Griechenland
Griechenland ist das Sehnsuchtsziel schlechthin: Über 6.000 Inseln, antike Geschichte, die von der Akropolis bis nach Delphi reicht, und eine Küche, die mediterrane Lebensfreude auf den Teller bringt. Ob Sonnenuntergang auf Santorini, Wanderung durch die Samaria-Schlucht oder Inselhopping durch die Kykladen – Griechenland bietet für jeden Reisetyp unvergessliche Erlebnisse.
Hauptstadt
Athen
Sprache
Griechisch
Währung
Euro (€)
Zeitzone
UTC+2
Flugzeit ab DE
ca. 2,5–3,5 Stunden
Einreise
EU-Personalausweis
Top 5 Highlights in Griechenland
Die Orte, die du auf keinen Fall verpassen darfst.
Santorini
Die ikonische Insel mit den weißen Häusern und blauen Kuppeln. Der Sonnenuntergang in Oia gehört zu den schönsten der Welt.
Akropolis, Athen
Das Wahrzeichen der griechischen Antike. Der Parthenon-Tempel thront seit 2.500 Jahren über Athen.
Kreta
Griechenlands größte Insel bietet alles: Strände, Berge, den Palast von Knossos und herzliche Gastfreundschaft.
Meteora-Klöster
Auf gigantischen Sandsteinfelsen thronen jahrhundertealte Klöster – ein UNESCO-Welterbe.
Zakynthos
Die Navagio-Bucht (Shipwreck Beach) ist einer der meistfotografierten Strände der Welt.
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Beste Reisezeit für Griechenland
Empfohlene Reisezeit
Mai–Oktober (Hochsaison Juli/August)
Sommer
28–35°C
Winter
10–15°C
Was kostet ein Urlaub in Griechenland?
Durchschnittliche Kosten pro Person und Tag (ohne Flug)
Budget
50–80€
Hostel, Streetfood, ÖPNV
Mittelklasse
80–150€
Hotel, Restaurant, Ausflüge
Luxus
150–300€
Boutique-Hotel, Fine Dining
5 Reisetipps für Griechenland
Insider-Wissen, das deinen Urlaub besser macht.
Mietwagen auf Kreta und dem Peloponnes lohnt sich sehr
Nebensaison (Mai/Juni, September) bietet beste Preise bei tollem Wetter
Griechischer Kaffee wird mit Satz serviert – nicht trinken!
In Tavernen immer die Tageskarte fragen – oft das Beste
Fähren frühzeitig buchen, besonders im August
Essen & Trinken in Griechenland
Diese Gerichte musst du probieren!
Entdecke Griechenland
70 Regionen, Städte und Highlights in Griechenland
Inseln
Ägina
Ägina ist die nächstgelegene Saronische Insel zu Athen und ein beliebtes Wochenend- und Tagesausflugsziel für Griechen und Reisende gleichermaßen. Die kleine Insel überrascht mit einem herausragenden antiken Tempel, dem Aphaiatempel, der zu den besterhaltenen dorischen Tempeln Griechenlands zählt und auf einem Hügel mit Panoramablick über den Saronischen Golf thront. Deutsche Urlauber schätzen Ägina als authentische Alternative zu den überlaufenen Kykladeninseln: Hier mischt man sich unter Einheimische, kauft auf dem Fischmarkt im Hafen frischen Fang und probiert die berühmten Ägina-Pistazien, die als die besten der Welt gelten. Das verschlafene Bergdorf Paleochora mit seinen über 30 verfallenen byzantinischen Kirchen und die hübschen Buchten der Südküste machen die Insel zum perfekten Geheimtipp für einen Kurztrip ab Athen.
Alonissos
Alonissos ist die grüne Seele der Sporaden und das Herz des ersten und größten Meeresnationalparks Griechenlands. Während die Nachbarinseln Skiathos und Skopelos mit Stränden und Mamma-Mia-Tourismus locken, hat sich Alonissos seinen ursprünglichen Charakter bewahrt: dichte Pinienwälder bedecken die hügelige Insel, das Meer leuchtet in unwirklichem Türkis, und die Unterwasserwelt gehört zu den artenreichsten des Mittelmeers. Hier leben die extrem seltenen Mittelmeer-Mönchsrobben – eine der bedrohtesten Säugetierarten der Welt. Der Nationale Marine Park von Alonissos umfasst die Insel selbst sowie sechs unbewohnte Nachbarinseln und ein riesiges Meeresgebiet. Delphine, Mönchsrobben, Eleonorenfalken und über 300 Fischarten sind in diesen geschützten Gewässern heimisch. Bootsausflüge in den Marine Park gehören zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen, die Griechenland zu bieten hat – mit Schnorcheln in kristallklarem Wasser und Begegnungen mit Delfinen. Die Alte Chora (Palio Alonissos) thront auf einem Hügel und bietet einen Panoramablick über die gesamte Inselwelt. In den 1960ern nach einem Erdbeben verlassen, wurde das Dorf in den letzten Jahrzehnten von Künstlern und Ausländern liebevoll restauriert und beherbergt heute Ateliers, Tavernen und kleine Pensionen. Die Strände der Insel – Chrisi Milia mit seinem goldenen Sand, Kokkinokastro mit den roten Klippen und Leftos Gialos – sind wenig besucht und von Natur umgeben. Alonissos erreicht man von Volos per Fähre (ca. 3 Stunden) oder per Schnellboot von Skiathos. Deutsche Urlauber fliegen nach Skiathos (Direktflüge im Sommer) und nehmen von dort die Fähre. Ein Mietwagen oder Roller ist hilfreich, aber nicht zwingend – die Insel hat einen funktionierenden Busverkehr.
Amorgos
Amorgos ist die östlichste und gebirgigste Insel der Kykladen — ein dramatischer Felsen im tiefblauen Ägäischen Meer, der durch Luc Bessons Film "Le Grand Bleu" (Im Rausch der Tiefe) Kultstatus erlangte. Die Szenen des Films, gedreht in der Bucht von Agia Anna, machten Amorgos zum Wallfahrtsort für Taucher und Freigeister. Das Kloster Panagia Hozoviotissa ist Amorgos' atemberaubendstes Wahrzeichen: ein schneeweißes Bauwerk, das seit dem 11. Jahrhundert wie ein Schwalbennest an einer 300 Meter hohen senkrechten Felswand über dem Meer klebt. Der Aufstieg über 300 Stufen belohnt mit einem der ikonischsten Anblicke ganz Griechenlands und einem Empfang durch die Mönche mit Rakomelo und Loukoumi. Die Chora von Amorgos ist ein verschachteltes Labyrinth aus weißen Gassen, Bougainvillea-geschmückten Treppen und winzigen Plätzen — authentischer und ruhiger als die meisten Kykladen-Dörfer. Der Hafen Katapola liegt in einer geschützten Bucht und verströmt entspanntes Fischer-Flair mit Tavernen direkt am Wasser. Die Wanderwege der Insel gehören zu den besten Griechenlands: der Pfad von Chora nach Agia Anna führt entlang dramatischer Klippen mit Blick über die Ägäis. Das Schiffswrack der Olympia an der Nordküste, ein rostiges Frachtschiff auf den Felsen, ist ein bizarres Fotomotiv und Schnorchelspot zugleich.
Antiparos
Antiparos ist das perfekte Gegenprogramm zum Kykladen-Trubel – eine winzige Insel direkt gegenüber von Paros, die mit ihrer entspannten Atmosphäre, naturbelassenen Stränden und dem Charme eines griechischen Dorfes vor 30 Jahren bezaubert. Nur 45 Quadratkilometer groß und mit weniger als 1.200 Einwohnern, fühlt sich Antiparos an wie das Griechenland, das man in Reiseführern aus den 1980ern findet – und genau das macht seinen Reiz aus. Das einzige Dorf der Insel ist ein Labyrinth aus weißen Gassen, die um eine venezianische Kastro-Festung herum gewachsen sind. Bunte Bougainvillea ranken über Steinmauern, Katzen dösen auf den Treppen, und in den wenigen Tavernen sitzen Einheimische und Besucher einträchtig nebeneinander. Tom Hanks hat hier ein Haus, und andere Prominente schätzen Antiparos genau wegen dieser unaufgeregten Atmosphäre. Das Highlight der Insel ist die Tropfsteinhöhle von Antiparos, eine der eindrucksvollsten des Mittelmeerraums. Über 400 Stufen führen hinab in ein unterirdisches Wunderland aus Stalaktiten und Stalagmiten, die über Jahrmillionen gewachsen sind. Lord Byron soll hier im 19. Jahrhundert seinen Namen in den Felsen geritzt haben. Die Strände der Insel – Soros, Camping Beach und das abgelegene Faneromeni – bieten kristallklares Wasser ohne jeden Rummel. Von Paros aus setzt man mit der kleinen Fähre in nur sieben Minuten über – Antiparos ist damit der perfekte Tagesausflug oder Ruhepol für alle, die auf Paros übernachten. Deutsche Urlauber erreichen Paros per Direktflug oder über Athen per Fähre. Ein Tag auf Antiparos gehört zum Pflichtprogramm jeder Kykladen-Reise.
Folegandros
Folegandros ist das Geheimnis der Kykladen — eine winzige, zerklüftete Insel, die im Schatten der berühmten Nachbarn Santorini und Milos steht und genau deshalb ihren unverfälschten Charakter bewahrt hat. Wer Folegandros besucht, erlebt das Griechenland, das Santorini vor 30 Jahren war: weiß getünchte Häuser am Klippenrand, keine Kreuzfahrtschiffe, keine Souvenir-Shops. Die Chora von Folegandros thront auf einer 200 Meter hohen Klippe über dem Meer und gilt als eine der schönsten Dorfansichten der gesamten Ägäis. Die Panagia-Kirche auf dem Hügel darüber ist über einen steilen Zick-Zack-Pfad erreichbar und bietet bei Sonnenuntergang einen Anblick, der selbst Santorini in den Schatten stellt — ohne die Menschenmassen. Die drei Dörfer der Insel — Chora, Karavostasis (der Hafen) und Ano Meria — sind durch eine einzige Straße verbunden. Ano Meria im Nordwesten bewahrt das traditionelle Kykladen-Leben: hier dreschen Bauern noch Getreide auf traditionellen Rundplätzen und halten Ziegen zwischen Trockenmauern. Die Strände sind klein, wild und über Wanderpfade erreichbar: Katergo, nur per Boot oder steilen Abstieg zugänglich, überrascht mit feinem Kies und smaragdgrünem Wasser unter weißen Klippen. Folegandros ist keine Insel für Massentourismus — es ist ein Ort für Wanderer, Romantiker und alle, die im Mittelmeer noch echte Stille suchen.
Hydra
Hydra ist die vielleicht eleganteste Insel Griechenlands – und die einzige, auf der motorisierte Fahrzeuge komplett verboten sind. Keine Autos, keine Motorroller, keine Busse. Stattdessen klappern Esel und Maultiere über die Kopfsteinpflasterstraßen, und der Klang der eigenen Schritte ist das lauteste Geräusch in den verwinkelten Gassen. Dieses autofreie Konzept macht Hydra zu einem einzigartigen Rückzugsort, der Künstler, Schriftsteller und Filmemacher seit Jahrzehnten anzieht – Leonard Cohen lebte hier in den 1960ern und schrieb einige seiner berühmtesten Songs. Der Hafen von Hydra ist ein Meisterwerk der Architektur. Graue Steinvillen aus dem 18. Jahrhundert, einst den reichen Reedern der Insel gehörend, umrahmen das sichelförmige Hafenbecken wie ein natürliches Amphitheater. Elegante Cafés und Tavernen säumen die Promenade, Yachten schaukeln im Wasser, und die Atmosphäre erinnert mehr an Saint-Tropez als an eine griechische Insel. Jenseits des Hafens offenbart Hydra seine wilde Seite. Wanderwege führen durch duftende Pinien- und Macchiawälder zu einsamen Buchten und Klöstern. Vlychos und Bisti sind die beliebtesten Strände, erreichbar per Wassertaxi oder zu Fuß. Das Kloster Profitis Ilias thront auf dem höchsten Punkt der Insel und bietet einen atemberaubenden Blick über den Saronischen Golf bis zum Peloponnes. Von Athen aus erreicht man Hydra in nur anderthalb Stunden mit dem Schnellboot von Piräus – perfekt auch für einen Tagesausflug. Für deutsche Urlauber empfiehlt sich ein Kombinationsaufenthalt: einige Tage Athen und dann die Fähre nach Hydra. Die Insel ist klein genug, um sie zu Fuß zu erkunden, aber groß genug für drei bis vier Tage voller Entdeckungen.
Ikaria
Ikaria ist die Insel, auf der die Zeit stehen geblieben ist – und genau das ist ihr Geheimnis. Als eine der fünf „Blue Zones" der Welt, in denen Menschen überdurchschnittlich alt werden, hat diese nordägäische Insel internationale Aufmerksamkeit erlangt. Auf Ikaria werden die Menschen regelmäßig über 90 Jahre alt, viele erreichen die 100. Das Geheimnis? Ein Leben ohne Stress, starke Gemeinschaft, mediterrane Ernährung, tägliche Bewegung in der hügeligen Landschaft und reichlich lokaler Rotwein. Das Tempo auf Ikaria ist legendär langsam. Geschäfte öffnen, wann es dem Besitzer passt, Mittagsschlaf ist heilig, und die berühmten Panigiria – traditionelle Dorffeste mit Musik, Tanz und Wein, die die ganze Nacht dauern – finden im Sommer fast täglich in einem anderen Dorf statt. Diese Feste sind das soziale Rückgrat der Insel und für Besucher ein unvergessliches Erlebnis griechischer Gastfreundschaft. Die Landschaft ist überraschend wild und grün für eine griechische Insel. Dichte Wälder bedecken das Berginnere, Wasserfälle stürzen in natürliche Pools, und die Thermalquellen von Therma gehören zu den radioaktivsten und heilkräftigsten des Mittelmeerraums. Die Strände sind oft menschenleer – Seychelles Beach mit seinen türkisblauen Felspools und Nas mit der antiken Artemis-Tempelruine sind Geheimtipps erster Güte. Von Deutschland aus erreicht man Ikaria über Athen per Inlandsflug oder mit der Fähre von Piräus (ca. 7 Stunden). Die Insel hat einen kleinen Flughafen mit einer der kürzesten Landebahnen Europas. Ein Mietwagen ist dringend empfohlen, da die Busverbindungen unzuverlässig sind – ganz im Geist der Insel.
Ios
Ios ist die Insel der Kontraste – tagsüber ein kykladisches Bilderbuch mit weißen Würfelhäusern und goldenen Stränden, nachts eine der wildesten Partydestinationen des Mittelmeers. Die kleine Kykladeninsel zwischen Naxos und Santorini hat sich in den letzten Jahrzehnten als legendärer Partyort einen Namen gemacht, doch hinter der Fassade der Clubs und Bars verbirgt sich eine überraschend vielseitige Insel mit spektakulären Stränden, antiker Geschichte und ruhigen Ecken. Mylopotas Beach ist der Hauptstrand und das Epizentrum des Sommerlebens. Der breite Sandstrand erstreckt sich über einen Kilometer und bietet tagsüber Sonnenliegen, Wassersport und Beach-Bars, die ab dem Nachmittag zur Open-Air-Disko werden. Für ruhigere Alternativen sorgen Manganari im Süden – ein Paradies aus mehreren verbundenen Buchten mit karibischem Flair – und Kleftiko-ähnliche Felsbuchten an der Westküste. Die Chora von Ios, das Hauptdorf auf dem Hügel über dem Hafen, ist tagsüber ein Traum aus weißen Gassen, blauen Kuppeln und blühenden Bougainvillea. Über 70 Bars und Clubs konzentrieren sich auf engstem Raum – im Sommer verwandelt sich die Chora nach Mitternacht in eine einzige große Party unter freiem Himmel. Doch Ios hat auch eine ernste kulturelle Seite: Der Legende nach ist Homer, der Dichter der Ilias und Odyssee, hier begraben. Sein mutmaßliches Grab befindet sich im Norden der Insel und kann erwandert werden. Von Deutschland aus erreicht man Ios über Athen und Fähre (Schnellfähre ca. 3,5 Stunden ab Piräus) oder per Fähre von Santorini in nur 35 Minuten. Ios lässt sich perfekt mit Santorini und Naxos zu einer Inselhopping-Route kombinieren.
