Großglockner Hochalpenstraße — Von Kärnten aufs Dach Österreichs★★★
Die Großglockner Hochalpenstraße ist die spektakulärste Panoramastraße der Alpen und führt auf 48 Kilometern von Heiligenblut in Kärnten über den Hochtor-Pass (2.504 m) nach Bruck-Fusch in Salzburg. 36 Kehren, 1.500 Höhenmeter, ein Gletscher und der höchste Berg Österreichs — der Großglockner (3.798 m) — zum Greifen nah.
Die Stichstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2.369 m) ist der Höhepunkt (im doppelten Sinn): Von der riesigen Aussichtsterrasse blickt man direkt auf die Pasterze, Österreichs größten Gletscher (8 km lang, aber rapide schrumpfend), und den Großglockner-Gipfel dahinter. Im Besucherzentrum die „Glockner Welt"-Ausstellung (kostenlos mit Maut), die die Geologie, Tierwelt und Geschichte der Hochalpenstraße erklärt.
Entlang der Straße gibt es mehrere Stopps: Die Edelweißspitze (2.571 m, höchster per PKW erfahrbarer Punkt) mit 360°-Panorama über 37 Dreitausender, das Alpine Naturschau-Museum auf der Margaritze und die Swarovski-Warte (Fernrohre zur Murmeltier- und Steinbock-Beobachtung, kostenlos).
Heiligenblut am Großglockner (Kärntner Seite) ist der perfekte Ausgangspunkt: Ein 1.300-Einwohner-Dorf mit einer gotischen Kirche (15. Jh.), die vor dem Großglockner posiert — das meistfotografierte Motiv Kärntens. Im Winter ein kleines, feines Skigebiet (55 km Pisten, kaum Wartezeiten, Tageskarte 52€).
Großglockner Hochalpenstraße: Maut 42€ pro PKW (Tageskarte). Motorrad 32€. Geöffnet: Anfang Mai–Anfang November (wetterabhängig). Fahrtzeit Heiligenblut–Kaiser-Franz-Josefs-Höhe: ca. 45 Minuten.
💡 Tipp
Plane für die Großglockner Hochalpenstraße einen ganzen Tag ein — wer durchrauscht, verpasst das Beste. Frühmorgens starten (ab 5 Uhr im Sommer geöffnet): Dann sind die Murmeltiere aktiv, die Gipfel wolkenfrei und die Straße fast leer. Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gibt es ein gutes Selbstbedienungsrestaurant (Gulaschsuppe 8€, Kaiserschmarrn 12€).