Gobi-Wüste · Abschnitt 1/4

Die Gobi erleben

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Die Gobi erleben

Die Gobi-Wüste erstreckt sich über 1,3 Millionen km² in der südlichen Mongolei und Nordchina — die fünftgrößte Wüste der Welt. Aber vergiss das Bild einer endlosen Sandfläche: Die Gobi ist überraschend vielfältig. Nur etwa 5% sind tatsächlich Sanddünen — der Rest besteht aus Kies- und Geröllsteppen, Felsschluchten, Gebirgszügen, grünen Oasen und dramatischen Klippen. Die Gobi ist eher eine Halbwüste mit eigener, faszinierender Ökologie.

Was die Gobi besonders macht: die extremen Kontraste. Du stehst in einer Eisschlucht, in der im Juli noch Eis liegt — und zwei Stunden Jeepfahrt weiter versinkst du bis zu den Knien im heißen Sand von 300 m hohen Dünen. Dazwischen: rote Klippen, aus denen 80 Millionen Jahre alte Dinosaurierknochen ragen, und zweihöckrige Kamele, die gemächlich durch die Weite trotten.

Die drei großen Highlights

  • Khongoryn Els — Die singenden Dünen: Die größten Sanddünen der Mongolei — bis zu 300 m hoch, 12 km breit und 180 km lang. Wenn der Wind über die Kämme streicht, erzeugen die Sandkörner einen tiefen, brummenden Ton, der über die Wüste hallt — daher „singende Dünen". Die Besteigung (45–60 Minuten in tiefem Sand) wird mit einem Panoramablick belohnt, der an die Sahara erinnert. Bei Sonnenuntergang, wenn die Dünen in Gold und Orange leuchten: eines der schönsten Bilder der Mongolei.
  • Flaming Cliffs (Bayanzag): Dramatisch rote Sandsteinklippen, die bei Sonnenuntergang in flammendem Orange leuchten, als stünden sie in Brand. Hier entdeckte der amerikanische Forscher Roy Chapman Andrews 1923 die ersten Dinosaurier-Eier und -Nester der Welt — ein Fund, der die Paläontologie revolutionierte. Noch heute treten fossile Knochen an die Oberfläche — halte die Augen offen.
  • Yolyn Am (Geierschlucht): Eine enge, tiefe Schlucht im Gurvan-Saikhan-Gebirge, in der bis in den Hochsommer Eis liegt — mitten in der Wüste! Die Schlucht verengt sich auf wenige Meter, Bartgeier (Lämmergeier) kreisen über den Felswänden und Pikas huschen über die Steine. Eine Wanderung, die surrealer kaum sein könnte.

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