Karpathos
Karpathos liegt wie ein wilder Diamant zwischen Kreta und Rhodos in der südöstlichen Ägäis und ist eine der authentischsten Inseln Griechenlands. Hier weht ein kräftiger Meltemi-Wind, der die Insel zum Paradies für Windsurfer und Kitesurfer macht, während er gleichzeitig die Strände herrlich leer fegt. Anders als auf den bekannteren Nachbarinseln hat Karpathos seinen ursprünglichen Charakter bewahrt – in den Bergdörfern tragen ältere Frauen noch traditionelle Trachten und pflegen Bräuche, die andernorts längst verschwunden sind. Das Bergdorf Olympos im Norden der Insel ist das kulturelle Herz von Karpathos. Es klebt wie ein Adlerhorst an einem Bergrücken und ist nur über eine kurvenreiche Straße oder per Boot erreichbar. Hier wird noch ein archaischer dorischer Dialekt gesprochen, in den Häusern stehen handbemalte Holztruhen und die Windmühlen mahlen noch immer Getreide. Olympos fühlt sich an wie eine Zeitreise ins Griechenland vergangener Jahrhunderte. Die Strände von Karpathos gehören zu den schönsten der Dodekanes-Inselgruppe. Apella Beach, eingebettet zwischen Felsklippen und Pinien, wurde mehrfach als einer der besten Strände Griechenlands ausgezeichnet. Kyra Panagia und Ahata begeistern mit kristallklarem Wasser und wilder Natur. Die Hauptstadt Pigadia bietet eine lebhafte Hafenpromenade mit Tavernen und Cafés. Von Deutschland aus erreicht man Karpathos im Sommer per Direktcharter oder über Athen und Rhodos. Die Insel hat einen eigenen kleinen Flughafen. Ein Mietwagen oder Quad ist empfehlenswert, um die verstreuten Strände und Dörfer zu erreichen. Die Preise sind moderat, die Gastfreundschaft groß und das Gefühl von Abenteuer allgegenwärtig.
Koufonisia
Koufonisia ist das kleinste bewohnte Inselparadies der Kykladen — ein flaches, autofreies Eiland von nur 3,5 Quadratkilometern, das in den letzten Jahren zum Geheimtipp für griechische Insider geworden ist. Ano Koufonisi, die bewohnte Hauptinsel, beweist, dass man für karibische Strände nicht um die halbe Welt fliegen muss. Die Südküste der Insel ist eine Kette natürlicher Felspools und goldener Sandstrände: Pori, Fanos und Italida bieten türkisfarbenes, seichtes Wasser über hellem Sandgrund — so flach und warm, dass es sich wie eine natürliche Badewanne anfühlt. Die Felsformationen zwischen den Stränden bilden natürliche Schwimmbecken und Sprungfelsen, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Das winzige Dorf Koufonisi besteht aus einer einzigen Hauptstraße, einem Hafen mit bunten Fischerbooten und einer Handvoll Tavernen und Cafes. Kein Auto stört die Stille — die gesamte Insel ist zu Fuß in einer Stunde umrundet. Der Weg entlang der Südküste von Strand zu Strand gehört zu den schönsten Spaziergängen Griechenlands. Kato Koufonisi, die unbewohnte Schwesterinsel, ist per kleinem Boot in 10 Minuten erreichbar und bietet absolute Einsamkeit: wilde Strände, keine Infrastruktur, nur das Meer und der Wind. Koufonisia ist Griechenland in seiner reinsten, einfachsten Form — Sand, Sonne, Meer und Tavernen-Abende unter Sternen.
Lesbos
Lesbos ist die drittgrößte Insel Griechenlands und ein faszinierendes Reiseziel abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Die Insel in der nordöstlichen Ägäis überrascht mit einer landschaftlichen Vielfalt, die ihresgleichen sucht: Von den versteinerten Wäldern von Sigri, die zu den bedeutendsten geologischen Denkmälern Europas zählen, über die heißen Quellen von Polichnitos bis zu den endlosen Olivenhainen, die das Hinterland in ein silbergrünes Meer verwandeln. Über elf Millionen Olivenbäume wachsen auf Lesbos – die Insel ist einer der wichtigsten Olivenöl-Produzenten des Mittelmeerraums. Die Hauptstadt Mytilini empfängt Besucher mit einer lebhaften Hafenpromenade, neoklassizistischen Herrenhäusern und einer mächtigen byzantinischen Festung. Das malerische Fischerdorf Molyvos im Norden, überragt von einer mittelalterlichen Burg, gilt als eines der schönsten Dörfer Griechenlands. Skala Eressos an der Westküste begeistert mit einem langen Sandstrand und alternativer Atmosphäre. Lesbos ist zudem die Heimat des Ouzo – die Destillerien von Plomari produzieren den besten Anisschnaps Griechenlands, und eine Verkostungstour gehört zum Pflichtprogramm. Für Vogelbeobachter ist Lesbos ein Paradies: Die Salzpfannen bei Kalloni ziehen im Frühjahr Tausende Flamingos und seltene Zugvögel an. Die Thermalquellen der Insel, darunter die heißesten Europas bei Polichnitos mit 87°C, bieten natürliche Wellness seit der Antike. Von Deutschland aus erreicht man Lesbos per Direktflug im Sommer in etwa drei Stunden oder über Athen. Ein Mietwagen ist unbedingt empfehlenswert, da die Insel weitläufig ist und die schönsten Orte verstreut liegen.
Sifnos
Sifnos gilt als die kulinarische Insel Griechenlands — ein ruhiges Kykladen-Juwel, das für seine Töpferkunst, exzellente Küche und wunderschönen Wanderwege bekannt ist. Die Insel hat mehr Kirchen als Häuser (über 360!) und ein Netz aus gepflasterten Wanderpfaden, die durch Olivenhaine und an einsamen Buchten entlangführen. Sifnos ist die Insel für Genießer, die das authentische Griechenland suchen.
Skopelos
Skopelos wurde durch den Film "Mamma Mia!" weltberühmt — die Kirche Agios Ioannis sto Kastri auf ihrem dramatischen Felsvorsprung über dem Meer ist die ikonische Filmkulisse, in der die Hochzeitsszene gedreht wurde. Doch Skopelos ist weit mehr als ein Filmset: Die grünste Insel der Ägäis überrascht mit dichten Pinienwäldern, die bis ans Meer reichen, und einer Authentizität, die viele griechische Inseln längst verloren haben. Die Chora (Hauptstadt) von Skopelos ist ein architektonisches Juwel: weiß getünchte Häuser mit Schieferdächern und bunten Fensterläden klettern einen Hügel hinauf, gekrönt von einer venezianischen Festung. Über 360 Kirchen und Kapellen verteilen sich über die kleine Insel — man sagt, es sei eine der höchsten Kirchen-pro-Einwohner-Dichten der Welt. Die Strände Skopelos' sind von Pinien gesäumt und meist mit weißen Kieseln bedeckt: Kastani (der zweite Mamma-Mia-Drehort), Milia, Panormos und Hovolo bieten klares, smaragdgrünes Wasser in von Wald umrahmten Buchten. Die Wanderwege der Insel führen durch Olivenhaine, Pflaumengärten und duftenden Kiefernwald. Skopelos ist berühmt für seine Pflaumen — die dunklen, süßen Pflaumen von Skopelos sind ein geschütztes Produkt, das zu Marmelade, Likör und gedörrten Delikatessen verarbeitet wird. Das kulinarische Erbe der Insel ist tief verwurzelt: Käsepasteten, Honigtörtchen und frischer Fisch prägen die Tavernen-Kultur.
Symi
Symi ist das Postkartenmotiv der Ägäis schlechthin — der Hafen von Gialos, gesäumt von neoklassizistischen Häusern in allen Pastelltönen von Ocker über Terrakotta bis Sonnengelb, gestaffelt an steilen Hängen, gilt als einer der fotogensten Orte ganz Griechenlands. Wenn die Fähre in den Hafen einfährt, stockt Passagieren regelmäßig der Atem. Die Insel gehört zum Dodekanes und liegt nur 25 Kilometer vor der türkischen Küste — näher an Marmaris als an jeder griechischen Großstadt. Symi war einst wohlhabender als Rhodos: die Schwammtaucher-Industrie machte die Insel im 19. Jahrhundert reich, und die prächtigen Kapitänshäuser am Hafen zeugen von diesem goldenen Zeitalter. Die Tradition des Schwammtauchens lebt in den Souvenirläden fort. Das Kloster Panormitis im Süden der Insel ist eines der bedeutendsten religiösen Zentren der Dodekanes: dem Erzengel Michael geweiht, empfängt es Pilger aus ganz Griechenland. Der Innenhof mit seinem Kieselsteinmosaik und der barocke Glockenturm bilden ein harmonisches Ensemble. Die Oberstadt Chorio erreicht man über 500 Stufen — die Kali Strata — und wird mit einem Panorama belohnt, das von Symi über das Meer bis zur türkischen Küste reicht. Die Buchten der Insel — Nanou, Marathounda, Agia Marina — sind per Boot oder Wanderweg erreichbar und bieten kristallklares Wasser in absoluter Abgeschiedenheit. Symis Garnelen gelten als die besten der Ägäis.
Syros
Syros ist die heimliche Hauptstadt der Kykladen – und doch von den meisten Touristen übersehen. Als Verwaltungssitz der gesamten Kykladengruppe besitzt Syros mit Ermoupoli eine der grandiosesten Städte ganz Griechenlands: ein neoklassizistisches Juwel, das im 19. Jahrhundert der wichtigste Hafen des Landes war und Piräus den Rang ablief. Das prachtvolle Rathaus, das Apollon-Theater – eine Miniaturausgabe der Mailänder Scala – und die eleganten Platia-Miaouli mit ihren Marmorböden und Palmenbäumen zeugen von diesem einstigen Glanz. Was Syros von allen anderen Kykladeninseln unterscheidet, ist seine einzigartige religiöse und kulturelle Doppelidentität. Während die meisten griechischen Inseln griechisch-orthodox geprägt sind, hat Syros eine bedeutende katholische Gemeinde. Die obere Stadt Ano Syros, eine mittelalterliche venezianische Siedlung mit der katholischen Kathedrale San Giorgio, thront auf dem einen Hügel, während die orthodoxe Kirche Anastasis den anderen krönt. Diese Dualität prägt die Architektur, die Feste und sogar die Küche der Insel. Die Strände von Syros sind weniger spektakulär als auf Mykonos oder Naxos, dafür aber angenehm ruhig. Galissas, Kini und Vari bieten sandige Buchten mit familienfreundlichem Wasser. Im Süden verstecken sich die Felsbuchten von Ambela und Megas Gialos. Die wahre Stärke von Syros liegt jedoch in der Kultur: Konzerte, Theater, Kunstfestivals und ein lebhaftes ganzjähriges Nachtleben in Ermoupoli machen die Insel zum Kulturzentrum der Kykladen. Von Piräus aus erreicht man Syros per Schnellfähre in zwei Stunden – die Insel liegt zentral und eignet sich perfekt als Ausgangspunkt für Inselhopping in den Kykladen.
Santorini
Santorini ist die wohl ikonischste griechische Insel und ein Traumziel für Romantiker aus aller Welt. Die Insel verdankt ihre dramatische Form einem gewaltigen Vulkanausbruch, der vor über 3.600 Jahren die Mitte der Insel versinken liess und eine sichelförmige Caldera schuf — einen überschwemmten Krater von atemberaubender Schönheit. Die Dörfer Oia, Fira und Imerovigli kleben wie Schwalbennester an den steilen Caldere-Klippen, und der Sonnenuntergang von Oia, bei dem die Sonne glutrot im Meer versinkt, zählt zu den berühmtesten der Welt. Die vulkanische Geologie pragt alles auf Santorini: Die Strände bestehen aus schwarzem (Kamari, Perissa), rotem (Red Beach) oder weißem (White Beach) Vulkangestein, die heißen Quellen vor der Vulkaninsel Nea Kameni laden zum Thermalbaden ein, und die einzigartige Assyrtico-Traube gedeiht in windgepeitschten, am Boden kriechenden Rebenkörben — die Weine Santorinis zählen zu den besten Griechenlands. Eine Weinprobe bei Santo Wines oder Venetsanos mit Caldera-Blick gehört zum Pflichtprogramm. Unter dem Touristenglamour verbirgt sich eine faszinierende Geschichte: Akrotiri, das „griechische Pompeji“, ist eine minoische Stadt, die der Vulkanausbruch unter Asche konservierte — dreistöckige Häuser, Fresken und ein ausgeklügeltes Abwassersystem aus der Bronzezeit. Das prähistorische Museum in Fira zeigt die berühmten Boxerfresken und Goldschmuck. Abseits der Caldera überrascht das Hinterland mit dem traditionellen Dorf Pyrgos, der venezianischen Festung Kasteli und dem Leuchtturm von Akrotiri mit Panoramablick. Santorini ist per Schnellfähre (5 Stunden ab Piräus) oder Flug (45 Minuten ab Athen) erreichbar und lässt sich ideal mit einem Inselhopping zu Mykonos, Naxos oder Paros verbinden.
Kreta
Kreta ist die größte und vielfältigste Insel Griechenlands und ein Kontinent im Miniaturformat. Hier entstand vor über 4.000 Jahren die minoische Hochkultur, die älteste Europas, deren Paläste in Knossos, Phaistos und Malia noch heute faszinieren. Die Insel begeistert mit dramatischen Schluchten wie der 16 Kilometer langen Samaria-Schlucht, Traumstränden wie Elafonisi und Balos, schneebedeckten Bergen und einem Hinterland, das authentischer kaum sein könnte. Die vier Regionen Kretas bieten jeweils einen eigenen Charakter: Chania im Westen mit dem venezianischen Hafen und den Weißen Bergen, Rethymno mit der besterhaltenen Renaissance-Altstadt Griechenlands und der Festung Fortezza, Heraklion als pulsierende Hauptstadt mit dem Archäologischen Museum und Knossos, und Lasithi im Osten mit dem Palmenstrand von Vai, der Insel Spinalonga (einst Leprakolonie, heute Bestseller-Schauplatz) und dem Hippie-Paradies Matala. Kretas Küche gilt als die beste Griechenlands und Grundlage der beruhmten mediterranen Diät: Erstklassiges Olivenöl, Dakos-Gerstenzwieback mit Tomaten und Mizithra-Käse, Schnecken (Chochlioi) in verschiedenen Zubereitungen, Lamm mit Stamnagathi-Wildkräutern und der allgegenwärtige Raki (Tsikoudia) als Digestif und Begleiter zu jedem Anlass. Die Kreter sind berühmt für ihre Gastfreundschaft — ein spontanes Essen bei einer kretischen Familie gehört zu den unvergesslichsten Reiseerlebnissen Griechenlands. Kreta ist ganzjährig bereisbar: Im Winter locken die Berge zum Wandern, im Frühjahr blühen Wildblumen in den Schluchten, und die Badesaison reicht von Mai bis Oktober.
Korfu
Korfu, die grünste der griechischen Inseln, trägt die Spuren von vier Jahrhunderten venezianischer Herrschaft in jeder Gasse und jedem Palazzo. Die Altstadt von Kerkyra (UNESCO-Welterbe) besticht mit ihrem einzigartigen Mix aus venezianischen Bogengängen, französisch anmutenden Esplanaden und britischen Kolonialbauten — ein architektonisches Kaleidoskop, das in Griechenland seinesgleichen sucht. Die enge Liston-Promenade mit ihren eleganten Cafes erinnert an die Rue de Rivoli in Paris. Der Achilleion-Palast, einst Sommerresidenz der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sisi), thront auf einem Hügel südlich der Stadt und bietet von seinen Gärten einen atemberaubenden Blick über das Ionische Meer. Paleokastritsa an der Westküste vereint sechs türkisgrüne Buchten zwischen steil aufragenden Klippen — ideal zum Schwimmen, Schnorcheln und für Bootstouren zu versteckten Grotten. Der Canal d'Amour bei Sidari mit seinen bizarr geformten Sandsteinfelsen gilt als romantischster Badeort der Insel. Korfus Landschaft ist überraschend üppig: Olivenhaine (über vier Millionen Bäume), Zypressenwälder und Orangenplantagen prägen das Hinterland. Der 906 Meter hohe Mount Pantokrator bietet bei klarem Wetter Blicke bis nach Albanien und zum griechischen Festland. Die korfiotische Küche spiegelt den venezianischen Einfluss wider: Sofrito (Fleisch in Knoblauch-Weißwein-Sauce), Pastitsada und Kumquat-Likör sind lokale Spezialitäten. Korfu verbindet griechische Leichtigkeit mit italienischer Eleganz — eine Kombination, die süchtig macht.
