Erstbesucher-Tipps
12 Dinge, die ich gerne vor meiner ersten Zypern-Reise gewusst hätte:
- Linksverkehr! Zypern ist eine ehemalige britische Kolonie und fährt links. Das Lenkrad ist rechts, der Scheibenwischer dort, wo man den Blinker erwartet. Die ersten Stunden sind nervenaufreibend — dann gewöhnt man sich daran. Besonders gefährlich: Kreisverkehre!
- Adapter nicht vergessen. Zypern nutzt die britischen Typ-G-Stecker (drei rechteckige Stifte). Ohne Adapter geht nichts. Hotels haben manchmal welche an der Rezeption, aber verlasse dich nicht darauf.
- Nordzypern ist problemlos erreichbar. EU-Bürger können die Green Line jederzeit zu Fuß, per Auto oder Bus überqueren — nur Ausweis vorzeigen. Die Rückkehr in den Süden ist genauso einfach.
- Mietwagen aus dem Süden dürfen NICHT in den Norden. Die Versicherung des südzyprischen Vermieters gilt nicht im Norden. Am Grenzübergang musst du eine nordzyprische Kurzzeit-Versicherung abschließen (ca. 20€/3 Tage) — oder du mietest im Norden separat.
- Die Hitze im Sommer wird unterschätzt. 40°C+ sind im Juli/August normal. Sightseeing ab 12 Uhr ist eine Qual. Plane Aktivitäten für den Morgen und Abend, mittags an den Strand oder Pool.
- Meze bestellt man nie allein. Ein Meze-Menü ist für mindestens zwei Personen gedacht. Als Solo-Reisender bitte den Wirt um eine kleine Auswahl.
- Sonntags ist vieles geschlossen. Besonders in kleineren Orten. In Nikosia und Limassol-Altstadt sind viele Geschäfte sonntags zu, außer in Touristenzonen.
- Trinkgeld: 5–10% im Restaurant sind üblich, aber nicht obligatorisch. Service Charge (meist 10%) ist oft bereits auf der Rechnung — dann ist zusätzliches Trinkgeld optional.
- Zypern-Kaffee ≠ Türkischer Kaffee. Bestelle niemals „türkischen Kaffee" im Süden — es heißt „zyprischer Kaffee" (Kypriakos kafes). Politisch sensibles Thema. Umgekehrt im Norden: „Türk kahvesi".
- Katzen sind überall. Zypern heißt nicht umsonst „Katzeninsel". Tausende halbwilde Katzen leben in jeder Stadt, jedem Dorf, jeder archäologischen Stätte. Sie gehören zum Erlebnis.
- Wasser ist kostbar. Zypern leidet unter Wasserknappheit. Leitungswasser ist trinkbar, aber oft stark gechlort. Die meisten Einheimischen kaufen Trinkwasser in großen 5-Liter-Kanistern.
- Das archäologische Museum in Nikosia ist ein Muss. Bevor du die Ausgrabungsstätten besuchst, gibt das Zypern-Museum (Leoforos Mouseiou 1) den nötigen Kontext. 4,50€, absolut lohnenswert.