Siena★★★
Siena ist Florenz' ewige Rivalin und in mancher Hinsicht die schönere der beiden: kompakter, authentischer, weniger touristisch. Das mittelalterliche Stadtbild ist nahezu unverändert erhalten, und der Palio — das halsbrecherische Pferderennen auf der Piazza del Campo — ist eines der intensivsten Volksfeste Europas.
Piazza del Campo ★★★
Einer der schönsten Plätze der Welt: muschelförmig, nach innen geneigt, gepflastert mit rotbraunem Backstein, umgeben von mittelalterlichen Palazzi. Der Torre del Mangia (102 m, 400 Stufen, 10 €) bietet einen spektakulären Blick über die Stadt und die toskanischen Hügel. Am 2. Juli und 16. August verwandelt sich der Platz in eine Arena für den Palio — ein Bareback-Pferderennen zwischen den 17 Contrade (Stadtvierteln), das seit dem 14. Jahrhundert praktisch unverändert stattfindet.
Dom von Siena (Duomo) ★★★
Eine der prächtigsten gotischen Kathedralen Italiens: schwarz-weiß gestreifter Marmor, ein überwältigender Mosaikboden (56 Szenen, nur wenige Wochen im Jahr komplett aufgedeckt — meist August/September), die Libreria Piccolomini mit Pinturicchios Fresken und Michelangelos Statuen. Der geplante Neubau — der den Dom zur größten Kirche der Welt gemacht hätte — wurde durch die Pest 1348 gestoppt. Das unvollendete Seitenschiff steht heute noch als „Facciatone" und dient als Aussichtsplattform (8 €).
Kulinarik in Siena
Sienas Spezialitäten sind legendär: Pici (dicke, handgerollte Pasta), Ribollita (Brotsuppe), Panforte (schwerer Gewürzkuchen mit Mandeln und kandierten Früchten) und Ricciarelli (Mandelgebäck). Die Enoteca Italiana in der Festung Medicea hat über 1.500 italienische Weine im Angebot.
💡 Tipp
Der Palio am 2. Juli und 16. August ist ein Erlebnis, aber die Piazza del Campo ist brechend voll (40.000 Menschen). Gratis-Plätze in der Mitte des Platzes — komme 4–5 Stunden vorher. Tribünenplätze ab 300–800 €. Die Atmosphäre ist elektrisch — die Contrade feiern tagelang vor und nach dem Rennen.