Rhodos
Rhodos, die größte Insel des Dodekanes, verbindet über 3.000 Jahre Geschichte mit traumhaften Stränden und mehr als 300 Sonnentagen im Jahr. Die mittelalterliche Altstadt von Rhodos-Stadt ist die besterhaltene Festungsstadt Europas und UNESCO-Welterbe: Hinter mächtigen Mauern aus der Kreuzritterzeit erstreckt sich ein Labyrinth aus kopfsteingepflasterten Gassen, osmanischen Moscheen, byzantinischen Kirchen und gotischen Palästen. Der Großmeisterpalast der Johanniter thront über allem und beherbergt heute ein Museum mit antiken Mosaiken. Die Ritterstraße (Odos Ippoton) gilt als besterhaltene mittelalterliche Straße Europas und führt direkt zum Palast hinauf. Auf dem Mandraki-Hafen, wo einst der legendäre Koloss von Rhodos gestanden haben soll, wachen heute zwei Bronzehirsche. Lindos an der Ostküste bezaubert mit seinen weißen Würfelhäusern, die sich unter einer antiken Akropolis mit Athena-Tempel an die Klippen schmiegen — der Blick von oben auf die Bucht ist unvergesslich. Das Tal der Schmetterlinge (Petaloudes) lockt im Sommer Millionen Falter des Russischen Bären in einen schattigen Waldcanyon. Die Thermen von Kallithea mit ihrer Art-Deco-Architektur und natürlichen Quellen laden zum Baden ein. Prassonissi an der Südspitze ist ein Paradies für Windsurfer und Kitesurfer, wo sich Aegäis und Mittelmeer treffen. Rhodos verbindet griechische Gastfreundschaft, mittelalterliches Flair und sonnenverwöhnten Strandurlaub wie kaum ein anderer Ort im Mittelmeer.
Mykonos
Mykonos ist die kosmopolitischste Insel Griechenlands und ein Magnet für Partyänger, Prominente und Strandurlauber gleichermassen. Die Chora (Altstadt) mit ihren blendend weißen Gassen, den berühmten Windmühlen über dem Meer und dem Viertel Klein-Venedig, wo die Häuser direkt aus dem Wasser ragen, ist der Inbegriff kykladischer Ästhetik. Bei Sonnenuntergang verwandelt sich Klein-Venedig in eine der romantischsten Kulissen des Mittelmeerraums, während das berühmte Pelikan-Maskottchen Petros (bzw. seine Nachfolger) durch die Gassen stolziert. Die Strände von Mykonos bedienen jeden Geschmack: Paradise und Super Paradise Beach sind legendäre Party-Strände mit DJs und Champagner-Bars, Elia Beach ist der längste und familienfreundlichste, Agios Sostis bietet unberührte Ruhe ohne Infrastruktur, und Panormos hat sich zum hippen Hotspot mit Beachclubs entwickelt. Die Wasserqualität ist durchgehend exzellent, und der Meltemi-Wind sorgt auch im Hochsommer für Abkühlung. Mykonos' Nachtleben ist legendär und reicht von eleganten Cocktailbars bis zu Open-Air-Clubs, in denen internationale DJs bis zum Sonnenaufgang auflegen. Die Gastronomieszene hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt: Neben traditionellen Tavernen mit frischem Fisch und Kopanisti-Käse finden sich nun auch Gourmet-Restaurants mit Michelin-Ambitionen. Ein Tagesausflug zur unbewohnten Nachbarinsel Delos ist Pflicht — die heilige Insel Apollons mit ihren antiken Tempeln, der Löwen-Terrasse und Mosaiken ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Griechenlands und UNESCO-Welterbe. Mykonos ist von Athen per Schnellfähre in 2,5 Stunden oder per Flug in 30 Minuten erreichbar.
Zakynthos
Zakynthos (Zante), die drittgrößte der Ionischen Inseln, besitzt mit dem Navagio Beach einen der berühmtesten Strände der Welt. Die Schiffswrack-Bucht, nur per Boot erreichbar, liegt eingerahmt von bis zu 200 Meter hohen weißen Kalksteinklippen, in deren Mitte das rostige Wrack der MV Panagiotis auf blendend weißem Sand ruht. Das türkisblaü Wasser und die dramatische Kulisse machen Navagio zum meistfotografierten Strand Griechenlands — der Aussichtspunkt oberhalb der Klippe bietet die ikonische Vogelperspektive. Die Blaün Grotten (Blue Caves) an der Nordspitze der Insel beeindrucken mit natürlichen Felsbögen und Höhlen, in denen das Sonnenlicht das Wasser in unwirkliches Blau verwandelt. Bootstouren von Agios Nikolaos oder Porto Vromi führen sowohl zu den Grotten als auch zum Navagio Beach. Der Bochali-Aussichtspunkt oberhalb von Zakynthos-Stadt bietet bei Sonnenuntergang einen magischen Blick über die Stadt und das Ionische Meer. Zakynthos ist einer der wichtigsten Nistplätze der bedrohten Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta) im Mittelmeer. Im Nationalpark Meerespark Zakynthos an der Südküste (Laganas-Bucht) sind die Strände streng geschützt, und mit etwas Glück kann man die sanften Riesen beim Schnorcheln beobachten. Das bergige Hinterland überrascht mit traditionellen Dörfern wie Volimes und Kampi, Olivenhainen und dem Kloster Anafonitria. Die lokale Küche bietet Specialitäten wie Skordostoumbi (Knoblauch-Auberginen) und frisch gefangenen Fisch in den Tavernen am Hafen.
Kos
Kos, die drittgrößte Insel des Dodekanes, verbindet antike Heilkunst mit traumhaften Stränden und einer überraschend grünen Landschaft. Als Geburtsinsel des Hippokrates, dem Begründer der modernen Medizin, beherbergt Kos mit dem Asklepieion eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Griechenlands — die antike Heilstätte liegt auf drei Terrassen am Hang und bietet einen atemberaubenden Blick über die Meerenge bis zur türkischen Küste. In Kos-Stadt steht die berühmte Platane des Hippokrates, unter der er der Legende nach seine Schüler unterrichtete. Die mächtigen Mauern der Johanniterfestung Neratzia bewachen den Hafen, während in der Altstadt osmanische Moscheen neben antiken römischen Villen mit farbenpräghtigen Bodenmosaiken stehen — ein lebendiges Geschichtsbuch auf engstem Raum. Die Strände der Insel gehören zu den schönsten der Aegäis: Paradise Beach und Camel Beach im Süden bieten feinen Sand und kristallklares Wasser, während der Thermalstrand bei Agios Fokas mit seinen heißen vulkanischen Quellen ein weltweit einzigartiges Badeerlebnis direkt am Meer ermöglicht. An der Bros Therma Bucht mischt sich heißes Quellwasser natürlich mit dem kühlen Aegäischen Meer. Mit nur 4 km Entfernung zur türkischen Küste bieten sich Tagesausflüge nach Bodrum an. Die Insel ist dank ihres flachen Terrains ideal zum Radfahren, und die charmanten Bergdörfer Zia und Asfendiou im Dikeos-Gebirge überraschen mit traditionellen Tavernen und Panoramablicken. Beste Reisezeit: Mai bis Oktober.
Naxos
Naxos ist die größte und höchste Insel der Kykladen und überrascht mit einer landschaftlichen Vielfalt, die von endlosen Sandstränden über grüne Täler bis zu einem über 1.000 Meter hohen Gebirge reicht. Die Portara, das monumentale Marmortor eines nie fertiggestellten Apollon-Tempels aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., steht auf einer vorgelagerten Halbinsel und ist das ikonische Wahrzeichen der Insel — bei Sonnenuntergang rahmt es die sinkende Sonne perfekt ein. Die Altstadt von Naxos-Stadt (Chora) wird vom venezianischen Kastro gekrönt, einer Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert mit verwinkelten Gassen, katholischen Kirchen und dem Archäologischen Museum. Die Türen und Durchgänge des Kastro erzählen von der jahrhundertelangen venezianischen Herrschaft über die Kykladen. Im Inselinneren offenbart sich ein völlig anderes Gesicht: Das Bergdorf Halki mit seinen neoklassizistischen Herrenhäusern und der berühmten Kitron-Likör-Destillerie liegt inmitten von Olivenhainen. Apiranthos, das „Marmoddorf“, thront mit seinen Türmen und gepflasterten Gassen am Hang des Berges Za und beherbergt gleich vier kleine Museen. Die Filoti-Region bietet Wanderungen zum Zeus-Gipfel (1.004 m). Die Strände von Naxos sind die längsten und breitesten der Kykladen: Agios Prokopios, Agia Anna, Plaka und Mikri Vigla bieten kilometerlangen feinen Sand, flaches Wasser für Familien und hervorragende Windsurf-Bedingungen. Die fruchtbare Ebene der Tragaia macht Naxos zur Speisekammer der Kykladen — berühmt für Kartoffeln, Graviera-Käse und Kitron. Die Insel ist deutlich ursprünglicher und günstiger als die glamourösen Nachbarn Mykonos und Santorini.
Paros
Paros liegt im Herzen der Kykladen und verbindet authentisches Inselleben mit erstklassigen Stränden und einer pulsierenden Kunstszene. Im Gegensatz zum glamourösen Nachbarn Mykonos hat sich Paros seinen ursprünglichen Charme bewahrt — weißgetünchte Gassen, blaü Kuppelkirchen und Bougainvillea überall, dazu eine entspannte Atmosphäre, die Besucher sofort entschleunigt. Naoussa im Norden ist ein ehemaliges Fischerdorf, das heute als einer der charmantesten Orte der Kykladen gilt. Der venezianische Festungsturm im Hafen, die bunten Fischerboote und die hervorragenden Restaurants machen Naoussa zum perfekten Ort für romantische Abende. Parikia, die Hauptstadt, beeindruckt mit der Panagia Ekatontapyliani — einer der ältesten und besterhaltenen frühchristlichen Kirchen weltweit, die auf das 4. Jahrhundert zurückgeht. Die Strände von Paros sind legendär: Kolymbithres bezaubert mit seinen skulpturalen Granitfelsen, die von Wind und Wasser zu organischen Formen geschliffen wurden. Golden Beach (Chrysi Akti) und New Golden Beach an der Ostküste zählen zu den besten Windsurfspots Europas und sind regelmäßiger Austragungsort internationaler Wettbewerbe. Santa Maria Beach im Nordosten bietet türkises Wasser in einer geschützten Bucht. Paros war in der Antike für seinen reinweißen Marmor berühmt, aus dem unter anderem die Venus von Milo und Teile des Parthenon gefertigt wurden. Die antiken Marmorbrüche von Marathi können besichtigt werden. Von Paros erreicht man mit der Fähre in nur 10 Minuten die kleine Schwesterinsel Antiparos mit ihrer beeindruckenden Tropfsteinhöhle.
Milos
Milos ist die geologisch vielfältigste Insel der Kykladen und überrascht mit einer fast außerirdisch anmutenden Landschaft aus vulkanischem Gestein, über 70 Stränden und einer Geschichte, die bis in die Jungsteinzeit zurückreicht. Hier wurde 1820 die berühmte Venus von Milo gefunden, die heute im Louvre steht — das Meisterwerk, das die Insel weltweit bekannt machte. Sarakiniko ist der Inbegriff einer Mondlandschaft: Schneeweiße, vom Wind geschliffene Tuffsteinfelsen fallen in türkisblaüs Wasser ab und schaffen eine Szenerie, die man sonst nur von einem anderen Planeten erwartet. Kleftiko an der Südwestküste ist nur per Boot erreichbar — ein Labyrinth aus gewaltigen Meereshöhlen, natürlichen Felsbögen und kristallklarem Wasser, das einst als Piratenversteck diente. Eine Bootstour dorthin gehört zu den unvergesslichsten Erlebnissen der Aegäis. Die frühchristlichen Katakomben von Milos zählen zu den bedeutendsten der Welt außerhalb Roms. Das antike Theater oberhalb der Stelle, wo die Venus gefunden wurde, bietet Panoramablicke über den Golf von Milos. Das Fischerdorf Klima mit seinen bunt bemalten Bootsgaragen (Syrmata) direkt am Wasser ist eines der meistfotografierten Motive Griechenlands. Die vulkanische Vergangenheit beschert der Insel heiße Quellen, farbige Felsformationen in Rot, Orange und Gelb sowie Strände mit weißem, rotem und schwarzem Sand. Firopotamos, Tsigrado und Papafragas Beach bieten jeweils völlig unterschiedliche Badeerlebnisse. Milos ist noch deutlich ruhiger als Santorini, hat aber mindestens ebenso viel zu bieten — ein echter Geheimtipp für Kenner.
Kefalonia
Kefalonia ist die größte der Ionischen Inseln und besticht durch eine dramatische Landschaft aus schroffen Bergen, unterirdischen Seen und Stränden von überwältigender Schönheit. Myrtos Beach, eingebettet zwischen gewaltigen weißen Kalksteinklippen mit leuchtend türkisblaüm Wasser, gilt als einer der fotogensten Strände des gesamten Mittelmeerraums und wurde durch den Film „Captain Corelli’s Mandoline“ mit Nicolas Cage weltweit bekannt. Die Melissani-Höhle ist ein geologisches Wunder: Ein unterirdischer See, dessen eingestürztes Dach Sonnenlicht einlässt, das das Wasser in unwirklichen Blau- und Violetttönen erstrahlen lässt. Eine Bootsfahrt über diesen See gehört zu den magischsten Erlebnissen Griechenlands. Nur wenige Kilometer entfernt verschwindet in den Katavothres bei Argostoli Meerwasser auf rätselhafte Weise in Felsspalten, um unterirdisch die gesamte Insel zu durchqueren. Das venezianisch geprägte Fischerdorf Fiskardo im Norden ist das einzige, das vom verheerenden Erdbeben 1953 verschont blieb. Pastellfarbene Häuser säumen den malerischen Hafen, in dessen kristallklarem Wasser Segelboote aus ganz Europa ankern. Die hervorragenden Fischrestaurants servieren fangfrischen Fisch und den einzigartigen Robola-Wein, der ausschließlich auf Kefalonia angebaut wird. Wanderer finden im Nationalpark Ainos mit seinen uralten griechischen Tannen ein Paradies, während die Insel mit ihrem Berg Ainos (1.628 m) die höchste Erhebung aller Ionischen Inseln besitzt. Die ruhigen Buchten von Antisamos, Skala und Xi Beach bieten für jeden Geschmack den passenden Strand.
Lefkada
Lefkada ist eine Besonderheit unter den griechischen Inseln: Sie ist über eine Schwimmbrücke mit dem Festland verbunden und damit ohne Fähre erreichbar — ein enormer Vorteil für Reisende mit eigenem Auto. Die Westküste beherbergt einige der spektakulärsten Strände Europas, die es mit jeder Karibik-Postkarte aufnehmen können: Porto Katsiki mit seinen dramatischen weißen Klippen, Egremni mit dem türkisfarbenen Wasser und Kathisma als längster Sandstrand der Insel. Die Inselhauptstadt Lefkada-Stadt überrascht mit bunten Häusern im venezianischen Stil, deren obere Stockwerke traditionell aus erdbebensicherem Holz und Wellblech gebaut sind — ein architektonisches Kuriosum, das der Insel ihren einzigartigen Charakter verleiht. Die Fußgängerzone mit ihren Cafes, Boutiquen und traditionellen Bäckereien lädt zum Bummeln ein, während die Festung Santa Maura am nördlichen Zugang zur Insel von der venezianischen Vergangenheit erzählt. Das bergige Hinterland von Lefkada ist ein Paradies für Naturliebhaber: Traditionelle Bergdörfer wie Karya und Englouvi, wo der beste Honig und die berühmten Lefkada-Linsen herkommen, bieten authentisches griechisches Dorfleben. Am Südzipfel ragt das Kap Lefkatas empor — laut Legende stürzte sich die Dichterin Sappho hier aus Liebeskummer ins Meer. Die Ostküste mit den ruhigen Buchten von Nidri und Vassiliki ist ein Mekka für Segler und Windsurfer. Von Nidri starten Bootsausflüge zu den vorgelagerten Inseln Meganisi, Skorpios (einst Privatinsel von Aristoteles Onassis) und Madouri.
Samos
Samos, die Geburtsinsel des Mathematikers Pythagoras und der Göttin Hera, ist eine der grünsten und vielfältigsten Inseln der östlichen Aegäis. Dichte Pinien- und Zypressenwälder, rauschende Bergbäche und fruchtbare Täler mit Weinreben bedecken die bergige Insel, deren höchster Gipfel Kerkis mit 1.434 Metern steil aus dem Meer aufragt. Der berühmte Samos-Muskatellerwein wird seit der Antike gekeltert und gehört zu den ältesten Weinsorten der Welt. Die Hauptstadt Vathy besticht mit ihrem natürlichen Hafen und neoklassizistischen Herrenhäusern, während das Archäologische Museum eine der bedeutendsten Sammlungen archaischer Kunst beherbergt — darunter den über 5 Meter hohen Kouros von Samos. Das Heraion, der antike Tempel der Göttin Hera, und der Tunnel des Eupalinos, ein meisterliches Aquädukt aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., sind beide UNESCO-Welterbe und zeugen von der einstigen Bedeutung der Insel. Die Strände von Samos zählen zu den schönsten der Aegäis: Tsamadou mit seinem türkisblaün Wasser, Potami mit dem nahegelegenen Wasserfall und Psili Ammos mit feinem goldenen Sand. Das malerische Fischerdorf Kokkari mit seinen Steinhäusern und Tavernen direkt am Wasser ist ein Paradies für Windsurfer und Genießer gleichermassen. Samos liegt nur 1,6 Kilometer von der türkischen Küste entfernt — ein Tagesausflug nach Kusadasi und Ephesos ist problemlos möglich.
