Fjorde, Gletscher & Nordlichter
Wie Fjorde entstehen
Fjorde sind von Gletschern geschnittene, tief ins Land reichende Meeresarme. Während der Eiszeiten (die letzte endete vor ca. 10.000 Jahren) schoben sich gewaltige Gletscher durch die Täler zum Meer. Ihr Gewicht (bis zu 3 km dick!) schürfte tiefe U-förmige Täler in den Fels. Als das Eis schmolz, flutete das Meer diese Täler — die Fjorde waren geboren.
Norwegens Fjorde sind deshalb so spektakulär, weil die Berge hier steil und hoch sind (bis 1.800 m) und die Täler unglaublich tief (der Sognefjord reicht 1.308 m unter den Meeresspiegel). Die Kombination aus Tiefe, Enge und Höhe der Felswände ist weltweit einzigartig.
Gletscher
Norwegen hat über 1.600 Gletscher — sie bedecken etwa 1% der Landfläche. Der Jostedalsbreen ist mit 487 km² der größte Festlandgletscher Europas. Seine Arme (Briksdalsbre, Nigardsbreen, Bøyabreen) reichen fast bis in die Fjorde. Der Folgefonna bei Bergen bietet Sommerskifahren.
Die Gletscher schmelzen allerdings rapide: Seit 1900 haben norwegische Gletscher durchschnittlich 30–40% ihrer Masse verloren. Der Klimawandel ist in Norwegen besonders sichtbar.
Nordlichter (Aurora Borealis)
Nordlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds auf die Erdatmosphäre treffen. Norwegens Lage im Polarlicht-Oval (65–72° nördliche Breite) macht Nordnorwegen zu einem der besten Beobachtungsorte der Welt.
- Farben: Grün (am häufigsten, Sauerstoff in 100 km Höhe), Rot (Sauerstoff in 200 km Höhe), Violett/Blau (Stickstoff)
- Beste Zeit: September–März, 21:00–01:00 Uhr
- Beste Orte: Tromsø, Alta, Lofoten, Senja, Nordkap
- Bedingungen: Klarer Himmel, wenig Mondlicht, hohe Sonnenaktivität (KP-Index >= 3)