Diego Rivera & der Muralismo
Der Muralismo (Wandmalerei-Bewegung) der 1920er–1950er Jahre war Mexikos wichtigster Beitrag zur Weltkunst. Nach der Revolution sollte Kunst nicht in Museen hängen, sondern auf öffentlichen Wänden für alle sichtbar sein — eine Kunst des Volkes.
Die drei Großen
- Diego Rivera (1886–1957): Der Erzähler. Seine Wandgemälde im Nationalpalast (CDMX) erzählen die gesamte Geschichte Mexikos in epischen Panoramen. Auch in Detroit und San Francisco vertreten.
- José Clemente Orozco (1883–1949): Der Düstere. Seine Murales im Hospicio Cabañas (Guadalajara) — besonders „El Hombre de Fuego" (Der Mann in Flammen) an der Kuppel — sind erschütternd intensiv.
- David Alfaro Siqueiros (1896–1974): Der Radikale. Experimentierte mit industriellen Materialien, perspektivischen Verzerrungen und dreidimensionalen Effekten. „Marcha de la Humanidad" im Polyforum Cultural Siqueiros (CDMX) ist das größte Wandgemälde der Welt.
Wo Murales sehen?
- Palacio Nacional (CDMX): Riveras Hauptwerk — kostenlos!
- Palacio de Bellas Artes (CDMX): Werke aller drei Großen.
- Hospicio Cabañas (Guadalajara): Orozcos Meisterwerk.
- UNAM (CDMX): Mosaik von O'Gorman an der Universitätsbibliothek — UNESCO-Welterbe.