Ostküste entdecken
Die Ostküste Mallorcas ist das Gegenstück zum touristisch erschlossenen Südwesten: Statt langer Strände und großer Hotelanlagen gibt es hier Dutzende kleiner, oft versteckter Buchten (Calas), die sich wie Fjorde in die Felsenküste einschneiden. Das Wasser leuchtet in unwirklichen Türkis- und Smaragdtönen, die Klippen sind von Kiefern bewachsen, und an vielen Stellen fühlt man sich wie in einer Postkarte aus den 1960er-Jahren.
Die Ostküste erstreckt sich von Cala Ratjada im Norden über Porto Cristo mit den weltberühmten Drachenhöhlen bis hinunter nach Cala Mondragó und Cala Figuera im Süden — gut 80 Kilometer Küstenlinie mit mehr als 30 verschiedenen Calas, von denen jede ihren eigenen Charakter hat.
Hinter der Küste liegt eine ländliche, sanft hügelige Landschaft mit Mandelbäumen, Feigenkakteen und alten Fincas. Das Städtchen Artà mit seiner Bergfestung gehört zu den authentischsten Orten der Insel. Felanitx und Manacor (die zweitgrößte Stadt Mallorcas, Heimat von Rafael Nadal und der Majorica-Perlenmanufaktur) bieten Einblicke ins Alltagsleben jenseits des Tourismus.
Die Ostküste ist ideal für Entdecker und Naturliebhaber: Wer bereit ist, ein paar Kilometer zu wandern oder auf Komfort zu verzichten, wird mit einsamen Traumstränden belohnt. Aber auch Familien finden hier viel — die Resorts Cala Millor und Sa Coma bieten klassischen Strandurlaub mit guter Infrastruktur.
Plane mindestens 5–7 Tage für die Ostküste ein. Ein Mietwagen ist hier unverzichtbar — viele der schönsten Calas liegen abseits der Hauptstraßen und sind ohne Auto nicht erreichbar.
💡 Tipp
Die schönsten Calas der Ostküste sind mit dem Auto erreichbar, aber die Parkplätze sind im Sommer schnell voll (oft schon ab 10 Uhr). Komme früh oder nutze die Mittagszeit, wenn viele zum Essen zurückfahren. Für einige Calas (z.B. Cala Varques) muss man 20–30 Minuten zu Fuß gehen — festes Schuhwerk und Wasser nicht vergessen!