Kunst & Architektur · Abschnitt 2/6

Byzantinische Kunst

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Byzantinische Kunst

Über tausend Jahre lang produzierte das Byzantinische Reich eine eigenständige Kunsttradition, die Antike und Christentum verschmolz und bis heute die orthodoxe Welt prägt.

Ikonen

Die Ikonenmalerei ist nicht einfach Kunst — sie ist Theologie in Farbe. Ikonen (griech. "Eikon" = Bild) sind heilige Bilder, durch die nach orthodoxem Verständnis das Göttliche selbst präsent ist. Sie werden nicht "gemalt", sondern "geschrieben" (graphein), folgen strengen Regeln (Ikonographie) und werden geweiht. Die wichtigsten Typen: Christus Pantokrator (Allherrscher), die Theotokos (Gottesmutter) in verschiedenen Haltungen und Heiligenporträts.

Im 8./9. Jahrhundert tobte der Bilderstreit (Ikonoklasmus): Kaiser wollten Ikonen verbieten, das Volk und die Mönche widersetzten sich. Der Sieg der Ikonoverehrer wird am "Sonntag der Orthodoxie" gefeiert. Die Folge: Orthodoxe Kirchen sind bis heute reich mit Ikonen geschmückt, während der westliche Bildersturm der Reformation das Gegenteil bewirkte.

Die besten Orte für byzantinische Kunst:

  • Byzantinisches Museum Athen: Die umfassendste Ikonen-Sammlung Griechenlands
  • Klöster der Meteora: Fresken und Ikonen in spektakulärer Lage
  • Kirchen von Thessaloniki: 15 UNESCO-geschützte frühchristliche und byzantinische Kirchen
  • Mystras (Peloponnes): Geisterstadt mit vollständig erhaltenen byzantinischen Fresken
  • Kloster Daphni (bei Athen): Eines der schönsten byzantinischen Mosaiken weltweit
  • Nea Moni (Chios): 11.-Jh.-Mosaiken von unglaublicher Farbintensität (UNESCO)

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