Thassos
Thassos ist die nördlichste und grünste Insel Griechenlands, nur 12 Kilometer vom makedonischen Festland entfernt und per kurzer Fährüberfahrt ab Kavala oder Keramoti erreichbar. Dichte Pinien- und Platanenwalder bedecken die bergige Insel bis hinunter zu den kristallklaren Buchten, was ihr den Beinamen „smaragdgrüne Insel“ eingebracht hat. Der Mount Ipsarion erhebt sich 1.205 Meter über dem Meer und bietet Wanderern spektakuläre Ausblicke über die nördliche Aegäis. Die Inselhauptstadt Limenas (Thassos-Stadt) vereint antike Ruinen mit lebendigem Hafenflair: Die Agora, das antike Theater mit Blick auf das Meer und die Akropolis mit Apollon-Tempel zeugen von der Blütezeit, als Thassos für seinen Goldbergbau und Marmorabbau berühmt war. Der schneeweiße Marmor von Thassos wird noch heute abgebaut und weltweit exportiert — die offenen Steinbrüche an der Ostküste sind ein ungewöhnlicher Anblick. Die Strände sind das größte Kapital der Insel: Golden Beach und Paradise Beach an der Ostküste erstrecken sich über Kilometer feinen Sandes, während die Marmorbucht (Marble Beach) mit ihren weißen Kieseln und dem glasklaren Wasser wie aus einer anderen Welt wirkt. Aliki an der Südküste verbindet eine archäologische Stätte mit zwei traumhaften Buchten. Giola, ein natürlicher Felsenpool direkt am Meer, ist Thassos' spektakulärstes Naturdenkmal. Die Insel ist ein Geheimtipp für Familien und Ruhesuchende — weit weniger überlaufen als die Kykladen, dafür authentisch griechisch mit hervorragender lokaler Küche und frischem Fisch direkt vom Boot.
Skiathos
Skiathos ist eine kleine, aber feine Insel in den Nördlichen Sporaden und berühmt für ihre über 60 Strände, die sich wie Perlen um die dicht bewaldete Küste reihen. Der Koukounaries Beach, eingerahmt von einer einzigartigen Pinienwaldlagune, zählt regelmäßig zu den schönsten Stränden des Mittelmeerraums und wurde wiederholt unter die Top-Strände Europas gewählt. Der feine goldene Sand, das kristallklare Wasser und die schattenspendenden Pinien direkt am Strand machen ihn zur Perfektion. Die Inselhauptstadt Skiathos-Stadt ist ein malerisches Ensemble aus weiß getauchten Häusern mit roten Ziegeldächern, die sich um einen natürlichen Doppelhafen gruppieren. Tavernen, Cocktailbars und kleine Boutiquen saumen die Uferpromenade und die autofreie Papadiamanti-Straße, benannt nach dem berühmtesten Schriftsteller der Insel, dessen Geburtshaus heute ein Museum ist. Das Nachtleben von Skiathos ist das lebendigste der Sporaden und zieht ein junges, internationales Publikum an. Neben den bekannten Stränden der Südküste lohnt ein Bootsausflug zur wilden Nordküste: Lalaria Beach mit seinen runden weißen Kieseln und dem natürlichen Felsbogen ist nur per Boot erreichbar und gehört zu den fotogensten Stränden Griechenlands. Das verfallene Kastro, eine byzantinische Festungsstadt auf einer Klippe im Norden, bietet Panoramablicke und Geschichte zugleich. Skiathos wurde durch den Film „Mamma Mia!“ international bekannt (gedreht wurde allerdings auf dem nahen Skopelos), und die Sporaden-Atmosphäre des Films ist hier allgegenwärtig. Die Insel ist von Thessaloniki oder Volos per Fähre erreichbar und eignet sich perfekt für einen einwöchigen Strandurlaub mit griechischem Charme.
Städte
Agios Nikolaos
Agios Nikolaos ist das mondäne Herz Ostkretens und ein Küstenstädtchen, das mit seinem berühmten Voulismeni-See, eleganten Boutiquen und einer entspannten, fast südfranzösisch anmutenden Atmosphäre begeistert. Die Hauptstadt der Präfektur Lasithi liegt an der Mirabello-Bucht, einer der schönsten Buchten des gesamten Mittelmeers, und hat sich von einem verschlafenen Fischerdorf zu einem beliebten Urlaubsziel mit internationalem Flair entwickelt, ohne dabei seinen griechischen Charme einzubüßen. Das absolute Wahrzeichen der Stadt ist der Voulismeni-See - ein kreisrundes, angeblich bodenloses Süßwasserbecken mitten im Stadtzentrum, das über einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden ist. Um den See gruppieren sich Cafes und Restaurants auf mehreren Ebenen, und die steilen Felswände, die den See einrahmen, verleihen dem Ort eine fast magische Atmosphäre. Der Legende nach badeten hier die Göttinnen Athene und Artemis. Die Stadt selbst besticht durch ihre hügelige Topographie mit malerischen Treppen, verwinkelten Gassen und Aussichtspunkten, von denen man immer wieder neue Perspektiven auf den See, den Hafen und die Bucht entdeckt. Der Yachthafen mit seinen eleganten Booten, die palmengesäumte Uferpromenade und die kleinen Stadtstrände Kitroplateia und Ammos laden zum Verweilen ein. Die Umgebung von Agios Nikolaos bietet einige der schönsten Strände Kretas, darunter den berühmten Vai-Palmenstrand und die Insel Spinalonga mit ihrer bewegenden Geschichte als ehemalige Leprakolonie. Von Deutschland aus erreicht man Agios Nikolaos über den Flughafen Heraklion in etwa einer Stunde Fahrzeit. Die Verbindung ist hervorragend, da Heraklion von zahlreichen deutschen Flughäfen direkt angeflogen wird. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, wobei der Herbst besonders mild und ruhig ist. Agios Nikolaos eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Erkundungen des wilden Ostkretens mit seinen Schluchten, Hochebenen und authentischen Bergdörfern.
Korfu-Stadt
Korfu-Stadt ist die eleganteste Stadt der griechischen Inseln — ein UNESCO-Welterbe, das venezianische, französische und britische Einflüsse zu einem einzigartigen architektonischen Cocktail vereint. Die Esplanade (Spianada), einer der größten Plätze Südeuropas, erinnert an die Rue de Rivoli in Paris, während die engen Gassen der Altstadt (Kantounia) mit ihren Wäscheleinen und versteckten Tavernen pures Venedig ausstrahlen. Die Alte Festung und die Neue Festung, beide venezianischen Ursprungs, thronen über der Stadt und bieten Panoramablicke über die albanische Küste und das Ionische Meer. Der Achilleion-Palast, den Kaiserin Sisi als Sommerresidenz erbauen ließ, liegt nur wenige Kilometer südlich und vereint neoklassizistische Pracht mit romantischen Gärten. Die Liston-Arkaden an der Esplanade laden zum Kaffeetrinken ein, während die Restaurants in der Altstadt Korfus berühmte Pastitsada und Sofrito servieren — venezianisch beeinflusste Gerichte, die es nur auf Korfu gibt. Im August feiert die Stadt ihr berühmtes Fest Mariä Himmelfahrt mit Prozessionen und dem spektakulären Vasilopita-Wurf aus den Fenstern. Von Deutschland aus erreicht man Korfu in nur 2,5 Flugstunden — viele Direktverbindungen im Sommer. Die Stadt ist das perfekte Basislager für Strandtage an den nahen Buchten von Paleokastritsa und Glyfada.
Lindos
Lindos ist der atemberaubendste Ort auf Rhodos und eines der fotogensten Dörfer des gesamten Mittelmeers. Das schneeweiße Dorf schmiegt sich an einen steilen Felsen, auf dessen Gipfel eine antike Akropolis über der tiefblauen Ägäis thront - ein Anblick, der seit Jahrtausenden Reisende in seinen Bann zieht. Die Kombination aus strahlend weißer kykladischer Architektur, antiken Ruinen und einer spektakulären Küstenkulisse macht Lindos zu einem Ort, den man einmal im Leben gesehen haben muss. Die Akropolis von Lindos, hoch über dem Dorf auf einem 116 Meter hohen Felsen gelegen, ist nach der Akropolis von Athen die meistbesuchte archäologische Stätte Griechenlands. Der Aufstieg durch die verwinkelten Gassen des Dorfes und über die steilen Treppen zum Gipfel wird mit einem atemberaubenden 360-Grad-Panorama belohnt: die Saint Pauls Bay zu Füßen, das endlose Blau der Ägäis, die Küste von Rhodos und bei klarer Sicht sogar die türkische Küste am Horizont. Oben erwarten den Besucher die Ruinen des Athena-Tempels aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., eine mittelalterliche Ritterburg und die Überreste einer byzantinischen Kirche. Die Saint Pauls Bay unterhalb der Akropolis ist eine herzförmige Bucht mit kristallklarem Wasser, die zu den schönsten Badebuchten Griechenlands zählt. Der Legende nach landete hier der Apostel Paulus im Jahr 51 n. Chr. Die kleine Kapelle am Ufer ist heute einer der beliebtesten Orte für Hochzeiten in ganz Griechenland. Der Hauptstrand von Lindos, die Lindos Beach, bietet feinen Sand und ruhiges Wasser, eingerahmt vom weißen Dorf und der Akropolis. Im Dorf selbst laden die autofreien Gassen zum Schlendern ein. Traditionelle Kapitänshäuser mit kunstvollen Kieselmosaik-Böden, versteckte Dachterrassen-Restaurants mit Akropolis-Blick und kleine Boutiquen prägen das Bild. Lindos liegt etwa 50 Kilometer südlich von Rhodos-Stadt und ist von dort in einer knappen Stunde erreichbar. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, wobei die Hochsaison im Juli und August sehr voll werden kann.
Monemvasia
Monemvasia ist eine mittelalterliche Felsfestung an der Ostküste des Peloponnes, die wie ein griechisches Gibraltar aus dem Meer ragt. Die Unterstadt, verborgen hinter der gewaltigen Felswand und nur durch ein einziges Tor zugänglich, offenbart sich als labyrinthisches Wunder aus byzantinischen Kirchen, venezianischen Palästen und blumengeschmückten Gässchen. Deutsche Kultururlauber erleben hier ein Stück lebendiges Mittelalter: Kein Auto darf hinein, die Waren werden auf Eseln transportiert, und abends, wenn die Tagestouristen verschwunden sind, gehört die magisch beleuchtete Festungsstadt den wenigen Übernachtungsgästen. Die Oberstadt mit ihrer gewaltigen Festungsruine bietet einen 360-Grad-Panoramablick über das Ägäische Meer. Monemvasia produziert seit der Antike den berühmten Malvasia-Wein, der einst in ganz Europa begehrt war.
Rethymnon
Rethymnon ist eine der bezauberndsten Städte Kretas und vereint venezianische Eleganz, osmanische Einflüsse und griechische Lebensfreude zu einem unwiderstehlichen Gesamtpaket. Die drittgrößte Stadt der Insel liegt an der Nordküste zwischen Heraklion und Chania und besitzt die besterhaltene Altstadt Kretas - ein Labyrinth aus engen Gassen, venezianischen Herrenhäusern mit schmiedeeisernen Balkonen, osmanischen Holzerkern und blumengeschmückten Innenhöfen, die zum Verweilen einladen. Das Herzstück ist der venezianische Hafen mit seinem malerischen Leuchtturm aus dem 16. Jahrhundert. Entlang der Hafenmole reihen sich Tavernen und Cafes aneinander, in denen man bei frischem Fisch und einem Glas Raki den Fischerbooten beim Schaukeln zusieht. Über der Stadt thront die mächtige Fortezza, eine der größten venezianischen Festungen des Mittelmeerraums, erbaut im 16. Jahrhundert zum Schutz gegen die Osmanen. Von den Festungsmauern aus schweift der Blick über die gesamte Stadt, den Hafen und das Meer bis zum Horizont. Rethymnon verfügt über einen wunderschönen, kilometerlangen Sandstrand direkt vor der Altstadt - eine Seltenheit für eine historische Stadt dieser Bedeutung. Der breite Strand mit seinem feinen Sand und dem flach abfallenden Wasser ist ideal für Familien. In den Sommermonaten verwandelt sich die Strandpromenade in eine lebhafte Flaniermeile mit Bars und Restaurants, während die Altstadt mit ihren versteckten Plätzen und Weinkellern eine intimere Atmosphäre bietet. Das Hinterland von Rethymnon überrascht mit dem Arkadi-Kloster, einem Nationaldenkmal des griechischen Freiheitskampfes, und den wilden Schluchten des Ida-Gebirges, wo der Gipfel des Psiloritis mit 2.456 Metern der höchste Berg Kretas ist. Von Deutschland aus erreicht man Rethymnon über den Flughafen Chania in etwa einer Stunde Fahrzeit oder über Heraklion in anderthalb Stunden. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, wobei die Nebensaison im Mai und Oktober besonders reizvoll ist.
Athen
Athen ist eine der ältesten Städte der Welt und die Wiege der westlichen Zivilisation, in der Demokratie, Philosophie und Theater ihren Ursprung nahmen. Die Akropolis mit dem Parthenon thront majesterisch über einer Metropole, die antike Ruinen nahtlos mit pulsierendem Großstadtleben verbindet. Zu Füssen des heiligen Felsens erstreckt sich die größte archäologische Fußgängerzone Europas — vom Kerameikos über die antike Agora und das Odeon des Herodes Atticus bis zum Tempel des Olympischen Zeus. Das neue Akropolis-Museum, ein architektonisches Meisterwerk von Bernard Tschumi, präsentiert die Parthenon-Skulpturen und Funde vom Heiligen Felsen in lichtdurchfluteten Räumen über einer sichtbaren antiken Ausgrabung. Das Nationalarchäologische Museum beherbergt die bedeutendste Antikensammlung weltweit, darunter die Goldmaske des Agamemnon und den Mechanismus von Antikythera — den ältesten Computer der Geschichte. Doch Athen ist weit mehr als Antike: Das Viertel Plaka mit seinen neoklassizistischen Häusern und Bougainvillea-Gassen, Monastiraki mit dem Flohmarkt und den Streetfood-Ständen, das alternative Exarchia mit seinen Grafitti-Kunstwerken und Anarcho-Cafes und das hippe Koukaki mit Rooftop-Bars und Blick auf die beleuchtete Akropolis bilden ein Mosaik urbaner Subkulturen. Die Athener Riviera entlang der Küste nach Süden bietet Badestrände und Fischrestaurants, während der Lykabettus-Hügel den besten 360-Grad-Blick über die Stadt bis zum Saronischen Golf bietet. Die Gastronomieszene boomt: Von traditionellen Tavernen mit Moussaka und Souvlaki bis zu preisgekrönten Restaurants mit moderner griechischer Küche ist alles vertreten.
Thessaloniki
Thessaloniki, Griechenlands zweitgrößte Stadt und heimliche Kulturhauptstadt, vereint 2.300 Jahre Geschichte mit einer lebendigen Gastronomie-Szene, die ihr den Ruf als kulinarische Hauptstadt des Landes eingebracht hat. Der Weiße Turm am Ufer des Thermaischen Golfs ist das Wahrzeichen der Stadt und bietet von seiner Dachterrasse einen herrlichen Rundumblick über die Bucht bis zum Olymp. Die byzantinischen Kirchen Thessalonikis gehören zum UNESCO-Welterbe und bergen einige der besterhaltenen Mosaiken und Fresken der frühchristlichen Kunst. Die Kirche Agios Dimitrios, dem Schutzpatron der Stadt gewidmet, beeindruckt mit ihrer fünfschiffigen Basilika und den goldschimmernden Mosaiken aus dem 7. Jahrhundert. Die Rotunda, ursprünglich ein römischer Tempel, diente als Kirche und Moschee und zeigt prachtvolle Kuppelmosaiken. Ano Poli, die Oberstadt mit ihren osmanischen Holzhäusern und byzantinischen Stadtmauern, bietet verwinkelte Gassen und den besten Blick über die gesamte Stadt. Die lebhafte Uferpromenade Nea Paralia erstreckt sich über 5 Kilometer mit Skulpturen, Parks und Cafes — hier trifft sich abends ganz Thessaloniki zum Flanieren. Was Thessaloniki besonders macht, ist das Essen: Bougatsa (warmer Blätterteig mit Creme), Koulouri (Sesamkringel), Souvlaki vom Holzkohlegrill und Meeresfrüchtegerichte präegen die Straßen. Der Modiano-Markt wurde 2023 aufwendig renoviert und verbindet historische Marktatmosphäre mit modernen Gastro-Konzepten. Die Ladadika-Gasse mit ihren Tavernen und Bars ist das Herz des Nachtlebens. Von Thessaloniki starten Ausflüge zur Halbinsel Chalkidiki mit karibischen Stränden und zum Heiligen Berg Athos.
