Kaokoland & die Himba★★
Das Kaokoland im äußersten Nordwesten Namibias ist eines der abgelegensten und wildesten Gebiete des südlichen Afrikas. Hier gibt es keine Teerstraßen, keine Tankstellen, keine Mobilfunkabdeckung — nur steinige Pisten, zerklüftete Berge und die grenzenlose Weite der Halbwüste.
Das Kaokoland ist die Heimat der Himba — eines der letzten halbnomadischen Völker Afrikas. Die Himba sind bekannt für ihre markante Erscheinung:
- Otjize: Eine Paste aus Ockerpigment und Butterfett, mit der Frauen ihre Haut und Haare einreiben — sie verleiht den typischen rotbraunen Glanz und schützt vor Sonne und Insekten
- Kunstvoll geflochtene Frisuren — verschiedene Stile zeigen Alter, Familienstand und sozialen Status an
- Lederschurze und Muschelschmuck — traditionelle Kleidung, die trotz Modernisierung beibehalten wird
- Heiliges Feuer (Okuruwo): In jedem Himba-Kraal brennt ein heiliges Feuer, das die Verbindung zu den Ahnen symbolisiert und nie erlöschen darf
Besuche bei Himba-Gemeinschaften sind möglich und — wenn respektvoll organisiert — für beide Seiten bereichernd. Die Himba kontrollieren selbst, ob und wann sie Besucher empfangen, und erhalten eine faire Vergütung.
Praktisch: Kaokoland bereisen
- Nur mit 4×4: Die Pisten sind extrem anspruchsvoll — felsig, sandig, mit Flussdurchquerungen. Nur für erfahrene Offroad-Fahrer
- Ausrüstung: Zwei Reserveräder, Reservekanister (mind. 40 Liter), genug Wasser und Lebensmittel für mindestens 3 Tage
- Opuwo: Die einzige Stadt der Region — letzter Punkt zum Tanken, Einkaufen und als Basis für Himba-Besuche
- Epupa Falls: Am Kunene-Fluss an der angolanischen Grenze — eine Reihe von Kaskaden, umgeben von Makalani-Palmen. Wunderschöner Campingplatz
Achtung
Das Kaokoland ist nur für erfahrene, gut ausgerüstete Selbstfahrer geeignet. Für alle anderen: eine organisierte Tour buchen (z.B. mit Kaokoland Safaris). Im Notfall kann Hilfe Tage dauern. Reist nie allein, immer mindestens zwei Fahrzeuge.