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Kunst & Kultur · Abschnitt 2/6

Velázquez, Goya, El Greco — die alten Meister

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Velázquez, Goya, El Greco — die alten Meister

Spanien hat drei der größten Maler der europäischen Kunstgeschichte hervorgebracht — und mit dem Museo del Prado in Madrid eines der bedeutendsten Museen der Welt, das ihre Werke vereint.

El Greco (1541–1614)

Eigentlich Grieche (Doménikos Theotokópoulos, aus Kreta), wurde er in Toledo zum Maler mystischer, expressiver Religiösität. Seine überdehnten Figuren, das irreale Licht und die ekstatischen Kompositionen waren seiner Zeit weit voraus — die Expressionisten des 20. Jahrhunderts verehrten ihn. Sein Meisterwerk „Das Begräbnis des Grafen von Orgaz" hängt in der Kirche Santo Tomé in Toledo.

Diego Velázquez (1599–1660)

Hofmaler Philipps IV. und für viele der größte Maler aller Zeiten. „Las Meninas" (1656) im Prado ist das meistanalysierte Gemälde der Kunstgeschichte — ein Bild im Bild, das Betrachter, Maler und Modell in ein Spiel der Blicke verwickelt. Velázquez' Fähigkeit, Atmosphäre, Licht und psychologische Tiefe darzustellen, beeinflusste Impressionisten und Realisten gleichermaßen. Manet nannte ihn den „Maler der Maler".

Francisco de Goya (1746–1828)

Goya war zunächst Hofmaler, wurde dann zum schärfsten Gesellschaftskritiker seiner Zeit. Seine „Schwarzen Gemälde" (Pinturas Negras, entstanden in seinem Landhaus, heute im Prado) — darunter „Saturn verschlingt seinen Sohn" — gehören zu den verstörendsten Werken der Kunstgeschichte. Die Radierungen „Los Caprichos" und „Die Schrecken des Krieges" (über den Unabhängigkeitskrieg gegen Napoleon) sind erschütternde Anklagen gegen Gewalt, Aberglauben und Machtmissbrauch.

Der Prado — ein Pflichtbesuch

Das Museo del Prado beherbergt über 8.000 Gemälde, davon ~1.700 ausgestellt. Die spanische Sammlung (Velázquez, Goya, El Greco, Ribera, Zurbarán, Murillo) ist die beste der Welt, ergänzt durch Tizian, Rubens, Bosch (sein „Garten der Lüste" ist hier) und Raffael. Plane mindestens 3 Stunden ein — besser einen ganzen Tag.

💡 Tipp

Der Prado ist täglich in den letzten zwei Stunden kostenlos zugänglich (Mo–Sa 18–20 Uhr, So/Feiertage 17–19 Uhr). Es wird voll, aber es lohnt sich. Wer in Ruhe schauen will, kommt am besten unter der Woche um 10 Uhr morgens.

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