Heraklion
Heraklion, Kretas Hauptstadt und größte Stadt, ist weit mehr als nur ein Tor zum legendären Palast von Knossos. Die lebhafte Hafenstadt hat sich in den letzten Jahren zur aufregenden Gastro- und Kulturmetropole Kretas entwickelt, die Geschichte und Moderne auf einzigartige Weise verbindet. Die venezianische Festung Koules wacht seit dem 16. Jahrhundert über den alten Hafen, während die mächtigen Stadtmauern zu den besterhaltenen venezianischen Befestigungsanlagen im gesamten Mittelmeerraum zählen. Das Archäologische Museum von Heraklion ist das bedeutendste Griechenlands nach dem Nationalmuseum in Athen und beherbergt die weltweit größte Sammlung minoischer Kunst: Der Diskos von Phaistos, die Schlangenpriesterin, die Fresken aus Knossos und filigrane Goldschmiedearbeiten aus der Zeit um 1.600 v. Chr. erzählen die Geschichte der ältesten Hochkultur Europas. Der Palast von Knossos selbst liegt nur fünf Kilometer südlich — mit seinen rekonstruierten Sälen, dem Thronsaal und dem Labyrinth, das die Minotaurus-Sage inspirierte. Die Altstadt überrascht mit versteckten Schätzen: Die Loggia, einst Treffpunkt des venezianischen Adels, der Morosini-Brunnen mit seinen Löwenköpfen auf der Plateia Venizelou, und die Kathedrale Agios Minas bilden das historische Herz. In den Seitengassen rund um die Odos 1866 und den Markt pulsiert das authentische Heraklion mit Mezedopolia, Raki-Bars und Geschäften, die kretischen Honig, Graviera-Käse und Olivenöl verkaufen. Das Grab des Schriftstellers Nikos Kazantzakis (Alexis Sorbas) auf der Martinengo-Bastion bietet den besten Panoramablick über Stadt und Meer.
Rhodos-Stadt
Rhodos-Stadt ist ein lebendiges Museum des Mittelalters und eine der beeindruckendsten historischen Städte des gesamten Mittelmeerraums. Die vollständig von mächtigen Mauern umgebene Altstadt ist die besterhaltene mittelalterliche Stadt Europas und UNESCO-Welterbe. Die imposante Ritterstraße (Odos Ippoton), auf der einst die Johanniterritter residierten, führt zum Großmeisterpalast — einer Festung, die wie ein Märchenschloss über der Stadt thront und Mosaiken aus der römischen Zeit beherbergt. Die Altstadt ist ein Labyrinth aus engen Gassen, byzantinischen Kirchen, osmanischen Moscheen und verborgenen Innenhöfen — man kann sich stundenlang darin verlieren und entdeckt ständig Neues. Das türkische Viertel rund um die Suleiman-Moschee atmet orientalisches Flair, während die Plateia Ippokratous mit dem Castellania-Brunnen das lebhafte Zentrum bildet. Der mittelalterliche Graben und die vier Kilometer lange Stadtmauer (begehbar!) bieten spektakuläre Perspektiven. Außerhalb der Altmaürn liegt die Neustadt mit dem Mandraki-Hafen, wo einst der Koloss von Rhodos — eines der Sieben Weltwunder der Antike — gestanden haben soll. Heute markieren zwei Hirschstatün die Hafeneinfahrt, und die drei historischen Windmühlen auf der Mole sind ein beliebtes Fotomotiv. Die Akropolis von Rhodos auf dem Monte Smith bietet den Apollon-Tempel und ein antikes Stadion mit Panoramablick. Die Sträende Elli Beach und Tsambika in der Nähe laden zum Baden ein, und das Nachtleben in der Orfanidou-Straße ist legendär. Rhodos-Stadt lässt sich perfekt mit Ausflügen zur Akropolis von Lindos, dem Tal der Schmetterlinge und den Thermalquellen von Kalithea verbinden.
Nafplio
Nafplio, die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands (1829–1834), ist die wohl romantischste Kleinstadt des Landes. Die elegante Altstadt mit venezianischen Herrenhäusern, neoklassizistischen Balkonen und versteckten Platanenplätzen breitet sich am Fuß der märchtigen Palamidi-Festung aus, die auf einem 216 Meter hohen Felsen über der Stadt thront. Der Aufstieg über 999 Stufen wird mit einem der großartigsten Panoramablicke des Peloponnes belohnt — über die Argolische Bucht bis zu den Bergen Arkadiens. Das winzige Bourtzi-Fort auf einer Insel direkt vor dem Hafen ist Nafplios Wahrzeichen und eines der meistfotografierten Motive Griechenlands. Die Altstadt selbst ist ein Genuss zum Flanieren: Enge Gassen mit Bougainvillea-bewachsenen Fassaden, elegante Cafes auf der Plateia Syntagma, türkische Brunnen und venezianische Löwenreliefs erzählen von den verschiedenen Herrschern, die hier ihre Spuren hinterliessen — Venezianer, Osmanen und die bayerischen Regenten unter König Otto I. Die Lage macht Nafplio zum idealen Ausgangspunkt für die bedeutendsten antiken Stätten des Peloponnes: Mykene mit dem Löwentor und den Schätzekammern Agamemnons liegt nur 25 Minuten entfernt, das antike Theater von Epidauros mit seiner legendären Akustik (eine fallende Münze ist in der letzten Reihe hörbar) 30 Minuten, und Tiryns mit seinen kyklopischen Mauern direkt vor den Toren der Stadt. Nafplios Gastronomieszene überrascht mit kreativer griechischer Küche, handgemachtem Eis und den besten Bougatsa-Blätterteigtaschen außerhalb Thessalonikis. Ein perfekter Ort für ein romantisches Wochenende oder als Basis für Peloponnes-Erkundungen.
Ioannina
Ioannina, die Hauptstadt des Epirus, ist eine der stimmungsvollsten Städte Griechenlands. Am Ufer des mystischen Pamvotis-Sees gelegen und von Bergen umgeben, strahlt die Stadt eine ganz eigene Atmosphäre aus, die sich von den typischen griechischen Küstenorten grundlegend unterscheidet. Die byzantinische Festung (Kastro), die älteste durchgehend bewohnte Festung Griechenlands, thront über dem See und beherbergt innerhalb ihrer Mauern Moscheen, Synagogen und das Silberkunst-Museum. Die Geschichte Ioanninas ist untrennbar mit Ali Pascha verbunden, dem legendären osmanischen Herrscher (1788–1822), der die Stadt zu einem der mächtigsten Zentren des Balkans machte. Sein Palast innerhalb der Festung, die Fethiye-Moschee und das Ali-Pascha-Museum auf der Seeinsel erzählen die Geschichte dieses schillernden Despoten. Die Insel im Pamvotis-See, per Boot in zehn Minuten erreichbar, beherbergt sieben byzantinische Klöster und Tavernen, die fangfrischen Aal, Froschschenkel und Krebse servieren. Ioannina ist auch eine lebendige Universitätsstadt mit 35.000 Studierenden, die das Nachtleben und die Gastronomieszene prägen. Die Litharitsia-Promenade am See, das Viertel rund um die Averoff-Straße mit Cafes und Bars sowie der traditionelle Markt bieten urbanes Flair. Die Tropfsteinhöhle von Perama, eine der größten und schönsten Griechenlands, liegt nur vier Kilometer außerhalb. Von Ioannina startet man zu den schönsten Zielen des Epirus: Zagori mit den Steindörfern und der Vikos-Schlucht (45 Minuten), Metsovo mit seinen Vlachen-Traditionen und dem Bergkäse, und die Küste von Parga und Preveza. Die berühmte epirtotische Küche mit ihren Pita-Varianten, dem langsam geschmorten Lamm und dem lokalen Tsipouro macht Ioannina zu einem kulinarischen Highlight Nordgriechenlands.
Chania
Chania gilt als die schönste Stadt Kretas und verzaubert mit ihrem malerischen venezianischen Hafen, dem ikonischen Leuchtturm und einem labyrinthischen Altstadtviertel aus venezianischen, osmanischen und byzantinischen Schichten. Das ehemalige Arsenale am Hafen, in dem einst venezianische Galeeren gebaut wurden, beherbergt heute Ausstellungen und Veranstaltungen, während die Hasan-Pascha-Moschee als markantes Relikt der osmanischen Zeit den Hafenplatz prägt. Die Altstadt von Chania ist eine der atmosphärischsten im gesamten Mittelmeerraum: Im jüdischen Viertel Evraiki duftet es aus ledergeschmückten Werkstätten, im Viertel Splantzia stehen uralte Platanen neben türkischen Minaretten, und in Topanas reihen sich elegante venezianische Palazzi aneinander. Der überdachte Markt (Agora), ein kreuzförmiger Bau von 1913, ist ein Fest für die Sinne mit kretischem Käse, Olivenöl, Kräutern, Honig und frischem Fisch. Das Maritime Museum und das Archäologische Museum in der ehemaligen Kirche San Francesco runden das kulturelle Angebot ab. Die Umgebung von Chania bietet spektakuläre Natur: Die Samaria-Schlucht, mit 16 Kilometern eine der längsten Schluchten Europas, startet in den Weißen Bergen und endet am Libyschen Meer. Die Strände von Balos (eine türkisblaü Lagune) und Falassarna (goldener Sand, spektakuläre Sonnenuntergänge) zählen zu den schönsten Kretas. Das Hinterland mit den Weißen Bergen (Lefka Ori, bis 2.453 Meter) bietet hervorragendes Wanderterrain. Chania ist die perfekte Basis für Westkreta — genug Stadtkultur für verregnete Tage und endlose Natur für sonnige.
Patras
Patras, Griechenlands drittgrößte Stadt, ist vor allem für ihren legendären Karneval bekannt — den größten in Griechenland und einen der größten Europas. Jedes Jahr im Februar verwandeln aufwendige Umzüge, Satire-Wagen, Maskenbälle und die berühmte Schatzsuche die Hafenstadt am Golf von Patras in ein rauschendes Fest, das über 300.000 Besucher anzieht. Der Höhepunkt ist die Verbrennung des Karnevalskönigs am letzten Abend — ein Spektakel griechischer Lebensfreude. Doch Patras hat weit mehr als Karneval zu bieten: Die römische Odeon-Konzerthalle aus dem 2. Jahrhundert, in der im Sommer noch immer Aufführungen stattfinden, das byzantinische Kastell auf dem Panachaikos-Hügel mit Panoramablick über die Stadt und den Golf, und die monumentale Kirche Agios Andreas — die größte Kirche Griechenlands und Wallfahrtsort für das Andreaskreuz des Apostels — sind beeindruckende Sehenswürdigkeiten. Die Treppengassen (Skales) der Oberstadt verbinden das Kastell mit der Unterstadt und sind gesäumt von neoklassizistischen Häusern und Bougainvillea. Als größte Universitätsstadt Westgriechenlands mit über 30.000 Studierenden pulsiert Patras mit jugendlicher Energie: Die Rhiga Feraiou und die Hafenpromenade sind voller Cafes, Bars und Tavernen mit Live-Musik. Die nahe Rio-Andirrio-Brücke, mit 2.880 Metern eine der längsten Schrägkseilbrücken der Welt, verbindet den Peloponnes mit dem Festland und ist ein architektonisches Wahrzeichen. Von Patras starten Fähren nach Italien (Ancona, Bari, Brindisi) und zu den Ionischen Inseln. Die nahegelegene Weinregion Achaia mit der Mavrodaphne-Kellerei und die antike Stätte Olympia (100 Kilometer südlich) machen Patras zum idealen Ausgangspunkt für den westlichen Peloponnes.
Strände
Chersonissos
Chersonissos ist Kretas Partyhauptstadt und gleichzeitig ein Familienparadies - eine Kombination, die auf den ersten Blick widersprüchlich klingt, aber dank der klugen Aufteilung des Ortes bestens funktioniert. Die lebhafte Küstenstadt an der Nordküste Kretas, etwa 25 Kilometer östlich von Heraklion, bietet alles, was einen perfekten Strandurlaub ausmacht: kilometerlange Strände, kristallklares Wasser, ein pulsierendes Nachtleben und zahlreiche Attraktionen für die ganze Familie. Die Hauptstraße von Chersonissos verwandelt sich nach Einbruch der Dunkelheit in eine pulsierende Partymeile mit Clubs, Bars und Open-Air-Diskotheken, die bis in die frühen Morgenstunden geöffnet sind. Deutsche, britische und skandinavische Urlauber feiern hier gemeinsam ausgelassene Sommernächte. Doch wer tagsüber Ruhe sucht, findet sie an den zahlreichen Stränden: Die kleine Bucht von Limanakia mit ihrem türkisfarbenen Wasser ist ein Schnorchelparadies, der Strand von Stalis bietet breiten Sand für Familien, und der Strand von Star Beach verbindet Badevergnügen mit Wasserrutschen und Pools. Für Familien ist der Acqua Plus Waterpark ein absolutes Highlight - einer der besten Wasserparks Griechenlands mit Rutschen für jedes Alter. Das Cretaquarium zeigt die faszinierende Unterwasserwelt des Mittelmeers, und das Lychnostatis Open-Air-Museum vermittelt die kretische Volkskultur auf lebendige Art. Wer dem Trubel entfliehen möchte, findet in den nahe gelegenen Bergdörfern Koutouloufari und Piskopiano authentisches Kreta mit Panoramablick über die Küste. Von Deutschland aus ist Chersonissos dank der Nähe zum Flughafen Heraklion in nur 20 Minuten Transferzeit erreichbar - einer der schnellsten Transfers aller griechischen Urlaubsorte. Die Saison läuft von April bis November, wobei der Hochsommer Juli und August am lebhaftesten und heißesten ist. Die Preise sind moderat und das Angebot an All-Inclusive-Hotels groß.
Elounda
Elounda ist Kretas exklusivste Adresse und ein Synonym für Luxusurlaub am Mittelmeer. Das kleine Küstenstädtchen an der Mirabello-Bucht im Osten Kretas beherbergt einige der besten Hotels der Welt und zieht seit Jahrzehnten Prominente, Staatsoberhäupter und anspruchsvolle Reisende an, die höchste Qualität in einer atemberaubenden Naturkulisse suchen. Dabei hat sich Elounda seinen Charme als beschauliches Fischerdorf bewahrt - weit entfernt vom Massentourismus, der andere Teile der Insel prägt. Die Bucht von Elounda ist ein Naturjuwel von seltener Schönheit. Das türkisblaue, ruhige Wasser der geschützten Bucht, eingerahmt von sanften Hügeln und den Bergen Ostkretens, erinnert an eine Lagune in der Karibik. Viele der Luxusresorts verfügen über private Strände, Infinity-Pools mit Meerblick und Villen mit eigenem Pool, die direkt am Wasser liegen. Hier verbringt man den Tag zwischen Spa-Behandlungen, Schnorchelausflügen und exquisiten Mahlzeiten mit Blick auf die Bucht. Ein unverzichtbarer Ausflug führt zur Insel Spinalonga, die nur wenige Bootsminuten vor Elounda liegt. Die venezianische Festungsinsel diente bis 1957 als eine der letzten Leprakolonien Europas und erzählt eine bewegende Geschichte von Isolation, Stärke und Menschlichkeit. Victoria Hislops Bestseller-Roman Die Insel hat Spinalonga weltberühmt gemacht. Die gut erhaltenen Ruinen, die Festungsmauern und der Blick zurück auf die Küste machen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Das Dorf Elounda selbst bietet einen kleinen Hafen mit Tavernen, eine hübsche Uferpromenade und den Charme eines Ortes, der trotz seiner Berühmtheit authentisch geblieben ist. Die versunkene antike Stadt Olous, deren Ruinen bei ruhigem Wasser unter der Oberfläche sichtbar sind, ist ein faszinierendes Schnorchelziel. Von Deutschland aus fliegt man nach Heraklion und erreicht Elounda in etwa einer Stunde. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, wobei die Luxushotels auch im Frühling und Herbst hervorragende Angebote haben.
