Nachhaltig reisen in Chile
Verantwortungsvoller Tourismus
Chile hat einige der empfindlichsten Ökosysteme der Welt — von der hyper-ariden Atacama bis zu den Gletschern Patagoniens. Als Reisende haben wir die Verantwortung, diese Naturwunder für zukünftige Generationen zu bewahren.
Dos & Don'ts
- Leave No Trace: Besonders in Torres del Paine und der Atacama. Nimm ALLEN Müll wieder mit — auch biologisch abbaubaren (in der Atacama verrottet nichts, in Patagonien dauert es Jahrzehnte)
- Auf den Wegen bleiben: In der Atacama ist die Salzkruste extrem fragil — ein Fußabdruck ist Jahrtausende sichtbar. Im Nationalpark werden Abkürzungen bestraft
- Kein Feuer: In Torres del Paine ist offenes Feuer seit dem verheerenden Brand von 2011/2012 (der 12.500 Hektar zerstörte) strengstens verboten. Kocher nur an designierten Stellen
- Wasser sparen: In der Atacama ist Wasser kostbar — kurz duschen, Leitungswasser trinken statt Plastikflaschen kaufen
- Lokale Anbieter: Buche Touren bei lokalen chilenischen Agenturen statt bei internationalen Konzernen — das Geld bleibt in der Gemeinschaft
- Mapuche-Kultur respektieren: Frage immer um Erlaubnis, bevor du Menschen fotografierst. Besuche Mapuche-Gemeinschaften nur, wenn sie Tourismus selbst anbieten
Chiles Naturschutz-Revolution
Chile hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Naturschutz-Wende vollzogen: Die Stiftung von Douglas und Kristine Tompkins (Gründer von The North Face und Esprit) hat über 800.000 Hektar Land in Patagonien aufgekauft und dem chilenischen Staat als Nationalparks geschenkt — darunter der Parque Pumalín und die Ruta de los Parques (Route der Parks), die 17 Nationalparks über 2.800 km verbindet. Es ist die größte private Landspende in der Geschichte.