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Japanische Küche · Abschnitt 1/3

Sushi — Die Kunst des rohen Fischs

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Sushi — Die Kunst des rohen Fischs

Sushi (寿司) in Japan ist eine völlig andere Erfahrung als Sushi in Europa — frischer, einfacher, respektvoller gegenüber dem Fisch. Die wichtigsten Formen:

Sushi-Arten

  • Nigiri: Handgeformter Reis mit einem Stück Fisch obenauf — die klassische Form. Der Reis ist leicht warm, mit Essig gewürzt. Der Fisch spricht für sich.
  • Maki: Gerolltes Sushi mit Nori (Seetang). In Japan viel einfacher als die überladenen Rollen im Westen.
  • Sashimi: Reiner roher Fisch ohne Reis — die reinste Form. Die Qualität des Fisches steht im Mittelpunkt.
  • Temaki: Handrolle in Kegelform — zum sofortigen Essen.
  • Chirashi: Reis in einer Schale, darauf verschiedene Sashimi-Stücke — günstig und sättigend.

Wo Sushi essen

  • Kaiten-zushi (Conveyor Belt): Teller kreisen auf dem Band, du nimmst, was dir gefällt. ¥100–500/Teller. Sushiro und Kura Sushi sind die beliebtesten Ketten — überraschend gut für den Preis.
  • Tsukiji/Toyosu Markt: Fangfrisches Sushi am Morgen, an winzigen Theken. ¥2.000–4.000 für ein Set.
  • Omakase (Chefauswahl): Das ultimative Erlebnis: Du sitzt an der Theke, der Meister serviert Stück für Stück sein Bestes. Ab ¥8.000 (Mittagsmenü) bis ¥50.000+ (Ginza, abends). Reservierung Wochen vorher nötig.

Sushi-Etikette

  • Nigiri darf mit den Fingern gegessen werden — das ist traditionell
  • Fischseite (nicht Reisseite!) in die Sojasoße tunken — sonst fällt der Reis auseinander
  • Wasabi ist oft bereits zwischen Fisch und Reis — nicht extra dazugeben (bei Omakase)
  • Ingwer (Gari) ist ein Gaumenreiniger zwischen den Stücken, kein Topping

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