Faliraki
Faliraki ist der beliebteste Badeort auf Rhodos und verbindet einen der längsten und schönsten Sandstrände der Dodekanes-Inseln mit einem lebhaften Nachtleben und erstklassiger touristischer Infrastruktur. Der Ort an der Ostküste von Rhodos, nur 14 Kilometer südlich der Inselhauptstadt, hat sich vom kleinen Fischerdorf zum meistbesuchten Resort der Insel entwickelt und bietet für jeden Urlaubstyp das Richtige - von der Familienidylle am Strand bis zur ausgelassenen Partynacht. Der Hauptstrand von Faliraki erstreckt sich über fünf Kilometer goldenen Sand und fällt sanft ins kristallklare Wasser ab - ideal für Familien mit kleinen Kindern. Der Strand ist hervorragend organisiert mit Liegen, Sonnenschirmen, Wassersportverleih und zahlreichen Beachbars, die von früh bis spät geöffnet haben. Südlich des Hauptstrandes liegt die Anthony Quinn Bay, eine der fotogensten Buchten des Mittelmeers: felsig eingerahmt, mit smaragdgrünem Wasser und benannt nach dem Schauspieler, der sich bei den Dreharbeiten zu Die Kanonen von Navarone in die Bucht verliebte. Der Faliraki Waterpark ist der größte Wasserpark Griechenlands und ein absolutes Highlight für Familien. Mit über 20 Rutschen, einem Wellenbecken, einem Lazy River und speziellen Kinderbereichen bietet er einen ganzen Tag voller Spaß und Abkühlung. Für Erwachsene lockt das Nachtleben: Die Bar Street verwandelt sich nach Einbruch der Dunkelheit in eine pulsierende Partymeile mit internationalen DJs, Cocktailbars und Clubs. Faliraki ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge: Rhodos-Stadt mit ihrer mittelalterlichen Altstadt ist in 20 Minuten erreichbar, Lindos in 40 Minuten, und die Thermen von Kallithea bieten ein einzigartiges Badeerlebnis in einer historischen Art-Deco-Anlage direkt am Meer. Die Saison in Faliraki läuft von April bis November, wobei Rhodos mit über 300 Sonnentagen im Jahr zu den sonnigsten Inseln Europas gehört. Der Flughafen Rhodos ist nur 15 Minuten entfernt.
Gouvia
Gouvia ist die perfekte Mischung aus Strandurlaub und Hafenflair an der Ostküste Korfus. Der ehemalige Fischerort hat sich zu einem der beliebtesten Ferienorte der Insel entwickelt, ohne seinen authentischen Charme einzubüßen. Die moderne Marina von Gouvia, die größte der Ionischen Inseln, bringt ein kosmopolitisches Flair in den Ort, während die langen Kies- und Sandstrände, die flankierenden Olivenhaine und die familiengeführten Tavernen für das typisch griechische Urlaubsgefühl sorgen. Der Strand von Gouvia erstreckt sich in einer sanften Bucht mit ruhigem, klarem Wasser, das durch die geschützte Lage selten aufgewühlt ist - ideal zum Schwimmen und für Wassersport wie Jetski, Parasailing und Tretboote. Der Einstieg ist überwiegend flach, was Gouvia zu einem erstklassigen Familienstrand macht. Sonnenliegen und Schirme stehen zur Miete bereit, und die Strandbars servieren kalte Getränke und leichte Snacks direkt an den Liegestuhl. Historisch interessant sind die venezianischen Werftruinen am nördlichen Ende der Bucht, Überreste der einst mächtigen Seerepublik Venedig, die Korfu über vier Jahrhunderte lang beherrschte. Die steinernen Bögen und Mauern am Wasser sind ein atmosphärisches Fotomotiv und erinnern an die wechselvolle Geschichte der Insel. Im Hinterland von Gouvia liegen traditionelle korfiotische Dörfer mit alten Olivenpressen, byzantinischen Kirchen und Wanderwegen durch die silbergrünen Olivenhaine. Gouvia liegt nur sechs Kilometer nördlich von Korfu-Stadt und ist damit ein idealer Standort, um die Insel zu erkunden. Die venezianische Altstadt von Korfu-Stadt, UNESCO-Welterbe, ist in zehn Minuten mit dem Auto oder Bus erreichbar. Der Flughafen liegt noch näher - nur fünf Kilometer entfernt. Tagesausflüge nach Paleokastritsa, zum Achilleion-Palast oder zur Mäuseinsel sind bequem möglich.
Ialyssos
Ialyssos, auch als Trianda bekannt, ist der Windsurfing- und Kitespot Nummer eins auf Rhodos und ein beliebter Badeort an der Nordwestküste der Insel. Die Kombination aus konstantem Meltemi-Wind, einem flach abfallenden Kiesstrand und türkisblauem Wasser hat Ialyssos zu einem der besten Surfreviere im gesamten Mittelmeer gemacht. Gleichzeitig bietet der Ort mit seiner entspannten Atmosphäre, guten Hotels und der Nähe zur Inselhauptstadt alles für einen gelungenen Strandurlaub. Der Strand von Ialyssos erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Nordwestküste und ist für seine zuverlässigen Windverhältnisse bekannt. Der Meltemi-Wind aus dem Norden bläst hier besonders konstant und stark, was Windsurfer und Kitesurfer aus ganz Europa anzieht. Zahlreiche Surfstationen entlang des Strandes bieten Kurse für Anfänger und Equipment-Verleih für Fortgeschrittene. Die flache Stehzone im Wasser macht den Spot besonders sicher und lernfreundlich. An windstillen Tagen ist der Strand mit seinem sauberen Kiesel und dem klaren Wasser ein angenehmer Badeort. Auf dem Filerimos-Hügel oberhalb von Ialyssos befinden sich die Ruinen der antiken Stadt Ialyssos, einer der drei ursprünglichen Stadtstaaten von Rhodos. Das Kloster Filerimos, von einer Allee gesäumt, die mit Stationen des Kreuzwegs geschmückt ist, krönt den Gipfel und bietet einen weitreichenden Blick über die gesamte Nordwestküste bis nach Rhodos-Stadt und zur türkischen Küste. Der Pfauenweg durch die Zypressen und Pinien des Hügels ist besonders stimmungsvoll. Ialyssos liegt nur acht Kilometer südwestlich von Rhodos-Stadt und ist damit ein idealer Standort für Urlauber, die sowohl die historische Altstadt als auch den Strand genießen möchten. Der Flughafen ist in 15 Minuten erreichbar. In der Umgebung finden sich zahlreiche Hotels, Tavernen und kleine Supermärkte. Die beste Reisezeit für Surfer ist Juni bis September, wenn der Meltemi am stärksten bläst, während Badeurlauber auch im Mai und Oktober angenehme Bedingungen vorfinden.
Kardamena
Kardamena ist der zweitgrößte Ort auf der griechischen Insel Kos und ein beliebter Badeort, der Sonnengarantie, einen endlosen Sandstrand und ein lebhaftes Nachtleben zu einem attraktiven Gesamtpaket verbindet. Das ehemalige Fischerdorf an der Südküste der Insel hat sich zum wichtigsten Urlaubsort neben Kos-Stadt entwickelt und bietet eine perfekte Mischung aus Strandurlaub, Wassersport und griechischer Gastfreundschaft, ohne die persönliche Atmosphäre einer kleinen Küstengemeinde einzubüßen. Der Strand von Kardamena erstreckt sich über mehrere Kilometer goldenen Sand entlang der Südküste und fällt sanft ins warme, klare Wasser ab. Die geschützte Lage an der Südseite der Insel sorgt für ruhiges Meer und minimalen Wind - ein Gegensatz zur windigen Nordküste, der Kardamena besonders bei Familien mit kleinen Kindern beliebt macht. Zahlreiche Abschnitte sind mit Liegen und Sonnenschirmen organisiert, während dazwischen immer wieder naturbelassene Stellen zum Entdecken einladen. Das Zentrum von Kardamena lebt von seiner entspannten Urlaubsatmosphäre. Tagsüber bummelt man über die Strandpromenade, trinkt Freddo Cappuccino in den Cafes und kauft in den kleinen Boutiquen ein. Abends verwandelt sich die Bar Street in eine lebhafte Ausgehmeile mit Cocktailbars, Musik und internationalem Publikum. Die Partyszene ist zwar lebhaft, aber kleiner und familiärer als in Faliraki auf Rhodos oder Malia auf Kreta. Von Kardamena aus starten die Boote zur Vulkaninsel Nisyros, einem der spektakulärsten Tagesausflüge der Dodekanes. Der noch aktive Vulkan mit seinem brodelnden Krater, die verlassenen Dörfer und die Farben der Landschaft - Schwefelgelb, Vulkanschwarz und mediterranes Grün - machen den Besuch unvergesslich. Auch die antike Festung von Antimacheia und das Bergdorf Zia mit seinen Sonnenuntergängen über der Ägäis sind beliebte Ausflugsziele. Von Deutschland aus fliegt man nach Kos in etwa drei Stunden, der Transfer nach Kardamena dauert nur 15 Minuten.
Kavos
Kavos ist der Party-Hotspot Korfus und einer der bekanntesten Feierorte für junge Urlauber im gesamten Mittelmeerraum. Am südlichsten Zipfel der Insel gelegen, verwandelt sich dieses kleine Dorf jeden Sommer in eine pulsierende Partymeile, die mit ihren Clubs, Bars und Strandpartys vor allem britische und nordeuropäische Partygänger anzieht. Wer Ibiza zu teuer findet und das griechische Pendant sucht, ist in Kavos genau richtig. Die Hauptstraße von Kavos ist das Epizentrum des Nachtlebens. Dutzende von Bars und Clubs reihen sich aneinander, viele davon mit Open-Air-Bereichen, Pool-Partys und internationalen DJs. Die Nächte beginnen spät und enden erst bei Sonnenaufgang, wobei die Getränkepreise deutlich niedriger sind als in Westeuropa. Schaumpartys, Paintball-Events und organisierte Bootsausflüge mit Partyatmosphäre runden das Angebot ab. Doch Kavos hat mehr zu bieten als nur Party. Der Strand erstreckt sich über fast zwei Kilometer mit goldenem Sand und kristallklarem Wasser. Tagsüber ist er ein entspannter Badeort mit Liegen, Wassersport und Beachvolleyball-Feldern. Wer dem Trubel entfliehen möchte, findet südlich von Kavos den Arkoudilas-Strand, einen naturbelassenen Abschnitt mit Klippen und wilder Vegetation, der über einen Wanderweg durch Olivenhaine erreichbar ist. Das Kap Asprokavos, die Südspitze Korfus, bietet eine dramatische Klippenlandschaft mit Blick auf das offene Ionische Meer und die griechische Festlandküste. Ein Bootsausflug zu den nahegelegenen Höhlen und zur vorgelagerten Insel Sivota ist ein lohnenswerter Kontrast zum Partytrubel. Kavos liegt etwa 45 Kilometer südlich von Korfu-Stadt und ist per Bus in etwa einer Stunde erreichbar. Der Flughafen Korfu wird direkt aus Deutschland angeflogen.
Kolymbia
Kolymbia ist der ruhige, entspannte Gegenentwurf zu den lebhaften Badeorten auf Rhodos und ein Geheimtipp für Familien und Paare, die Erholung am Meer suchen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Der kleine Küstenort an der Ostküste von Rhodos, etwa 25 Kilometer südlich der Inselhauptstadt, besticht durch seine von Eukalyptusbäumen gesäumte Allee zum Strand, sein ruhiges türkises Wasser und eine entspannte Atmosphäre, die sich wohltuend vom Trubel der größeren Touristenorte abhebt. Die Eukalyptus-Allee, die vom Ortskern direkt zum Strand führt, ist das Wahrzeichen von Kolymbia und verleiht dem Ort einen einzigartigen Charakter. Am Ende der Allee teilt sich der Strand in zwei Buchten: Links liegt der organisierte Hauptstrand mit feinem Kiesel und Sand, Liegen, Sonnenschirmen und einer Beachbar. Rechts erstreckt sich ein naturbelassener Abschnitt mit Felsen, der zum Schnorcheln einlädt. Das Wasser ist glasklar und ruhig, da die geschützte Lage an der Ostküste vor dem starken Meltemi-Wind schützt. In der Umgebung von Kolymbia befinden sich einige der besten Attraktionen von Rhodos. Die Epta Piges, die Sieben Quellen, liegen nur wenige Autominuten entfernt - ein schattiger Wald mit Platanen und Pinien, durch den sieben natürliche Quellen fließen und einen kleinen See speisen. Ein schmaler, stockfinsterer Tunnel führt zum See - ein kleines Abenteuer, das besonders bei Kindern beliebt ist. Die Tsambika-Bucht, einer der schönsten Strände auf Rhodos, ist ebenfalls nur eine kurze Fahrt entfernt. Kolymbia bietet eine überschaubare Auswahl an Hotels, meist gehobener Qualität, sowie einige Tavernen und Mini-Märkte. Der Ort ist ideal für Urlauber, die einen ruhigen Strandurlaub mit gelegentlichen Ausflügen verbinden möchten. Rhodos-Stadt ist in 25 Minuten, Lindos in 30 Minuten erreichbar. Der Flughafen Rhodos liegt nur 20 Minuten entfernt. Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, wobei Kolymbia dank seiner ruhigen Lage auch in der Hochsaison nie überfüllt wirkt.
Lambi
Lambi ist der Stadtstrand von Kos-Stadt und der bequemste Strandabschnitt der gesamten Insel - ein langer, schmaler Sandstrand, der sich direkt an die Promenade der Inselhauptstadt anschmiegt und Strandvergnügen mit urbanem Flair verbindet. Wer in Kos-Stadt übernachtet, hat den Strand buchstäblich vor der Haustür und kann morgens im Meer schwimmen, mittags in der Altstadt bummeln und abends an der Strandpromenade den Sonnenuntergang genießen. Der Strand von Lambi erstreckt sich über etwa drei Kilometer nördlich des Hafens von Kos-Stadt. Der Sand ist hell und fein, das Wasser klar und ruhig, und der Einstieg ist flach genug für Kinder. Sonnenliegen und Sonnenschirme stehen in ordentlichen Reihen bereit, dazwischen laden Strandcafés und Bars zu Erfrischungen ein. Die Atmosphäre ist lebhaft, aber nicht überlaufen - ein perfekter Mix aus Komfort und griechischer Lässigkeit. Was Lambi besonders macht, ist die unmittelbare Nähe zu den Sehenswürdigkeiten von Kos-Stadt. Die antike Agora, die Johanniter-Festung Neratzia, die Platane des Hippokrates und das archäologische Museum sind in wenigen Gehminuten erreichbar. Abends verwandelt sich die Hafenpromenade in eine lebhafte Flaniermeile mit Restaurants, Cocktailbars und Live-Musik. Das Nachtleben in Kos-Stadt ist eines der belebtesten der Dodekanes und bietet für jeden Geschmack etwas. Der Hafen von Kos ist Ausgangspunkt für Tagesausflüge zu den Nachbarinseln Nisyros, Kalymnos und Patmos sowie zur türkischen Küste nach Bodrum, das nur 45 Minuten mit der Fähre entfernt liegt. Kos hat einen internationalen Flughafen mit Direktflügen aus Deutschland, der Transfer nach Lambi dauert kaum 20 Minuten. Die Saison erstreckt sich von Mai bis Oktober, wobei Juni und September die angenehmsten Monate sind.
Malia
Malia ist Kretas berühmtester Partyort und ein Magnet für junge Urlauber, die Sonne, Strand und ausgelassene Nächte suchen. Die kleine Stadt an der Nordküste Kretas, etwa 35 Kilometer östlich von Heraklion, hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der beliebtesten Partyziele des östlichen Mittelmeers entwickelt. Doch Malia hat mehr zu bieten als nur Clubs und Bars - der lange Sandstrand, die archäologische Stätte und das malerische Altdorf zeigen eine andere, überraschend vielseitige Seite. Die Beach Road, Malias legendäre Partystraße, erwacht nach Sonnenuntergang zum Leben. Dutzende Bars und Clubs reihen sich aneinander, DJs legen internationale Hits auf, und die Stimmung ist ansteckend. Die Partyszene richtet sich vor allem an junge Urlauber zwischen 18 und 30 Jahren und bietet ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das seinesgleichen sucht - Cocktails, Shots und Eintritte sind deutlich günstiger als auf Ibiza oder Mykonos. Tagsüber erstreckt sich der breite Sandstrand von Malia über mehrere Kilometer und bietet genug Platz für Sonnenanbeter, Wassersportler und Familien. Der Strand fällt sanft ins Meer ab und ist ideal für Kinder. Östlich des Hauptstrandes liegt die ruhigere Potamos Beach, die bei Wind- und Kitesurfern beliebt ist. Ein Highlight für Geschichtsinteressierte ist der Palast von Malia, eine minoische Palastanlage aus der Bronzezeit, die weniger überlaufen ist als Knossos, aber archäologisch ebenso bedeutend. Das alte Dorf Malia, wenige Gehminuten von der Küste entfernt, zeigt ein ganz anderes Bild: enge Gassen, eine byzantinische Kirche, traditionelle Kafeneia, in denen alte Männer Tavli spielen, und Tavernen mit ehrlicher kretischer Küche zu moderaten Preisen. Der Kontrast zwischen dem touristischen Küstenstreifen und dem authentischen Altdorf ist faszinierend. Von Heraklion aus erreicht man Malia in nur 30 Minuten, der Flughafentransfer gehört zu den kürzesten auf Kreta.
