Die zwei Jahreszeiten
Trockenzeit „Tempo das Brisas" (November–Juni): Hauptsaison
Die Trockenzeit ist die beste Reisezeit für die meisten Besucher. Strahlend blauer Himmel, kaum ein Tropfen Regen, angenehme Temperaturen von 22–28°C und der stetige Passatwind. Besonders Dezember bis April ist ideal: Europäische Winterflüchtlinge genießen Sonne pur, während es zu Hause grau und kalt ist. Der Wind weht in dieser Zeit am stärksten — perfekt für Windsurfer und Kitesurfer auf Sal und Boa Vista.
Die Landschaft der flachen Inseln ist in der Trockenzeit karg und wüstenhaft — goldbraun und staubig. Auf den bergigen Inseln (Santo Antão, Santiago) bleiben die höheren Lagen dank der Passatwolken grüner. Die Trockenzeit ist auch die beste Zeit für den Aufstieg auf den Pico do Fogo: klare Sicht, stabiles Wetter, kein Regen.
Regenzeit „Tempo das Chuvas/Azáguas" (Juli–Oktober): Nebensaison
Die Regenzeit bringt sporadische, teils heftige Regenfälle — aber keine Dauerregentage wie in Asien. Es regnet kurz und intensiv, oft nachts, und dann scheint wieder die Sonne. Die Temperaturen steigen auf 28–32°C, die Luftfeuchtigkeit ist höher und die Inseln verwandeln sich: Die kargen Berge werden leuchtend grün, Blumen blühen, trockene Flussbetten führen plötzlich Wasser.
Die Regenzeit hat ihren eigenen Reiz: Die Landschaft auf Santo Antão und Santiago ist dramatisch grüner und üppiger, es sind weniger Touristen unterwegs, die Preise sind niedriger und die Schildkröten-Saison liegt genau in dieser Zeit (Juli–Oktober). Nachteil: Einige Wanderwege auf Santo Antão können durch Regenfälle unpassierbar werden, und die Fährverbindungen zwischen den Inseln können unzuverlässiger sein.
💡 Tipp
Die absolute Bestzeit für die Kapverden ist November bis Mai: perfektes Strandwetter, bester Wind zum Surfen, ideale Wanderbedingungen und trockene Vulkanbesteigung auf Fogo. Wer Schildkröten sehen will, muss im August/September kommen.