Geschichte Ägyptens · Abschnitt 3/3

Modernes Ägypten

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Modernes Ägypten

Britische Herrschaft (1882–1952)

1882 besetzte Großbritannien Ägypten — offiziell, um seine Investitionen im Suezkanal (1869 eröffnet) zu schützen. Ägypten wurde de facto britische Kolonie, obwohl formell unabhängig (ab 1922). Der ägyptische Nationalismus wuchs stetig, angeführt von Figuren wie Saad Zaghloul.

Revolution 1952 & Nasser

Am 23. Juli 1952 stürzte eine Gruppe junger Offiziere (die „Freien Offiziere") unter Gamal Abdel Nasser den König Faruk. Nasser wurde zum Helden der arabischen Welt: Er verstaatlichte den Suezkanal (1956), baute den Assuan-Hochdamm mit sowjetischer Hilfe und propagierte den Panarabismus. Die Niederlage im Sechstagekrieg 1967 gegen Israel war ein Tiefschlag.

Sadat & Camp David

Nassers Nachfolger Anwar Sadat vollzog eine 180-Grad-Wende: Er öffnete Ägypten für westliche Investitionen (Infitah-Politik), schloss 1979 den historischen Frieden mit Israel (Camp David) — den ersten Friedensvertrag zwischen einem arabischen Staat und Israel. Dafür erhielt er den Nobelpreis — und bezahlte mit seinem Leben: 1981 wurde er von islamistischen Extremisten ermordet.

Mubarak & Revolution 2011

Hosni Mubarak regierte 30 Jahre (1981–2011) — eine Ära der Stabilität, aber auch der Stagnation, Korruption und Unterdrückung. Am 25. Januar 2011 begann die ägyptische Revolution: Millionen gingen auf den Tahrir-Platz und erzwangen Mubaraks Rücktritt. Nach einer turbulenten Übergangsphase (Mursi, Muslimbruderschaft) übernahm Feldmarschall Abdel Fattah el-Sisi 2014 die Präsidentschaft und regiert seitdem autoritär, aber mit wirtschaftlicher Modernisierung (neue Hauptstadt, Suezkanal-Erweiterung).

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