Die madagassische Küche
In Madagaskar dreht sich alles um Reis (vary). Die Madagassen gehören zu den größten Reiskonsumenten der Welt — im Durchschnitt isst jeder Erwachsene über 200 kg Reis pro Jahr (zum Vergleich: Deutschland ca. 5 kg). Reis wird zu jeder Mahlzeit gegessen — morgens, mittags, abends. „Reis essen" (mihinam-bary) bedeutet „essen" schlechthin.
Typische Gerichte
- Vary sy Laoka: Das Basisgericht — Reis (vary) mit einer Beilage (laoka), die je nach Region und Budget variiert: Zebu-Fleisch, Huhn, Fisch, Bohnen oder Gemüse in einer Sauce. Im Hotely ab 1€.
- Romazava: Madagaskars „Nationalgericht" — ein Eintopf aus Rindfleisch (oder Zebu), Brède Mafane (Parakresse, die auf der Zunge kribbelt!), Tomaten und Blattgemüse. Comfort Food in seiner reinsten Form.
- Ravitoto: Zerstoßene Maniokblätter mit Schweinefleisch und Kokosmilch. Reich, sättigend und typisch für die Ostküste.
- Henakisoa sy Voanio: Schweinefleisch in Kokosmilch — ein Klassiker der Westküste.
- Akoho sy Voanio: Huhn in Kokosmilch mit Ingwer und Tomaten. Das madagassische „Sonntagsessen".
- Zebu-Steak: Madagassische Zebu-Rinder liefern mageres, aromatisches Fleisch. Gegrillt oder in der Pfanne — ein Must-Try.
- Mofo gasy: Kleine, in Kokosöl frittierte Reisküchlein, die morgens an jeder Straßenecke verkauft werden (0,05€ pro Stück). Das madagassische Frühstück.
- Koba: Süßer Kuchen aus Reismehl, Erdnüssen und Banane, in Bananenblätter gewickelt und gedämpft. Ein beliebter Snack.
Früchte
Madagaskar ist ein Paradies für Fruchtliebhaber: Mangos (November–Januar), Litschis (Dezember–Februar), Papayas, Passionsfrüchte, Jackfruit, Guaven, Kokosnüsse, Bananen in zehn Sorten und Brotfrucht. Auf jedem Markt türmen sich die Früchte für fast nichts — 1 kg Mangos für 0,20€ in der Saison.