Getränke — Kaffee, Jamu & Kopi Luwak
Indonesien ist der viertgrößte Kaffeeproduzent der Welt — und die Kaffeekultur ist tief verwurzelt:
Kopi Tubruk
Die traditionelle indonesische Zubereitungsmethode: Gemahlener Kaffee wird direkt in die Tasse gegeben, mit heißem Wasser übergossen und mit viel Zucker verrührt. Der Satz bleibt in der Tasse — man trinkt vorsichtig oben ab. Einfach, stark, überall verfügbar. Ab 5.000 IDR (0,30 €).
Kopi Luwak — der teuerste Kaffee der Welt
Kopi Luwak wird aus Kaffeebohnen hergestellt, die von der Asiatischen Palmenzibet-Katze (Luwak) gefressen und wieder ausgeschieden werden. Die Verdauungsenzyme verändern die Bohnen und erzeugen einen außergewöhnlich milden, wenig bitteren Kaffee. Original wild gesammelter Kopi Luwak ist extrem selten und teuer (bis 50 € pro Tasse). Achtung: Die meisten „Kopi Luwak"-Angebote stammen aus Käfighaltung, in der die Tiere unter erbärmlichen Bedingungen leben. Kaufe nur zertifizierten Wild-Luwak-Kaffee oder — besser — probiere die exzellenten „normalen" indonesischen Kaffees: Toraja, Gayo (Sumatra), Java und Flores.
Jamu
Jamu ist Indonesiens traditionelle Kräutermedizin — ein System aus Hunderten von Getränken und Pasten, die aus Wurzeln, Blättern, Früchten und Gewürzen hergestellt werden. Am verbreitetsten ist Jamu Kunyit Asam (Kurkuma-Tamarinden-Getränk) — bitter, erfrischend und angeblich gut für alles. Jamu-Verkäuferinnen mit ihren charakteristischen Tragekörben sind ein alltäglicher Anblick auf Java.
Alkohol
Indonesien ist ein muslimisches Land, aber Alkohol ist legal und in touristischen Gebieten, Hotels und Supermärkten erhältlich. Bintang ist das indonesische Nationalbier (eigentlich ein Heineken-Ableger). Arak (Reiswein/Palmschnaps) ist auf Bali und Flores verbreitet — Vorsicht mit der Qualität: Methanol-vergifteter Arak hat schon Todesfälle verursacht.
Achtung
Kaufe Arak (lokalen Palmschnaps) nur von vertrauenswürdigen Quellen — in Restaurants oder offiziellen Läden. Selbstgebrannter Arak von der Straße kann Methanol enthalten und ist lebensgefährlich. Jährlich gibt es Vergiftungsfälle mit tödlichem Ausgang, auch unter Touristen.