Meeresfrüchte
Griechenland hat die längste Küstenlinie Europas (13.676 km!) — natürlich sind Meeresfrüchte zentral. In einer guten Psarotaverna (Fischtaverne) am Hafen zu sitzen und frischen Fisch zu essen, ist eines der großen Griechenland-Erlebnisse.
- Grillierter Oktopus: Am besten nach dem traditionellen Verfahren: erst getrocknet in der Sonne (die violetten Kraken an Wäscheleinen sind ein ikonisches Bild!), dann sanft gegrillt, mit Olivenöl und Essig serviert.
- Barbounia: Rote Meerbarben — klein, frittiert, mit Zitrone. DER griechische Fisch schlechthin, teuer aber fantastisch.
- Tsipoura/Fagri: Goldbrasse/Zahnbrasse — ganz gegrillt, mit Ladolemono (Olivenöl-Zitronen-Sauce).
- Garides: Garnelen — gegrillt, als Saganaki oder in Pasta.
- Sardeles: Sardinen — frittiert oder gegrillt, ein günstiges Vergnügen.
- Chtapodi Krasato: Oktopus in Rotwein geschmort — Wintergericht, aber ganzjährig eine Wucht.
- Kalamari: Tintenfisch — frittiert (Kalamarakia) oder gefüllt mit Reis und Kräutern (Kalamaira Gemista).
- Atherinopoula: Winzige frittierte Fischchen — man isst sie komplett, mit Kopf und Gräten. Suchtfaktor hoch.
Beim Fischkauf in der Taverne: Fisch wird in Griechenland oft nach Gewicht berechnet, nicht pro Portion. Frage IMMER vorher nach dem Preis, besonders in touristischen Gegenden. "Poso kostizi to kilo?" (Was kostet das Kilo?) solltest du dir merken. Preise von 50-80 Euro pro Kilo für frischen Fisch sind normal (das ist der Kilopreis, nicht die Portion!).
Achtung
Frischen Fisch erkennt man an klaren Augen, roten Kiemen und festem Fleisch. In touristischen Gegenden wird manchmal tiefgekühlter Fisch als frisch verkauft — in der Karte muss "katepsygmeno" (tiefgefroren) vermerkt sein. Achte auf den Asterisk (*)!