Porto Cristo & Porto Colom
Die beiden Portos der Ostküste sind authentische Hafenstädtchen, die sich ihre mallorquinische Seele bewahrt haben — ruhige Alternativen zu den Ferienorten, mit echtem Dorfleben, Fischerbooten und Restaurants, in denen Einheimische neben Touristen sitzen.
Porto Cristo
Porto Cristo ist den meisten als Zugangsort zu den Drachenhöhlen bekannt — aber das Städtchen verdient mehr als einen kurzen Durchfahrtsstopp. Der Naturhafen ist einer der schönsten der Ostküste: eine tiefe, geschützte Bucht, an deren Ufern sich Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte reihen. Am Hafen gibt es einen kleinen Sandstrand (Platja de Porto Cristo) — nicht der schönste der Insel, aber praktisch und familienfreundlich.
Oberhalb des Hafens erstreckt sich das Städtchen mit seinem beschaulichen Zentrum: Pfarrkirche, Wochenmarkt (sonntags), ein paar gute Restaurants. Der Passeig de la Sirena (Uferpromenade) mit der Meerjungfrauen-Statue ist der Treffpunkt am Abend. Für Kinder lohnt das Aquarium de Mallorca (Eintritt ca. 14€, Haie, Rochen, Meeresschildkröten) direkt neben den Drachenhöhlen.
Porto Cristo ist auch der Heimatort von Rafael Nadal — sein Tenniszentrum Rafa Nadal Academy liegt am Ortsrand (Besichtigung möglich, sportinteressierte Familien können dort auch Tenniskurse buchen).
Porto Colom
Porto Colom (Portocolom) liegt 15 km südlich und ist das ruhigste und authentischste Hafenstädtchen der Ostküste. Die Legende sagt, Christoph Kolumbus sei hier geboren — historisch nicht belegt, aber der Name Porto Colom deutet darauf hin. Der natürliche Hafen ist tief und geschützt, umgeben von pastellfarbenen Fischerhäusern und den bunten Bootshäusern (Escars) am Südwestufer.
Es gibt keinen nennenswerten Strand im Ort selbst, dafür aber die wunderschöne Cala Marçal (10 Min. zu Fuß) — ein breiter Sandstrand mit flachem Wasser, Liegenverleih und Restaurants. Ideal für Familien.
Was Porto Colom besonders macht, ist die Atmosphäre: Hier sitzen Einheimische abends an der Mole, Kinder spielen auf der Hafenpromenade, Fischer flicken ihre Netze, und in den Restaurants wird serviert, was morgens gefangen wurde. Kein Remmidemmi, keine Touristenshops — einfach Mallorca, wie es mal war.
Der alte Leuchtturm (Faro de Portocolom, 1861) am Hafeneingang ist ein schöner Spaziergang (ca. 20 Min. ab Hafen) mit Blick über die gesamte Bucht und die Küste.
💡 Tipp
Porto Colom ist der perfekte Ort für einen ruhigen Abend: Abendsonne am Hafen (Westseite, Sonnenuntergang!), dann frischen Fisch im Restaurant HPC (am Hafen, Hauptgericht 16–28€). Am Sonntag hat Porto Colom einen kleinen Markt mit lokalen Produkten.