Harpa Konzerthaus★★★
Architektonisches Meisterwerk am Hafen
Das Harpa Konzert- und Kongresshaus am alten Hafen ist Islands beeindruckendstes modernes Gebäude. Die von dem dänisch-isländischen Künstler Ólafur Elíasson entworfene Fassade besteht aus 714 unregelmäßigen Glaswaben in einem quasi-kristallinen Muster, das er „quasi-bricks" nannte. Die Waben sind mit farbigen LED-Leuchten hinterlegt und leuchten je nach Lichteinfall und Tageszeit in unterschiedlichen Farben — ein Kaleidoskop, das die Nordlichter auf die Erde bringt. Nachts ist die Lichtinstallation ein Spektakel, das die gesamte Hafenfront illuminiert.
Die Architektur stammt vom dänischen Büro Henning Larsen Architects und dem Ingenieurbüro Batteriið Architects. Das Gebäude wurde 2011 eröffnet, mitten in der Nachwehe der Finanzkrise 2008. Der Bau hatte fast nicht überlebt — nach dem Crash stand das Projekt vor dem Aus, und viele Isländer protestierten gegen die Kosten. Heute ist das Harpa ein Symbol für Islands Wiederaufstieg und gewann 2013 den renommierten Mies van der Rohe Award der EU für zeitgenössische Architektur.
Das Gebäude beherbergt das Isländische Symphonieorchester (Sinfóníuhljómsveit Íslands), die Isländische Oper und mehrere Konzertsäle (der größte fasst 1.800 Personen). Auch ohne Konzert lohnt der Besuch: Die Eingangshalle mit ihren geometrischen Lichtmustern ist frei zugänglich, und das Restaurant Kopar im Erdgeschoss bietet erstklassige Küche mit Hafenblick.
Im Harpa Shop gibt es ausgewähltes isländisches Design — von Keramik über Schmuck bis zu Vinyl von isländischen Bands. Ein qualitativ deutlich besserer Souvenirladen als die meisten auf dem Laugavegur.
💡 Tipp
Besuche die Harpa bei Sonnenuntergang oder nachts — die beleuchtete Fassade ist am eindrucksvollsten bei Dunkelheit. Die kostenlosen Mittagskonzerte (manchmal am Wochenende) sind ein Geheimtipp. Check das Programm auf harpa.is.