Sardische Küche
Sardiniens Küche ist Hirtenküche und Fischerküche — simpel, kräftig, mit Zutaten, die direkt aus der Landschaft kommen.
Klassiker
- Pane Carasau — Hauchdünnes, knuspriges Fladenbrot (auch „Carta di Musica" — Notenpapier). Wird mit Olivenöl beträufelt gegessen, oder als Pane Frattau in Brühe und Ei aufgeweicht.
- Culurgiones — Sardische Ravioli mit Kartoffel-Pecorino-Minze-Füllung und kunstvoll geflochtenem Verschluss. Jede Frau faltet anders.
- Porceddu — Spanferkel am Spieß, stundenlang über Myrtenholz gedreht. DAS sardische Festessen.
- Bottarga — Getrockneter, gepresster Meeräschen-Rogen. In hauchdünne Scheiben geschnitten oder gerieben über Pasta (Spaghetti alla Bottarga). Ein Geschmack wie das Meer, konzentriert. Teure Delikatesse (ab 80 €/kg).
- Fregola con Arselle — Sardische Hartweizenkugeln (ähnlich Couscous) mit Venusmuscheln in Tomatensud.
- Seadas — Frittierte Teigtaschen mit geschmolzenem Pecorino, übergossen mit bitterem Honig. Süß-salzig-käsig: das perfekte Dessert.
Wein
Cannonau (Grenache) ist Sardiniens Rotwein Nr. 1 — tanninreich, vollmundig, angeblich mitverantwortlich für die Langlebigkeit der Sarden. Vermentino di Gallura DOCG ist der beste Weißwein (mineralisch, kräuterig, perfekt zu Fisch). Carignano del Sulcis von der Südwestküste ist ein Geheimtipp: tiefrot, komplex, günstig.