Vík & Dyrhólaey★★
Vík í Mýrdal
Vík ist der südlichste Ort Islands (Einwohner: ca. 750) und der regenreichste Ort der Insel (über 2.000 mm Niederschlag pro Jahr). Die kleine weiße Víkurkirkja auf dem Hügel über dem Dorf bietet einen der fotogensten Blicke der Südküste: Die Kirche vor dem Hintergrund der schwarzen Strände, der Reynisdrangar-Felsnadeln und des tosenden Atlantiks.
Vík lebt unter einer stillen Bedrohung: Der Katla-Vulkan unter dem Mýrdalsjökull-Gletscher ist seit über 100 Jahren „überfällig" für einen Ausbruch (der letzte war 1918). Ein Ausbruch würde gewaltige Gletscherläufe (Jökulhlaup) auslösen, die das Dorf erreichen könnten. Das Dorf hat Evakuierungspläne — die Kirche auf dem Hügel dient als Zufluchtsort.
Das Dorf hat einen N1-Tankstelle (mit Restaurant — die Lammsuppe ist empfehlenswert!), einen kleinen Krónan-Supermarkt, das Icewear-Outlet (günstige Outdoor-Kleidung — oft 30–50% Rabatt!) und einige Guesthouses. Im Katla Geopark Visitor Center erfährst du alles über die Vulkane der Region und die Evakuierungspläne.
Von Vík aus starten Zipline-Touren über den schwarzen Strand und ATV/Quad-Touren auf dem schwarzen Sand — ein Adrenalinkick in surrealer Umgebung.
Dyrhólaey — Islands dramatischstes Kap
Das Kap Dyrhólaey (120 m hoch) liegt 15 km westlich von Vík und bietet eines der besten Panoramen der Südküste. Von der Spitze siehst du den schwarzen Strand Reynisfjara, die Reynisdrangar-Felsen, den endlosen schwarzen Sandstrand Richtung Osten und bei klarem Wetter den Mýrdalsjökull-Gletscher. Der Name bedeutet „Türlochinsel" — der gewaltige Felsbogen im Meer ist so groß, dass in den 1990er Jahren ein Kleinflugzeug durchflog (heute verboten).
Es gibt zwei Ebenen auf Dyrhólaey:
- Untere Ebene (Kirkjufjara-Strand): Schwarzer Strand mit Basaltsäulen und Blick auf den Felsbogen von unten. Achtung: Felssturz-Gefahr, nicht zu nah an die Klippen!
- Obere Ebene (Leuchtturm): Der alte Leuchtturm Dyrhólaeyjarviti (1910) auf der Spitze. Von hier das atemberaubende 360°-Panorama. Im Sommer Papageitaucher in den Klippen direkt unter dir
Papageitaucher auf Dyrhólaey
Von Mai bis Mitte August nisten hier Papageitaucher (Puffins) in den Klippen — Dyrhólaey ist einer der besten und zugänglichsten Orte auf dem Festland, um die knuffigen Vögel aus nächster Nähe zu beobachten. Die Vögel brüten in Erdhöhlen in den Klippen und sind am aktivsten morgens früh (vor 9 Uhr) und abends spät (nach 19 Uhr) — tagsüber sind sie auf See zum Fischen.
Während der Hauptbrutzeit (Mai–Juni) kann der Zugang zum oberen Leuchtturm eingeschränkt sein, um die Vögel zu schützen. Die Ranger informieren vor Ort. Halte mindestens 5 Meter Abstand zu den Nestern.
💡 Tipp
Die Papageitaucher sind am aktivsten morgens früh und abends spät — tagsüber sind sie auf See zum Fischen. Bring ein Fernglas oder Teleobjektiv mit (200mm+ empfohlen). Die Vögel sind erstaunlich wenig scheu, aber halte Abstand zu den Nestern. Der beste Monat für Papageitaucher ist Juni — dann sind die Küken geschlüpft und die Eltern fliegen ständig mit Fisch (kleine Sandaale im Schnabel!) zum Nest.