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Geschichte · Abschnitt 2/3

Britische Herrschaft & Unabhängigkeit

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Britische Herrschaft & Unabhängigkeit

Die Briten (1810–1968)

1810 eroberten die Briten die Insel nach der Schlacht von Grand Port und dem Fall von Port Louis. Der Vertrag sicherte den französischen Siedlern zu, ihre Sprache, Gesetze und Religion zu behalten — daher wird auf Mauritius bis heute Französisch gesprochen, obwohl Englisch die Amtssprache ist.

Die wichtigste Entscheidung der britischen Ära: die Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1835. Über 60.000 Sklaven wurden befreit. Um den Arbeitskräftemangel auf den Plantagen zu decken, holten die Briten indische Vertragsarbeiter (Indentured Labourers) — zwischen 1834 und 1920 kamen rund 500.000 Inder nach Mauritius. Sie kamen als Arbeiter, blieben für immer und prägen heute Kultur, Religion und Küche der Insel fundamental. Die Ankunftsstation Aapravasi Ghat in Port Louis ist UNESCO-Welterbe.

Parallel kamen auch chinesische Händler und muslimische Kaufleute aus Gujarat — das multikulturelle Mauritius, wie wir es heute kennen, nahm Gestalt an.

Unabhängigkeit (1968) & Aufstieg

Am 12. März 1968 wurde Mauritius unabhängig — unter der Führung von Sir Seewoosagur Ramgoolam, dem Vater der Nation. Was folgte, ist eine der bemerkenswertesten Erfolgsgeschichten Afrikas:

  • 1970er: Aufbau einer Textilindustrie in Freihandelszonen (Export Processing Zones). Mauritius wird zum „Textil-Tiger" des Indischen Ozeans.
  • 1980er: Diversifizierung in Tourismus und Finanzdienstleistungen. Die ersten Luxusresorts entstehen.
  • 1992: Mauritius wird Republik (innerhalb des Commonwealth). Stabiler demokratischer Wandel ohne Gewalt.
  • 2000er: Aufstieg zum Finanz- und IT-Zentrum für Afrika und Asien. BIP pro Kopf steigt auf über 10.000 USD — das höchste in Afrika.
  • Heute: Mauritius gilt als das bestregierte Land Afrikas (Mo Ibrahim Index), mit kostenloser Bildung, kostenloser Gesundheitsversorgung und einer lebendigen Demokratie. Das Land hat sich vom armen Zuckerrohr-Exporteur zur diversifizierten Mittelklasse-Gesellschaft gewandelt — ein Modell für den gesamten Kontinent.

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