Paleokastritsa
Paleokastritsa ist das Kronjuwel der Westküste Korfus und einer der schönsten Küstenabschnitte im gesamten Mittelmeerraum. Sechs türkisfarbene Buchten schmiegen sich an dramatische, bewaldete Klippen und bilden ein Panorama, das selbst Odysseus - der Legende nach strandete er genau hier bei den Phäaken - in Staunen versetzt hätte. Das Wasser schimmert in einem unwirklichen Spektrum von Smaragdgrün bis Tiefblau, und die üppige mediterrane Vegetation reicht bis an den Strand. Hoch über den Buchten thront das Kloster Theotokos aus dem 13. Jahrhundert, eines der ältesten und schönsten Klöster Korfus. Die weiß getünchten Mauern und der blühende Garten bieten einen atemberaubenden Kontrast zum tiefblauen Meer darunter. Ein kleines Museum im Kloster zeigt byzantinische Ikonen und historische Artefakte, während die Mönche ihren eigenen Olivenöl und Wein produzieren. Der Besuch ist kostenlos, aber angemessene Kleidung wird vorausgesetzt. Die einzelnen Buchten von Paleokastritsa haben jeweils ihren eigenen Charakter. Die Hauptbucht bietet organisierte Strände mit Liegen und Tavernen, die kleineren Buchten sind nur per Boot oder über steile Pfade erreichbar und belohnen mit kristallklarem Wasser und nahezu unberührter Natur. Glasbodenbootfahrten und Kajaktouren erschließen die Meeresgrotten und Höhlen entlang der Küste, in denen das Licht spektakuläre Farbenspiele an den Felswänden erzeugt. Das Angelokastro, eine byzantinische Festungsruine auf dem Gipfel des höchsten Felsens, bietet nach einem steilen Aufstieg das vielleicht grandioseste Panorama ganz Korfus - von hier überblickt man die gesamte Westküste bis hinunter nach Ermones. Von Korfu-Stadt liegt Paleokastritsa nur 25 Kilometer entfernt und ist über eine kurvenreiche Bergstraße in etwa 30 Minuten erreichbar. Der Flughafen Korfu wird direkt aus Deutschland angeflogen.
Sidari
Sidari liegt an der Nordküste Korfus und ist berühmt für den Canal d'Amour, einen der romantischsten Naturorte ganz Griechenlands. Zwischen bizarr geformten Sandsteinfelsen schlängelt sich ein schmaler Meereskanal hindurch, dessen türkisblaues Wasser in der Sonne leuchtet wie ein natürlicher Pool. Der Legende nach werden Paare, die gemeinsam durch den Kanal schwimmen, ewige Liebe finden - ein Versprechen, das jedes Jahr Tausende von Verliebten aus aller Welt anzieht. Die Felsformationen rund um den Canal d'Amour sind über Millionen von Jahren durch Wind und Wellen aus dem weichen Sandstein geschliffen worden und bilden ein Labyrinth aus Buchten, Grotten und natürlichen Bögen, das zum Erkunden und Schnorcheln einlädt. Von den Klippen oberhalb bietet sich ein atemberaubendes Panorama über die Felslandschaft und das offene Ionische Meer. Besonders bei Sonnenuntergang, wenn das warme Licht die goldenen Felsen zum Leuchten bringt, entfaltet der Ort seine ganze Magie. Neben dem Canal d'Amour bietet Sidari mehrere breite Sandstrände, die flach ins Meer abfallen und ideal für Familien mit Kindern sind. Der Hauptstrand ist gut organisiert mit Liegen und Wassersportangeboten, während die kleineren Buchten östlich des Canals ruhigere Alternativen bieten. Das Dorf selbst hat eine lebendige touristische Infrastruktur mit Restaurants, Bars, Supermärkten und Souvenirläden, ohne dabei seinen griechischen Charakter verloren zu haben. Von Korfu-Stadt, die etwa 40 Kilometer südlich liegt, ist Sidari in einer knappen Stunde mit dem Auto oder Bus erreichbar. Tagesausflüge zu den Diapontischen Inseln Othoni, Erikoussa und Mathraki sind per Boot möglich und bieten ein ursprüngliches Griechenland abseits jeglicher Touristenpfade. Der Flughafen Korfu wird von zahlreichen deutschen Flughäfen direkt angeflogen, die Flugzeit beträgt etwa zweieinhalb Stunden.
Tigaki
Tigaki ist der Traumstrand von Kos und einer der längsten Sandstrände der gesamten Dodekanes-Inselgruppe. Über sechs Kilometer erstreckt sich der feine, goldene Sand an der Nordküste der Insel, sanft abfallend ins türkisblaue Ägäische Meer - ein Paradies für Familien mit kleinen Kindern und alle, die einen flachen, sicheren Einstieg ins Wasser lieben. Die Weite des Strandes sorgt dafür, dass selbst in der Hochsaison genügend Platz für alle ist, und die beständige Brise aus dem Norden macht die Sommerhitze erträglich. Was Tigaki von vielen griechischen Stränden unterscheidet, ist die einzigartige Verbindung von Strand und Natur. Direkt hinter dem westlichen Strandabschnitt liegt der Alykes-Salzsee, ein saisonales Feuchtgebiet, das im Frühling und Herbst Hunderte von Flamingos anzieht. Das surreale Bild von rosa Flamingos vor der Kulisse des azurblauen Meeres und der türkischen Küste im Hintergrund ist eines der unvergesslichsten Naturschauspiele der Ägäis und ein Geheimtipp für Naturfotografen. Das kleine Dorf Tigaki selbst hat sich seinen entspannten, griechischen Charme bewahrt. Entlang der Hauptstraße reihen sich familiengeführte Tavernen mit ehrlicher griechischer Küche aneinander, während Minimarkets, Fahrradverleihe und kleine Boutiquen alles bieten, was man für einen sorglosen Strandurlaub braucht. Die Atmosphäre ist familiär und ungezwungen - weit entfernt vom Massentourismus der großen Resorts, aber mit genügend Infrastruktur für einen komfortablen Aufenthalt. Kos-Stadt ist nur zehn Kilometer entfernt und mit dem Bus oder Fahrrad leicht erreichbar. Die Radwege entlang der Küste gehören zu den besten Griechenlands und verbinden Tigaki mit der antiken Asklepion-Heilstätte und den heißen Thermalquellen von Embros. Von Deutschland aus erreicht man Kos per Direktflug in etwa drei Stunden, der Flughafen liegt nur 15 Kilometer von Tigaki entfernt.
Navagio Beach
Navagio Beach auf Zakynthos ist der vielleicht berühmteste Strand der Welt und das meistfotografierte Motiv Griechenlands. Die von 200 Meter hohen, senkrechten Kalksteinklippen umgebene Bucht beherbergt das Wrack des Schmugglerschiffs MV Panagiotis, das hier 1980 bei der Verfolgung durch die griechische Marine strandete. Der blendend weiße Kieselstrand und das unwirklich türkisblaü Wasser bilden einen Kontrast, der in keinem Foto übertrieben wirkt — die Realität übertrifft jede Erwartung. Der Zugang zur Bucht ist ausschließlich per Boot möglich, was den Strand vor Überfüllung schützt. Ausflugsboote starten mehrmals täglich von Porto Vromi, Agios Nikolaos und dem Hafen von Zakynthos-Stadt. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist der späte Vormittag, wenn die Sonne den Strand voll ausleuchtet und das Wasser in allen Türkistönen schimmert. Früher oder später liegt die Bucht im Schatten der Klippen. Der legendäre Aussichtspunkt hoch oben auf den Klippen ist über eine Straße im Nordwesten der Insel erreichbar und bietet den ikonischen Blick aus der Vogelspektive — besonders bei Sonnenuntergang ein unvergessliches Erlebnis. In der Nähe befinden sich die Blaün Grotten (Blue Caves), in denen das Sonnenlicht das Meerwasser in leuchtendes Kobaltblau verwandelt. Zakynthos ist zudem ein wichtiger Nistplatz der bedrohten Caretta-Caretta-Meeresschildkröte, die an den südlichen Stränden der Insel ihre Eier ablegt. Navagio Beach ist ein Muss für jeden Griechenland-Reisenden — ein Ort, der beweist, dass die Natur der beste Architekt ist.
Elafonisi
Elafonisi an der Südwestküste Kretas ist ein Naturparadies, das seinesgleichen sucht. Der berühmte rosa Sand, der durch zermahlene Muscheln und Korallen entsteht, die warme seichte Lagune und das türkisfarbene Wasser machen diesen Strand zu einem der eindrucksvollsten Badeerlebnisse Europas. Bei Ebbe kann man durch das nur knöbeltiefe Wasser zur vorgelagerten Insel Elafonisi waten, die als Natura-2000-Schutzgebiet seltene Pflanzenarten und die bedrohte Caretta-Caretta-Meeresschildkröte beherbergt. Die Anfahrt ist bereits ein Erlebnis: Die kurvige Küstenstraße von Chania führt durch traditionelle kretische Bergdörfer, vorbei am Kloster Chrysoskalitissa (das „Kloster der goldenen Stufe“ auf einer Klippe über dem Meer) und durch eine Landschaft, die von wildem Thymian und Oregano duftet. Der Strand selbst ist naturbelassen — keine Betonbauten, nur wenige Sonnenschirme und eine kleine Strandbar. In der Vor- und Nachsaison (Mai–Juni, September–Oktober) hat man das Paradies fast für sich allein. Die Lagune ist ideal für Familien mit kleinen Kindern: Das Wasser ist flach, warm und strömungsfrei, der Sand weich und das Ufer flach abfallend. Auf der Inselseite finden sich einsamere Abschnitte für Ruhesuchende. Die Farben wechseln je nach Tageszeit und Lichteinfall von Pastellrosa über Türkis bis Smaragdgrün — Fotografen sollten den späten Nachmittag einplanen, wenn das Licht am weichsten ist. Elafonisi liegt 76 Kilometer südwestlich von Chania (etwa 90 Minuten Fahrzeit) und lässt sich hervorragend mit einem Besuch der Samaria-Schlucht oder des Strandes von Falassarna kombinieren. Ein Ort, der beweist, warum Kreta als die Königin der griechischen Inseln gilt.
Regionen
Halkidiki Kassandra
Kassandra ist der erste und westlichste der drei Finger der Halkidiki-Halbinsel und das beliebteste Strandziel Nordgriechenlands. Nur eine Autostunde von Thessaloniki entfernt, bietet Kassandra eine perfekte Mischung aus goldenen Sandstränden, türkisblauem Meer, lebhaftem Nachtleben und griechischer Gastfreundschaft. Für deutsche Urlauber, die Strandurlaub mit kulinarischem Genuss verbinden möchten, ohne auf eine Insel übersetzen zu müssen, ist Kassandra die ideale Wahl. Die Ostküste der Halbinsel beherbergt die spektakulärsten Strände: Kallithea, Sani, Pefkochori und Chaniotis reihen sich wie Perlen aneinander und bieten weitläufigen Sand, organisierten Strandservice und zahlreiche Wassersportmöglichkeiten. Der Sani-Komplex im Norden hat sich als eines der luxuriösesten Resort-Erlebnisse Griechenlands etabliert, mit privatem Strand, Marina und einem Sommer-Kulturfestival auf den Festungsmauern. Die Westküste ist rauer und wilder – hier finden sich einsame Buchten mit kristallklarem Wasser, die nur über Feldwege erreichbar sind. Possidi mit seinem markanten Kap, Fourka und Siviri bieten authentischere Erlebnisse abseits der Touristenströme. Das Nachtleben konzentriert sich auf Kallithea und Kassandreia, wo im Sommer griechische und internationale DJs in Beach-Clubs und Bars auflegen. Die Anreise ist denkbar einfach: Direktflüge von mehreren deutschen Städten nach Thessaloniki dauern zweieinhalb Stunden, von dort fährt man auf der Autobahn in einer guten Stunde nach Kassandra. Auch eine Kombination mit einem Thessaloniki-Städtetrip ist perfekt möglich – zwei Tage Kultur in der zweitgrößten Stadt Griechenlands, dann eine Woche Strandurlaub auf Kassandra. Die Preise sind für deutsche Verhältnisse sehr moderat, besonders in den lokalen Tavernen abseits der Haupttouristenorte.
Pelion
Pelion ist Griechenlands bestgehütetes Geheimnis – eine bergige Halbinsel in Thessalien, die Strand und Gebirge so perfekt vereint wie kaum ein anderer Ort im Mittelmeerraum. Der griechischen Mythologie nach war Pelion die Heimat der Zentauren, jener Mischwesen aus Mensch und Pferd, und der Ort, von dem Jason mit den Argonauten zur Suche nach dem Goldenen Vlies aufbrach. Heute verzaubert die Halbinsel mit einer Landschaft, die überraschend an die Schweiz erinnert – nur mit Meer. Die Bergdörfer des Pelion sind architektonische Perlen: Makrinitsa, das „Balkon des Pelion", bietet einen atemberaubenden Blick über den Pagasitischen Golf bis zum Olymp. Tsagarada beeindruckt mit einer 1.000-jährigen Platane auf dem Dorfplatz und führt hinab zum Traumstrand Milopotamos. Vizitsa und Portaria locken mit traditionellen Steinhäusern, plätschernden Brunnen und Gasthäusern, die unter alten Kastanienbäumen zum Verweilen einladen. Die Ostseite der Halbinsel bietet einige der schönsten Strände Griechenlands: Mylopotamos mit seiner natürlichen Felsenbrücke, Damouchari – Drehort von Mamma Mia – und Papa Nero sind Traumstrände eingebettet in üppig grüne Schluchten. Die Westseite am Pagasitischen Golf ist ruhiger und wärmer. Im Winter verwandelt sich Pelion in ein kleines Skigebiet am Agriolefkes, und die Bergdörfer bekommen eine verschneite Märchenatmosphäre. Pelion ist ein Ganzjahresziel – im Sommer perfekt für Strand und Wandern, im Herbst für Kastanienfeste und Pilze, im Winter für Kaminabende und Ski, im Frühling für blühende Obstgärten. Von Deutschland aus fliegt man nach Thessaloniki (2,5 Stunden) und fährt weiter nach Volos am Fuße des Pelion (ca. 3 Stunden). Ein Mietwagen ist unverzichtbar für die kurvenreichen Bergstraßen.
Peloponnes
Der Peloponnes ist das historische Herzstück Griechenlands — eine riesige Halbinsel, die durch den Kanal von Korinth vom Festland getrennt wird und auf der die Wiege der westlichen Zivilisation liegt. Olympia, Geburtsstätte der Olympischen Spiele (776 v. Chr.), Mykene mit dem Löwentor und den Schätzen Agamemnons, Epidauros mit dem perfekt akustischen antiken Theater und Sparta, die legendäre Kriegerstadt — die Dichte an welthistorischen Stätten ist überwealtigend. Die Landschaft des Peloponnes ist ebenso vielfältig wie seine Geschichte: Die wilde Mani-Halbinsel im Süden mit ihren Turmhäusern und den Tropfsteinhöhlen von Diros, die fruchtbare Ebene Messeniens mit den goldenen Stränden von Costa Navarino, die grünen Berge Arkadiens mit der spektakulären Lousios-Schlucht und das weinberuhmte Nemea bilden eine Landschaft voller Kontraste. Die Küste bietet verborgene Buchten, darunter den malerischen Fischerhafen von Monemvasia — eine byzantinische Felsenstadt, die wie ein griechisches Gibraltar aus dem Meer ragt. Nafplio, die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands, zählt mit der Palamidi-Festung und dem venezianischen Hafen zu den schönsten Kleinstadten Europas. Kalamata als Tor zu Messenien ist berühmt für seine Oliven. Korinth, einst eine der mächtigsten antiken Städte, bietet mit dem Kanal (6,3 Kilometer lang, nur 24,6 Meter breit) ein beeindruckendes Ingenieurswerk. Der Peloponnes ist ideal für einen Roadtrip: Gut ausgebaute Straßen verbinden antike Stätten, Bergdörfer und einsame Strände. Die Halbinsel ist ab Athen in einer Stunde erreichbar und bietet genug für mehrere Wochen Erkundung.
