrassen über dem Meer und war Treffpunkt von Mick Jagger bis zu den Beatles. Diese literarische Aura durchdringt die Stadt bis heute — in den zahlreichen Buchhandlungen, Galerien und kreativen Räumen. Das moderne Tanger hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Transformation erlebt: Die neue Corniche-Promenade, das Mohammed-VI-Museum für zeitgenössische Kunst und der futuristische Hochgeschwindigkeitsbahnhof (TGV-Verbindung nach Casablanca) verbinden marokkanische Tradition mit Aufbruchsstimmung. Die Hafengegend wurde revitalisiert, und neue Restaurants und Boutique-Hotels eröffnen regelmäßig. Gleichzeitig bewahrt Tanger seinen raün, authentischen Charme — eine Stadt, die niemals ganz gezähmt werden kann.

MedinaLiteraturMeerenge von Gibraltar

Gebiete

Merzouga

Merzouga am Rand des Erg Chebbi ist der Ort, an dem Marokkos Sahara-Traum greifbar wird. Hier, an der algerischen Grenze, erheben sich die höchsten Sanddünen des Landes — bis zu 150 Meter aufgetürmter goldener Sand, der je nach Tageszeit und Licht von Honiggelb über Kupferrot bis Purpurviolett changiert. Eine Nacht in der Sahara gehört zu den transformativsten Reiseerlebnissen überhaupt. Am späten Nachmittag bricht man auf dem Rücken eines Dromedars auf, reitet im Schritttempo durch die endlose Dünenlandschaft und erreicht bei Sonnenuntergang ein Wüstencamp. Die Lager reichen von einfachen Berber-Zelten bis zu luxuriösen Glamping-Camps mit eigenem Bad und Pool zwischen den Dünen. Der Sonnenuntergang über dem Erg Chebbi ist ein Schauspiel von solcher Intensität, dass selbst erfahrene Reisende verstummen. Die Dünen leuchten in tiefem Orange und Rot, Schatten wandern über die perfekten Sandwellen, und langsam verdunkelt sich der Himmel zu einem Sternenzelt von einer Klarheit, die man in Europa nie erleben wird. Die Milchstraße erscheint zum Greifen nah. Nach dem Abendessen — traditionell ein Berber-Tagine über dem Lagerfeür — folgt Musik. Die Gnawa-Trommler, deren Rhythmen auf westafrikanische Wurzeln zurückgehen, spielen hypnotisierende Melodien unter dem Sternenhimmel. Der Klang der Trommeln in der Stille der Wüste ist eines jener Erlebnisse, die sich mit Worten kaum beschreiben lassen. Am Morgen dann der Sonnenaufgang: Man besteigt im Dunkeln die höchste Düne, wartet in der Kälte der Wüstennacht und sieht dann zu, wie die Sonne den Horizont durchbricht und die Dünenlandschaft in Gold taucht. Der eigene Schatten erstreckt sich hundert Meter über den jungfräulichen Sand. Merzouga selbst ist ein kleines Berber-Dorf am Dünenrand, das vollständig vom Wüstentourismus lebt. Die Umgebung bietet neben den Dünen auch Besuche in traditionellen Berberdörfern, Fahrten zum unterirdischen Flusssystem und zum Dayet Srji, einem saisonalen See, an dem im Frühling Flamingos rasten — mitten in der Wüste.

SaharaWüsteSternenhimmel

Toubkal & Imlil

Der Jebel Toubkal (4.167m) ist der höchste Berg Nordafrikas und das Trekking-Highlight Marokkos — erreichbar vom charmanten Bergdorf Imlil im Hohen Atlas. Die Region bietet spektakuläre Berglandschaften, traditionelle Berber-Dörfer mit Terrassenwirtschaft und eine Gastfreundschaft, die ihresgleichen sucht. Die Toubkal-Besteigung ist kein technischer Klettersteig, sondern eine anspruchsvolle Wanderung, die auch ohne Bergsteigererfahrung machbar ist.

TrekkingBergeMarokko

Regionen

Sahara (Erg Chebbi)

Erg Chebbi ist Marokkos Tor zur Sahara — ein gewaltiges Meer aus goldenen Sanddünen, die sich bis zu 150 Meter hoch türmen und bei Sonnenauf- und -untergang in unwirklichen Farben glühen. Diese Erg (Dünenfeld) nahe der Oasenstadt Merzouga am Rand der großen Sahara bietet das zugänglichste und gleichzeitig spektakulärste Wüstenerlebnis Nordafrikas. Die Anreise ist bereits ein Erlebnis: Die Straße von Ouarzazate durch die Dadesschlucht und das Tal der Rosen führt durch eine Landschaft, die jeden Kilometer ihr Gesicht ändert — von roten Felsschluchten über grüne Oasenpalmerien bis zu den ersten goldenen Sandhügeln, die die nahende Wüste ankündigen. In Merzouga, dem letzten Dorf vor den Dünen, tauscht man das Auto gegen ein Kamel und reitet bei Sonnenuntergang in die Erg — eine Szene, die sich seit Jahrhunderten nicht verändert hat. Die Nacht in einem Wüstencamp (von einfachen Berberzelten bis zu luxuriösen Glamping-Setups) ist der Höhepunkt: Nach einem traditionellen Abendessen mit Tagine und Berber-Musik unter dem Sternenzelt folgt die große Stille der Wüste. Der Sternenhimmel über der Sahara ist von einer Intensität, die selbst astronomisch Erfahrene sprachlos macht — die Milchstraße leuchtet so hell, dass sie Schatten wirft. Der Sonnenaufgang über den Dünen ist der krönende Moment: Die höchsten Dünenkämme erreicht man in einer 30-minütigen Wanderung durch den kühlen Morgensand. Oben angekommen, verwandelt sich der Horizont von tiefem Violett über Orangerot zu leuchtendem Gold, während die langen Schatten der Dünen abstrakte Muster in den Sand zeichnen. In diesem Moment, allein auf einer Düne mit nichts als Sand und Himmel bis zum Horizont, versteht man, warum die Wüste seit Jahrtausenden Menschen spirituell bewegt.

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Marokko gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Afrika und begeistert mit Kultur, Essen, Wüste und vielem mehr. Die beste Reisezeit für Marokko ist März–Mai, September–November, wenn das Wetter ideal für Erkundungstouren und Erholung ist. Mit einem Tagesbudget ab 25–40€ (Budget) bis 80–200€ (Luxus) ist Marokko für verschiedene Reisebudgets geeignet.

Von der Hauptstadt Rabat aus lässt sich Marokko hervorragend erkunden. Die Landessprache ist Arabisch, Berber, Französisch, die Währung Dirham (MAD). Ab Deutschland erreichst du Marokko in ca. 3–3,5 Stunden. Ob du die kulinarischen Highlights wie Tagine, Couscous, Pastilla probieren, die Top-Sehenswürdigkeiten besuchen oder einfach die Atmosphäre genießen möchtest:Marokko hat für jeden Reisetyp etwas zu bieten.

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