Erasmusbrücke & Architektur-Tour★★
Die Erasmusbrücke (Erasmusbrug, 1996) — von den Rotterdamern liebevoll „der Schwan" genannt — ist mit 802 Metern Länge die eleganteste Brücke der Niederlande. Ihr asymmetrischer Pylon (139 m hoch) ist zum Symbol Rotterdams geworden. Nachts spektakulär beleuchtet.
Rotterdam ist ein Open-Air-Museum für Architektur. Nach der Bombardierung am 14. Mai 1940, die das gesamte Stadtzentrum zerstörte, beschloss Rotterdam, nicht zu rekonstruieren, sondern komplett neu zu denken. Das Ergebnis ist eine Stadt, die architektonische Experimente feiert:
Architektur-Highlights
- De Rotterdam — Rem Koolhaas' vertikale Stadt: drei ineinander verschobene Türme (150 m), das größte Gebäude der Niederlande. Hotel, Büros, Wohnungen in einem Komplex.
- Centraal Station — Der 2014 eröffnete Hauptbahnhof mit seiner keilförmigen Edelstahlfassade setzt schon bei der Ankunft ein architektonisches Statement.
- Timmerhuis — MVRDV's pixelartige Stadtverwaltung: gestapelte Module, die wie eine Computergrafik aussehen.
- Depot Boijmans Van Beuningen — Das weltweit erste vollständig zugängliche Kunstdepot: ein verspiegelter Kessel, in dem man die Sammlung des Museums im Lager besichtigen kann (nicht im Museum, sondern im Depot!). Dachgarten mit Panoramablick. Eintritt: 22,50 €.
- Floating Office Rotterdam — Das größte schwimmende Bürogebäude Europas im Rijnhaven. Aus Holz gebaut, energieneutral — Rotterdams Antwort auf den Klimawandel.
💡 Tipp
Für Architektur-Fans: Das Rotterdam Architecture Institute (Het Nieuwe Instituut) in het Museumpark ist ein Muss. Wechselnde Ausstellungen über niederländisches Design und Stadtplanung. Davor steht das Sonneveld Huis — ein perfekt erhaltenes Funktionalismus-Haus von 1933.