Chalkidiki
Chalkidiki, die dreifingrige Halbinsel südlich von Thessaloniki, bietet die schönsten Strände des griechischen Festlands und ist das beliebteste Sommerziel für Nordgriechen und Balkan-Urlauber. Die drei Finger — Kassandra, Sithonia und Athos — könnten unterschiedlicher nicht sein und decken jedes Urlaubsbedürfnis ab, von Party über Natur bis hin zu spiritueller Kontemplation. Kassandra, der westliche Finger, ist am stärksten touristisch erschlossen: Lebhafte Badeorte wie Kallithea, Chaniotis und Pefkochori bieten breite Sandstrände, Beachbars, Wasserparks und ein reges Nachtleben. Sithonia, der mittlere Finger, ist das Paradies für Naturliebhaber und Individualreisende: Einsame Pinienbuchten wie Kavourotrypes (Orange Beach), Karidi Beach und die Lagune von Vourvourou gehören zu den schönsten Badestellen Griechenlands. Campingplätze unter Pinien direkt am Meer machen Sithonia zum Traumziel für Camper. Der dritte Finger, die Halbinsel Athos, ist eine Welt für sich: 20 byzantinische Klöster thronen seit über 1.000 Jahren auf dem heiligen Berg, der mit 2.033 Metern steil aus dem Meer ragt. Der Zugang ist nur Männern mit Sondergenehmigung gestattet, doch Bootstouren entlang der Westküste bieten allen Besuchern spektakuläre Blicke auf die Klöster. Kulinarisch glänzt Chalkidiki mit fangfrischem Fisch, Muscheln aus der Lagune von Agios Mamas und dem lokalen Olivenöl. Die Nähe zu Thessaloniki (45–90 Minuten) macht die Halbinsel zum perfekten Kombiziel für Strand und Stadtkultur.
Epirus
Epirus ist das wilde, unentdeckte Griechenland — eine Region dramatischer Schluchten, unberührter Bergwälder und steinerner Brückendörfer im Nordwesten des Landes. Hier liegt die Vikos-Schlucht, die als tiefste Schlucht der Welt im Verhältnis zu ihrer Breite gilt, und das UNESCO-geschützte Zagori mit seinen 46 Steindörfern. Der Pindos-Gebirgszug, das „Rückgrat Griechenlands“, durchzieht die Region und erreicht im Smolikas mit 2.637 Metern seinen zweithöhöchsten Gipfel. Ioannina, die Hauptstadt des Epirus, liegt malerisch am Pamvotis-See und verbindet byzantinische Festungsarchitektur mit lebendigem Studentenleben. Die Tropfsteinhöhle von Perama, eine der größten Griechenlands, liegt direkt vor den Toren der Stadt. An der Küste überrascht Parga mit seinem venezianischen Kastell und den bunten Häusern über türkisblaüm Wasser — ein Geheimtipp, der an die Amalfiküste erinnert. Preveza und der Ambrakische Golf bieten ruhige Strände und das antike Nikopolis, gegründet von Kaiser Augustus nach seinem Sieg bei Actium. Der Voidomatis-Fluss in Zagori gilt als einer der saubersten Flüsse Europas und ist ein Paradies für Rafting, Kajak und Canyoning. Der Acheron-Fluss — in der Mythologie der Eingang zur Unterwelt — lässt sich durchwandern und durchschwimmen, ein einmaliges Erlebnis. Die epirtotische Küche ist die deftigste Griechenlands: Pita-Varianten (Spanakopita, Tiropita, Kreatopita), langsam geschmortes Lamm, Joghurt aus Schafs- und Ziegenmilch und der scharfe Tsipouro-Schnaps prägen die Gastronomie. Epirus ist perfekt für Reisende, die Abenteuer, Natur und Authentizität dem Massentourismus vorziehen.
Makedonien
Makedonien, die größte Region Griechenlands, ist das Erbe Alexanders des Großen und ein faszinierender Mix aus Geschichte, Natur und Kulinarik. Thessaloniki, die heimliche Hauptstadt des Nordens, pulsiert mit einem Nachtleben und einer Gastroszene, die selbst Athen Konkurrenz machen. Der Weiße Turm am Hafen, die frühchristlichen Kirchen (UNESCO-Welterbe) und die lebhaften Märkte Modiano und Kapani prägen das Stadtbild. Die Region birgt einige der bedeutendsten archäologischen Stätten Griechenlands: In Vergina wurden die königlichen Gräber der Makedonen entdeckt, darunter das unversehrte Grab Philipps II., Alexanders Vater, mit seinen goldenen Schätzen. Pella, Geburtsstadt Alexanders des Großen, beeindruckt mit prachtvollen Bodenmosaiken. Philippi, wo der Apostel Paulus die erste christliche Gemeinde Europas gründete, und Amphipolis mit dem rätselhaften Löwen-Grabmal ergänzen das historische Panorama. Naturliebhaber finden in Makedonien unberührte Landschaften: Die Prespa-Seen an der albanischen Grenze beherbergen seltene Vogelarten und einsame Inselkirchen. Der Kerkini-See ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete Europas mit Pelikanen, Flamingos und Wasserbüffeln. Die Chalkidiki-Halbinsel bietet paradiesische Strände, während der heilige Berg Athos mit seinen 20 byzantinischen Klöstern seit über 1.000 Jahren nur Männern zugänglich ist. Makedoniens Küche ist deftig und aromatisch: Bougatsa (Blätterteig mit Creme), Gyros und Souvlaki in Perfektion und die besten Meze Griechenlands.
Thessalien
Thessalien ist eine kontrastreiche Region in Zentralgriechenland, die von der weiten thessalischen Ebene — der Kornkammer des Landes — bis zu den atemberaubenden Meteora-Felsen und der üppigen Pelion-Halbinsel reicht. Diese Vielfalt auf engem Raum macht Thessalien zu einer der abwechslungsreichsten Regionen für Reisende, die mehr als nur Strand und Inseln suchen. Die Meteora-Klöster, auf gewaltigen Sandsteinsäulen thronend, sind das unbestrittene Highlight und eines der meistbesuchten UNESCO-Welterbe-Stätten Griechenlands. Doch Thessalien bietet weit mehr: Die Pelion-Halbinsel zwischen Volos und der Aegäis ist ein grünes Paradies mit Kastanien- und Buchenwäldern, in dem traditionelle Steinhäuserdarfer wie Makrinitsa, Tsagarada und Vizitsa als „Balkon des Pilion“ über dem Pagasitischen Golf thronen. Die Kombination aus Bergwandern und Strandtagen an versteckten Küsten wie Fakistra oder Mylopotamos ist einzigartig. Volos, die Hafenstadt am Pagasitischen Golf, gilt als die kulinarische Hauptstadt Thessaliens: Die Tsipouradika (Tsipouro-Kneipen) servieren zu jedem Glas des Anisschnapses kostenlose Meze-Teller mit frischem Fisch und Meeresfrüchten — ein Ritual, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Larissa, Thessaliens Hauptstadt, überrascht mit einem antiken Theater im Stadtzentrum und lebhaftem Nachtleben. Die Tempi-Schlucht zwischen Olymp und Ossa, der mythische See Karla und die Thermalquellen von Smokovo runden das Angebot ab. Thessalien ist ideal für Reisende, die das unbekannte Griechenland abseits der Touristenpfade entdecken möchten.
Kykladen
Die Kykladen sind der Inbegriff des griechischen Inseltraums: Schneeweiße Würfelhäuser mit blaün Kuppeln, Windmühlen über dem Meer, enge Gassen voller Bougainvillea und das endlose Blau der Aegäis. Der Name bedeutet „Kreis“ — die rund 220 Inseln (davon 24 bewohnt) bilden einen Ring um die heilige Insel Delos, die in der Antike als Geburtsort Apollons verehrt wurde und heute ein faszinierendes Open-Air-Museum ist. Jede Kykladen-Insel hat ihren eigenen Charakter: Santorini besticht mit der vulkanischen Caldera und legendären Sonnenuntergängen, Mykonos mit seinem kosmopolitischen Nachtleben, Naxos mit den längsten Sandstränden und dem Apollo-Tempeltor, Paros mit charmanten Dörfern und Windsurfrevieren. Weniger bekannte Juwelen wie Milos mit seinen 70 Strandformationen, Folegandros mit seiner spektakulären Chora auf den Klippen, Sifnos als Gourmet-Insel und Tinos als Wallfahrtsort der Griechisch-Orthodoxen Kirche bieten authentischere Erlebnisse abseits des Massentourismus. Das Kykladische Licht — klar, gleissend und konturenscharf — hat Künstler und Fotografen seit Jahrhunderten inspiriert. Die Architektur der Kykladen ist mehr als Postkartenmotiv: Die weiß gekalkten Würfelhäuser reflektieren die Hitze, die engen Gassen schützen vor dem Meltemi-Wind, und die blaün Kuppeln markieren die Kirchenstandorte. Inselhüpfen per Fähre oder Schnellboot ist die beliebteste Art, die Kykladen zu erkunden — die Verbindungen zwischen den Inseln sind im Sommer ausgezeichnet. Beste Reisezeit ist Mai bis Juni und September bis Oktober, wenn die Temperaturen angenehm und die Inseln weniger überlaufen sind.
Gebiete
Meteora
Meteora („schwebend in der Luft“) ist eines der atemberaubendsten Naturwunder Europas und doppeltes UNESCO-Welterbe — sowohl als Natur- als auch als Kulturstätte. Gewaltige Sandsteinsäulen ragen bis zu 400 Meter aus der thessalischen Ebene empor, und auf ihren Gipfeln thronen Klöster, die im 14. Jahrhundert von Eremiten-Mönchen erbaut wurden, die völlige Abgeschiedenheit von der Welt suchten. Ursprünglich nur über Strickleitern und Seilwinden erreichbar, sind heute sechs der ehemals 24 Klöster für Besucher geöffnet. Das Große Meteora-Kloster (Megalo Meteoro) ist das älteste und größte mit einem beeindruckenden Museum für byzantinische Kunst. Das Kloster Varlaam bietet prachtvolle Fresken und den originalen Aufzugsturm. Agia Triada (Heilige Dreifaltigkeit), spektakulär auf einer schmalen Felsnadel gelegen, wurde durch den James-Bond-Film „In tödlicher Mission“ weltberühmt. Jedes Kloster hat eigene Oeffnungszeiten und Ruhetage — eine sorgfältige Planung ermöglicht den Besuch von drei bis vier Klöstern an einem Tag. Kalambaka am Fuß der Felsen ist der ideale Ausgangspunkt mit Hotels, Tavernen und dem Blick auf die beleuchteten Klöster bei Nacht. Das benachbarte Kastraki liegt noch näher an den Felsen und bietet mehr Atmosphäre. Für aktive Besucher gibt es Kletter- und Wanderrouten zwischen den Felsen sowie spektakuläre Aussichtspunkte wie den Sunset Rock. Die beste Besuchszeit ist der frühe Morgen, wenn Nebelschwaden zwischen den Säulen hängen und die Klöster tatsächlich zu schweben scheinen. Meteora liegt vier Stunden nördlich von Athen und lässt sich per Zug oder Mietwagen erreichen — eine Übernachtung ist dringend empfohlen, um die magische Stimmung bei Sonnenauf- und -untergang zu erleben.
Olymp
Der Olymp, Sitz der zwölf olympischen Götter und höchster Berg Griechenlands, erhebt sich dramatisch 2.917 Meter über dem Aegäischen Meer. Sein Gipfel Mytikas ist der höchste Punkt des Landes und bietet bei klarer Sicht einen atemberaubenden Rundblick von Thessaloniki bis zu den Kykladen. Der erste Nationalpark Griechenlands (gegründet 1938) beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt mit über 1.700 Pflanzenarten, von denen 23 weltweit nur hier vorkommen. Die Besteigung des Olymp ist kein reines Bergsteiger-Abenteuer — der Aufstieg von Prionia über die Berghette Spilios Agapitos (auf 2.100 Metern) ist für erfahrene Wanderer in zwei Tagen machbar. Die letzte Etappe zum Mytikas-Gipfel erfordert allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit über ausgesetzte Felspaßagen. Alternativ führen leichtere Wege durch die Enipeas-Schlucht mit ihren Wasserfällen oder zum Plateau der Musen auf 2.700 Metern, wo das Panorama allein schon die Anstrengung lohnt. Das hübsche Bergdorf Litochoro am Fuß des Olymp ist der ideale Ausgangspunkt: Traditionelle Steinhäuser, Tavernen mit herzhafter Bergküche und ein lebhaftes Zentrum erwarten Besucher. Die antike Stadt Dion am Osthang war das religiöse Zentrum der Makedonen — die Ausgrabungen mit Mosaiken, Thermen und Tempeln zählen zu den bedeutendsten Nordgriechenlands. Der Olymp liegt nur 90 Kilometer südlich von Thessaloniki und lässt sich hervorragend mit einem Besuch der Meteora-Klöster oder der Thermaikischen Küste verbinden.
Mani
Die Mani ist die wildeste und geheimnisvollste Region des Peloponnes — eine karge, felsige Halbinsel, auf der die Zeit stehen geblieben scheint. Die berühmten steinernen Turmhäuser (Pyrgoi) zeugen von Jahrhunderten blutiger Familienfehden (Vendettas), bei denen verfeindete Clans buchstäblich aufeinander hinunter schossen. Die kompromisslose Landschaft aus dornigem Gestrüpp, steilem Fels und dem endlosen Blau des Meeres erzeugt eine Atmosphäre, die raür und archaischer ist als irgendwo sonst in Griechenland. Die Mani teilt sich in die äußere Mani (Exo Mani) im Norden und die innere Mani (Mesa Mani) im Süden. Die Exo Mani rund um Kardamyli — Wahlheimat des britischen Reiseschriftstellers Patrick Leigh Fermor — bietet spektakuläre Wanderwege entlang der Küste, Olivenhaine und das Taygetos-Gebirge (2.407 Meter) als dramatische Kulisse. Die Mesa Mani am Kap Tenaro, dem südlichsten Punkt des griechischen Festlands, ist karger und noch weniger besucht: Verlassene Turmhausdörfer wie Vathia und Kitta wirken wie Geisterstätte aus Stein. Die Höhlen von Diros an der Westküste sind ein Naturwunder: Eine unterirdische Bootsfahrt führt durch beleuchtete Tropfsteinhöhlen mit Stalaktiten und Stalagmiten, die sich im stillen Wasser spiegeln — eines der eindrucksvollsten Hölenerlebnisse Europas. Gytheio, das Tor zur Mani, ist ein charmantes Hafenstädtchen mit bunten Häusern und exzellenten Fischtavernen. Die Kirchen der Mani, viele aus byzantinischer Zeit mit wertvollen Fresken, sind kulturelle Kleinode. Die Mani ist kein Ort für Massentourismus, sondern für Reisende, die das urwüchsige, ungeschminkte Griechenland suchen — ein Land aus Stein, Wind und Geschichten.
Zagori
Zagori ist ein Gebiet aus 46 traditionellen Steindörfern (Zagorochoria) in den Pindos-Bergen des Epirus und seit 2023 UNESCO-Welterbe. Die Region beeindruckt mit spektakulären Steinbrücken, gepflasterten Maultierpfaden und der Vikos-Schlucht, die mit 900 Metern Tiefe bei nur 1.100 Metern Breite als eine der tiefsten Schluchten der Welt gilt — laut Guinness-Buch sogar die tiefste im Verhältnis zur Breite. Die Steindörfer sind Meisterwerke der Volksarchitektur: Graü Schieferdächer, massive Mauern, gepflasterte Plätze und uralte Platanen prägen das Bild von Orten wie Monodendri, Papingo, Kipi und Dilofo. Viele der einst verlassenen Häuser wurden zu atmosphärischen Boutique-Hotels und Pensionen umgebaut, die Wanderer und Naturliebhaber aus ganz Europa anziehen. Die berühmten Steinbogenbrücken, von lokalen Baumeistern ohne Mörtel errichtet, überspannen reissende Flüsse und tiefe Schluchten — die Dreifachbrücke bei Kipi ist das meistfotografierte Motiv. Wanderer finden in Zagori ein Paradies: Der Vikos-Gorge-Trail von Monodendri nach Vikos-Dorf, die Besteigung des Astraka-Gipfels (2.436 Meter) und die Wanderung zum Drakolimni (Drachensee) auf 2.050 Metern Höhe zählen zu den schönsten Trekkingrouten Griechenlands. Die natürlichen Felspools des Voidomatis-Flusses, der als einer der saubersten Flüsse Europas gilt, laden im Sommer zum erfrischenden Bad ein. Im Winter verwandelt sich Zagori in eine Schneelandschaft, und die nahen Skizentren am Metsovo-Pass bieten bescheidenes, aber atmosphärisches Skifahren. Zagori ist das Griechenland, das die meisten Touristen nie zu sehen bekommen — und genau deshalb so besonders.
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