Gesundheit & Sicherheit
Gesundheit
Die Kapverden sind ein relativ gesundes Reiseziel für Westafrika. Keine Impfungen sind vorgeschrieben (außer Gelbfieber bei Einreise aus Endemiegebieten). Empfohlen: Hepatitis A, Typhus, Tetanus, Diphtherie — die Standardimpfungen für tropische Länder. Malaria ist auf den Kapverden praktisch ausgerottet — 2024 erklärte die WHO die Inseln für malariafrei. Prophylaxe ist daher nicht nötig.
Dengue-Fieber: Gelegentliche Ausbrüche, besonders in der Regenzeit. Mückenschutz (tagsüber!) mit DEET-haltigem Spray empfohlen. Lange Kleidung am Morgen und Abend.
Trinkwasser
Leitungswasser ist nicht trinkbar — immer abgefülltes Wasser (Água) kaufen. In Restaurants ist Wasser meist nicht im Preis enthalten. In abgelegenen Gebieten (Santo Antão, Fogo) Wasser-Vorräte mitbringen. Vermeide Eiswürfel in einfachen Lokalen — in touristischen Restaurants ist es meist unbedenklich.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist einfach, aber grundlegend vorhanden. In Praia und Mindelo gibt es Krankenhäuser (Hospital Agostinho Neto in Praia), auf den kleineren Inseln Gesundheitszentren. Für ernsthafte Notfälle ist eine Evakuierung nach Portugal oder auf die Kanaren nötig. Eine Reisekrankenversicherung mit Rücktransport ist daher dringend empfohlen.
Apotheken: In allen größeren Orten vorhanden. Grundmedikamente verfügbar, spezielle Medikamente mitbringen.
Sicherheit
Die Kapverden sind eines der sichersten Länder Afrikas. Gewaltkriminalität gegen Touristen ist extrem selten. Taschendiebstahl kann in Praia (Sucupira-Markt) und Santa Maria vorkommen — normale Vorsichtsmaßnahmen genügen. Abends in Praia die Hauptstraßen nicht verlassen. Auf den kleineren Inseln (Santo Antão, Fogo, Brava) gibt es praktisch keine Kriminalität — hier lässt man die Haustür offen.
| Risiko | Bewertung | Hinweis |
|---|---|---|
| Kriminalität | Niedrig | Normale Vorsicht in Praia und Santa Maria |
| Straßenverkehr | Mittel | Bergstraßen, frei laufende Tiere, wenig Beleuchtung |
| Naturgefahren | Niedrig–Mittel | Vulkanausbrüche (Fogo), starke Strömungen (Strände) |
| Gesundheit | Niedrig | Dengue möglich, Malaria ausgerottet |
Achtung
Achtung an den Stränden: Viele Strände auf den Kapverden haben starke Unterströmungen (Rip Currents), besonders an der Ost- und Nordküste. Schwimme nur an bewachten Stränden oder dort, wo Einheimische schwimmen. Jedes Jahr ertrinken Touristen — die Brandung sieht oft harmloser aus, als sie ist.