Umweltprobleme & Nachhaltiges Reisen
Griechenlands Natur steht unter Druck — und der Tourismus ist Teil des Problems:
Waldbrände
Das drängendste Umweltproblem: Waldbrände werden durch den Klimawandel immer häufiger und verheerender. Der Brand auf Euböa 2021 war der größte in der EU-Geschichte, die Feuer bei Alexandroupoli 2023 brachen alle Rekorde. Im Sommer (Juli-September) sind weite Teile des Landes brandgefährdet. Brandstiftung (für Bauland) ist ein chronisches Problem, das die Behörden nicht in den Griff bekommen.
Overtourism
Santorin empfing 2024 über 3,5 Millionen Besucher — auf einer Insel mit 15.000 Einwohnern. Die Infrastruktur (Wasser, Abwasser, Müll) ist überfordert. Ähnlich auf Mykonos und in Teilen Kretas. Die Regierung hat begonnen, Kreuzfahrtschiffe zu begrenzen und alternative Destinationen zu fördern.
Plastik & Müll
Einwegplastik wurde 2021 verboten, aber die Umsetzung ist lückenhaft. An abgelegenen Stränden findet man noch Müll. Illegale Müllkippen auf kleineren Inseln sind ein Problem — die Entsorgungsinfrastruktur auf den Inseln ist oft unzureichend.
Was du tun kannst
- Nebensaison reisen: Mai-Juni und September-Oktober sind angenehmer, günstiger und nachhaltiger.
- Alternative Inseln: Statt Santorin nach Milos, statt Mykonos nach Serifos, statt Kos nach Leros. Ähnlich schön, ein Bruchteil der Touristen.
- Wasser sparen: Auf den Kykladen ist Frischwasser Mangelware — es wird per Tankschiff geliefert. Kurz duschen, Handtücher wiederverwenden.
- Lokal essen und kaufen: In der Taverne statt im Hotelrestaurant, Olivenöl beim Bauern, nicht im Souvenirshop.
- Fähren statt Flüge: Zwischen den Inseln wenn möglich Fähre nehmen — langsamer, aber klimafreundlicher und schöner.
Achtung
Im Sommer (Juli-September) gilt höchste Waldbrandgefahr. Wirf NIEMALS Zigarettenstummel in die Natur, mache kein offenes Feuer, und halte dich an lokale Warnungen. Bei Brandgeruch oder Rauch sofort die Feuerwehr rufen (199).