Día de los Muertos — Tag der Toten
Der Día de los Muertos (1.–2. November) ist Mexikos berühmtestes Fest und UNESCO-Immaterielles Kulturerbe. Es ist kein mexikanisches Halloween — es ist das genaue Gegenteil: nicht Angst vor dem Tod, sondern seine liebevolle Begrüßung.
Was passiert?
- Ofrendas (Altäre): In jedem Haus, jeder Schule, jedem Restaurant werden Altäre für die Verstorbenen aufgebaut — mit Fotos, Lieblingsessen und -getränken des Toten, Cempasúchil-Blumen (Ringelblumen), Kerzen und persönlichen Gegenständen.
- Friedhofsbesuche: Familien verbringen die Nacht auf dem Friedhof bei ihren Toten — mit Essen, Musik, Kerzen und Gebeten. Es ist gleichzeitig feierlich und fröhlich.
- Calaveras de Azúcar: Zuckerschädel mit dem Namen der Lebenden darauf — ein heiteres Memento Mori.
- La Catrina: Das elegante Skelett mit Hut, erfunden von José Guadalupe Posada (1913), ist das Symbol des Festes. Überall wird man als Catrina geschminkt.
Die besten Orte
- Pátzcuaro / Janitzio (Michoacán): Die intensivste Tradition. Die Purépecha-Fischer fahren nachts in Kanus mit Kerzen auf den See — unvergessliche Bilder.
- Oaxaca: Comparsa-Paraden (Maskenumzüge), geschmückte Friedhöfe, Mezcal mit den Toten.
- Mexiko-Stadt: Seit 2016 gibt es eine riesige Parade auf dem Paseo de la Reforma (inspiriert vom James-Bond-Film „Spectre").
- Mixquic (bei CDMX): Der authentischste Friedhofsbesuch nahe der Hauptstadt.
💡 Tipp
Wenn du Anfang November in Mexiko bist, versäume den Día de los Muertos nicht! In Oaxaca und Pátzcuaro sind Hotels Wochen vorher ausgebucht — früh planen. Die Nacht vom 1. auf den 2. November auf einem Friedhof ist ein Lebenserlebnis.