Skeleton Coast★★
Die Skeleton Coast ist einer der unwirtlichsten und gleichzeitig faszinierendsten Orte der Erde — ein schmaler Küstenstreifen im Nordwesten Namibias, wo die Namib-Wüste direkt auf den eiskalten Atlantik trifft. Der kalte Benguela-Strom erzeugt dichten Nebel, starke Strömungen und tückische Brandung.
Ihren Namen verdankt die Küste den zahllosen Schiffswracks, die hier über die Jahrhunderte strandeten — Seeleute, die es an Land schafften, starben oft in der wasserlosen Wüste. Die Buschleute nannten sie „Das Land, das Gott im Zorn erschuf". Die Portugiesen sagten einfach „Tor zur Hölle".
Heute können Besucher den südlichen Teil des Skeleton Coast Parks (Ugab Gate bis Springbokwasser) mit dem Auto erreichen — eine einsame, windgepeitschte Küstenstraße, die durch endlose Kieswüste führt. Unterwegs siehst du:
- Schiffswracks: Rostende Skelette am Strand — das bekannteste ist die Zeila (2008 gestrandet, leicht zugänglich)
- Robbenkolonien: Tausende Pelzrobben an abgelegenen Buchten
- Lichenen-Felder: Farbenfrohe Flechten, die vom Nebel leben und den Boden wie Teppiche bedecken
- Wüstenlöwen: Vereinzelt leben Löwen an der Skeleton Coast, die sich von Robben ernähren — eine der extremsten Anpassungen der Tierwelt
Der nördliche Teil (nördlich von Springbokwasser) ist nur per Fly-in-Safari erreichbar — extrem exklusiv und teuer, aber eines der wildesten Erlebnisse, die Afrika zu bieten hat.
Achtung
An der Skeleton Coast niemals schwimmen — die Strömungen und die eiskalte Wassertemperatur (12–15°C) sind lebensgefährlich. Auch das Waten im flachen Wasser kann gefährlich sein.