Die Inselmitte · Abschnitt 3/7

Inca

🇪🇸 Mallorca Reiseführer

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Inca

Wochenmarkt: Donnerstag 8–13 Uhr

Inca ist Mallorcas drittgrößte Stadt (ca. 35.000 Einwohner) und seit dem 19. Jahrhundert das Zentrum der mallorquinischen Lederindustrie. Schuhe, Taschen, Gürtel, Jacken — was auf Mallorca aus Leder gemacht wird, kommt meist aus Inca oder der Nachbargemeinde Lloseta. Die großen Marken Camper (gegründet 1975 in Inca), Lottusse und Barrats haben hier ihre Wurzeln.

Für Besucher bedeutet das: Outlet-Shopping. Entlang der Avinguda del General Luque und in der Zona Industrial reihen sich die Fabrikverkäufe. Camper-Schuhe 30–50% unter Ladenpreis, Lottusse-Lederschuhe ab 80 € (statt 200+), Ledertaschen und Jacken deutlich günstiger als in Palma. Die größte Auswahl hat der Camper Factory Store (Polígon de Lloseta) und Munper (Avda. General Luque 152). Öffnungszeiten: meist Mo–Fr 10–13:30 und 16–19:30, Sa 10–13:30.

Der Donnerstagmarkt (Dijous, daher auch Dijous Bo = Guter Donnerstag, das große Markfest im November) ist nach Sineu der zweitgrößte Markt der Insel. Auf der Plaça d'Espanya und in den umliegenden Straßen bieten Bauern, Handwerker und Händler ihre Waren an. Weniger malerisch als Sineu, dafür authentischer — hier kommen die Einwohner von Inca und Umgebung zum Einkaufen. Frische Produkte, Textilien, Haushaltswaren, Pflanzen.

Das kulinarische Highlight von Inca sind die Cellers — ehemalige Weinkeller, die zu Restaurants umfunktioniert wurden. In den riesigen, gewölbten Kellerräumen mit alten Weinfässern an den Wänden wird deftige mallorquinische Küche serviert: Lechona (Spanferkel), Frit mallorquí (gebratene Innereien mit Kartoffeln und Fenchel), Tumbet (Gemüseauflauf), Caracoles (Schnecken). Die Atmosphäre in diesen jahrhundertealten Kellern ist einzigartig.

Die besten Cellers: Celler Ca'n Amer (Carrer Pau 39, seit 1700, Michelin-Empfehlung), Celler Ca'n Ripoll (Carrer Jaume Armengol 4, das älteste, seit 1768) und Celler Sa Travessa (etwas moderner, aber ebenfalls in historischem Gewölbe). Hauptgerichte 12–25 €, Menú del Día ca. 14–18 €. Am besten donnerstags nach dem Marktbesuch — dann sind die Cellers voller Einheimischer.

Sehenswert ist auch die Pfarrkirche Santa Maria la Major (14. Jh., barocke Fassade), das Kloster Sant Bartomeu (mit Museum für mallorquinisches Kunsthandwerk) und die Altstadt mit ihren Stadtpalästen. Inca ist keine Schönheit im klassischen Sinne — es ist eine Arbeiterstadt mit Charakter. Aber genau das macht sie authentisch.

💡 Tipp

Die perfekte Inca-Kombination: Donnerstags den Markt besuchen (9–13 Uhr), anschließend in einem Celler zu Mittag essen (Ca'n Amer oder Ca'n Ripoll, Reservierung empfohlen!), dann die Leder-Outlets abklappern. Inca ist bequem per Zug ab Palma erreichbar (Linie T3, alle 30–60 Min., ca. 35 Min., 3,45€) — kein Mietwagen nötig.

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