Landschaften & Tierwelt
Die Landschaftszonen
- Anden: Die 7.000 km lange Gebirgskette bildet die Westgrenze Argentiniens. Vom subtropischen Nordwesten (Quebrada de Humahuaca) über die Weinregion Mendoza bis zu den Gletschern Patagoniens. Der Aconcagua (6.962 m) ist der höchste Gipfel
- Pampa: Die riesige Grasebene rund um Buenos Aires — Argentiniens „Brotkorb". Hier grasen Millionen Rinder (daher das berühmte Fleisch!), und die Horizonte sind so weit, dass man die Erdkrümmung erahnen kann. Gaucho-Land
- Patagonische Steppe: Südlich des Río Colorado beginnt die windgepeitschte Steppe — karg, einsam, endlos. Guanakos, Nandus (südamerikanische Strauße) und Gürteltiere sind die einzigen Bewohner weiter Flächen
- Patagonische Anden & Gletscher: Am Fuß der südlichen Anden liegen die berühmten Gletscherseen (Lago Argentino, Lago Viedma) und die Gletscherfelder des Südpatagonischen Eisfelds — nach der Antarktis und Grönland die drittgrößte Eisfläche der Erde
- Feuerland (Tierra del Fuego): Die Insel am südlichsten Ende Südamerikas, geteilt zwischen Argentinien und Chile. Subantarktische Wälder, der Beagle-Kanal und die südlichste Stadt der Welt — Ushuaia
- Nordosten (Mesopotamia): Subtropischer Dschungel zwischen den Flüssen Paraná und Uruguay. Die Iguazú-Wasserfälle und die Iberá-Sümpfe — eines der größten Feuchtgebiete der Welt
- Puna: Das Hochplateau im äußersten Nordwesten (über 3.500 m) — Salzwüsten, Vulkane, Flamingos und eine Stille, die an den Anfang der Welt erinnert
★★★ Die Tierwelt — Was du wo siehst
| Tier | Wo | Beste Zeit |
|---|---|---|
| Südliche Glattwale | Península Valdés | Juni–Dezember |
| Orcas (Strandjagd!) | Península Valdés, Punta Norte | März–April |
| Magellan-Pinguine | Punta Tombo, Isla Martillo (Ushuaia) | September–März |
| See-Elefanten | Península Valdés | Ganzjährig |
| Kondore | El Chaltén, Quebrada de Humahuaca | Ganzjährig |
| Guanakos | Patagonien, Nordwesten | Ganzjährig |
| Vicuñas | Puna, Salinas Grandes | Ganzjährig |
| Flamingos | Puna, Salinas Grandes | November–März |
| Tukane | Iguazú-Nationalpark | Ganzjährig |
| Kaimane | Iguazú, Esteros del Iberá | Ganzjährig |
| Capybaras | Esteros del Iberá | Ganzjährig |
| Jaguare | Esteros del Iberá (wiederangesiedelt!) | Ganzjährig (sehr selten) |
| Gürteltiere | Patagonien, Pampa | Ganzjährig |
| Nandus (Rheas) | Patagonien, Pampa | Ganzjährig |
★★ Esteros del Iberá — Das vergessene Paradies
Die Iberá-Sümpfe in der Provinz Corrientes sind eines der größten Süßwasser-Feuchtgebiete der Welt (13.000 km²!) — und Argentiniens bestgehütetes Naturgeheimnis. Kaimane sonnen sich auf den Ufern, Capybaras (die größten Nagetiere der Welt, so groß wie Schäferhunde!) grasen friedlich, Sumpfhirsche stehen knietief im Wasser, und seit einem bahnbrechenden Wiederansiedlungsprojekt leben hier wieder Jaguare — die größten Raubkatzen Amerikas. Dazu: Hunderte Vogelarten, Affen, Ameisenbären und eine Stille, die an den Beginn der Welt erinnert. Weit weg von den Touristenpfaden — ein Erlebnis für echte Naturliebhaber.
Zugang über Colonia Carlos Pellegrini (600 km nördlich von BA, Flug nach Posadas oder Corrientes + Auto). Lodges mit Boots- und Kanuexkursionen: ab 80€/Nacht. Am besten 2–3 Nächte.