Trinkgeld & Etikette
Trinkgeld (Propina)
In Kolumbien wird am Ende der Rechnung automatisch eine „propina voluntaria" von 10% vorgeschlagen — der Kellner fragt: „¿Desea incluir el servicio?" (Möchten Sie den Service einschließen?). „Sí" sagen ist die Norm. Darüber hinaus:
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Restaurant (propina voluntaria) | 10% (wird direkt auf die Rechnung gesetzt) |
| Café / Schnellimbiss | Nicht erwartet, Münzen aufrunden nett |
| Hotel (Gepäckträger) | 3.000–5.000 COP pro Gepäckstück |
| Zimmerreinigung | 3.000–5.000 COP pro Tag |
| Uber/Taxi | Nicht erwartet, Aufrunden nett |
| Walking Tour Guide | 20.000–50.000 COP (5–12€) je nach Zufriedenheit |
| Tour-Guide (Ganztag) | 30.000–60.000 COP |
| Ciudad Perdida Trek (Guide) | 50.000–100.000 COP für gesamten Trek |
No-Go-Zonen & Tabus
- Drogen-Tourismus: Kolumbien leidet unter dem Image des „Partylands für Drogenkonsum". Der Konsum von Kokain und anderen Drogen ist illegal, gesellschaftlich verpönt und finanziert bewaffnete Gruppen. Respektiere das Land und seine Geschichte.
- Escobar-Glorifizierung: Sage niemals „Cool, Pablo Escobar!" zu einem Kolumbianer. Für die meisten ist er ein Massenmörder, kein Held.
- Kolumbien ≠ Columbia: Das Land heißt KOLUMBIEN (Colombia), nicht Columbia (das ist ein Distrikt in Washington D.C.). Kolumbianer reagieren empfindlich auf diese Verwechslung.
- „Gefährlich"-Kommentare: Sage nicht als Erstes „Ist es nicht gefährlich?" — Kolumbianer haben es satt, auf den Konflikt reduziert zu werden. Frage lieber nach Empfehlungen und Lieblingsorten.
💡 Tipp
Kolumbianer sind extrem herzlich und gesprächig. „Hola, ¿cómo estás?" mit einem Lächeln öffnet jede Tür. Und wenn jemand dich zum Essen, Tanzen oder Aguardiente-Trinken einlädt — sag ja! Die besten Erlebnisse entstehen durch spontane Begegnungen.