Sehenswürdigkeiten in Valletta★★★
Co-Kathedrale St. John (St. John's Co-Cathedral)
Die Co-Kathedrale St. John ist Vallettas absolutes Highlight — und eine der beeindruckendsten Kirchen der Welt. Von außen schlicht und festungsartig, explodiert das Innere in einer Orgie aus Gold, Marmor und Malerei, die den Besucher beim Eintreten buchstäblich den Atem stocken lässt. Der Boden besteht aus 375 Grabplatten der Ritter, jede ein Kunstwerk aus eingelegtem Marmor. Die Seitenkapellen der acht Ordenssprachen (langues) wetteifern um die prächtigste Ausstattung. Im Oratorium hängt Caravaggios „Die Enthauptung Johannes des Täufers" (1608) — das größte Gemälde des Meisters und sein einziges signiertes Werk. Eintritt: 15€, inklusive Audioguide. Tipp: Morgens als Erstes kommen, bevor die Kreuzfahrt-Gruppen eintreffen.
Großmeisterpalast (Grandmaster's Palace)
Der Großmeisterpalast an der Republic Street war 250 Jahre lang Sitz der Großmeister des Johanniterordens und ist heute teilweise Sitz des maltesischen Präsidenten. Besichtigbar sind die State Rooms mit Ritter-Rüstungen, Gobelins und Fresken sowie die Waffenkammer (Palace Armoury) mit über 5.000 Exponaten — eine der größten Sammlungen historischer Waffen in Europa. Eintritt: 10€ (State Rooms), 10€ (Armoury) oder Kombiticket 14€.
Upper Barrakka Gardens & Saluting Battery
Die Upper Barrakka Gardens sind Vallettas Kronjuwel unter den öffentlichen Plätzen: eine Terrasse mit Arkaden hoch über dem Grand Harbour, mit einem Panoramablick, der zu den spektakulärsten in ganz Europa gehört. Unter der Terrasse liegt die Saluting Battery — hier feuern historische Kanonen täglich um 12:00 und 16:00 Uhr einen Salutschuss ab. Der Moment, wenn die Kanone donnert und der Rauch über den Hafen zieht, ist unvergesslich. Eintritt Garten: kostenlos. Saluting Battery: 3€.
Fort St. Elmo & National War Museum
Fort St. Elmo an der Spitze der Halbinsel ist der Ort, an dem die Geschichte Maltas entschieden wurde. Während der Großen Belagerung von 1565 hielt die kleine Festung den Osmanen 31 Tage lang stand — weit länger als erwartet — und gab den Verteidigern im Rest Maltas die entscheidende Zeit. Heute beherbergt das Fort das National War Museum mit Exponaten von der Bronzezeit bis zum Zweiten Weltkrieg. Eintritt: 10€.
MUŻA — Nationales Kunstmuseum
Im wunderschön restaurierten Auberge d'Italie (1574) zeigt das MUŻA Maltas Kunstsammlung von der Antike bis zur Gegenwart, darunter Werke von Mattia Preti, Antoine Favray und zeitgenössischen maltesischen Künstlern. Die Architektur des Gebäudes ist allein schon den Besuch wert. Eintritt: 7€.
Renzo Pianos City Gate & Parlament
Der italienische Star-Architekt Renzo Piano hat 2014 den Eingang zur Stadt neu gestaltet: das moderne City Gate, das schlanke Parlamentsgebäude aus honigfarbenem Kalkstein und das Open-Air-Theater Pjazza Teatru Rjal auf den Ruinen des im Krieg zerstörten Opernhauses. Ein gelungener Dialog zwischen Alt und Neu, der anfangs umstritten war, heute aber als Meisterwerk gilt.