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Geschichte · Abschnitt 1/4

Vorgeschichte & Tempelzeit

🇲🇹 Malta Reiseführer

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Vorgeschichte & Tempelzeit

Malta wurde um 5.200 v. Chr. erstmals besiedelt — Bauern aus Sizilien überquerten die 80 km breite Meerenge und brachten Getreide, Vieh und Keramik mit. Die Tempelphase (3.600–2.500 v. Chr.) ist das faszinierendste Kapitel maltesischer Frühgeschichte: Eine neolithische Gesellschaft ohne Schrift, ohne Metall und ohne Rad errichtete die ältesten freistehenden Bauwerke der Menschheit.

Die Tempelkultur

Zwischen 3.600 und 2.500 v. Chr. entstanden auf Malta und Gozo mindestens 30 monumentale Tempelanlagen, von denen sieben heute zum UNESCO-Welterbe gehören: Ħaġar Qim, Mnajdra, Tarxien, Ġgantija (Gozo), Ta' Ħaġrat, Skorba und das Hypogäum von Ħal Saflieni. Die Tempel hatten kleeblattförmige Grundrisse, waren aus gewaltigen Kalksteinblöcken (bis 20 Tonnen) errichtet und dienten wahrscheinlich dem Kult einer Fruchtbarkeitsgöttin — die zahlreichen „Fat Lady"-Figuren deuten darauf hin.

Um 2.500 v. Chr. endete die Tempelkultur abrupt — und niemand weiß warum. Die Inseln wurden danach von einer Bronzezeit-Kultur besiedelt, die cremation praktizierte und keine Tempel mehr baute. Klimawandel, Überbevölkerung oder Seuchen? Das Rätsel ist ungelöst.

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