Die Ionischen Inseln entdecken
Die Ionischen Inseln (griechisch: Eptanisa, die "Sieben Inseln") sind Griechenlands grünes Gegengewicht zur kargen Kykladen-Ästhetik. Sieben Hauptinseln — Korfu, Zakynthos, Kefalonia, Lefkada, Ithaka, Paxi und Kythira — reihen sich entlang der griechischen Westküste auf, geschützt vor den trockenen Meltemi-Winden der Ägäis und gesegnet mit deutlich mehr Niederschlag. Das Ergebnis: dichte Zypressenwälder, Olivenhaine bis ans Meer, üppiges Grün selbst im Hochsommer und eine Vegetation, die eher an Süditalien als an die typischen griechischen Inseln erinnert.
Was die Ionischen Inseln von allen anderen griechischen Inselgruppen unterscheidet, ist ihre Geschichte. Während der Rest Griechenlands jahrhundertelang unter osmanischer Herrschaft stand, gehörten die Ionischen Inseln der Republik Venedig (1386–1797). Danach kamen kurz die Franzosen, dann die Briten, und erst 1864 wurden sie mit Griechenland vereinigt. Diese venezianische Vergangenheit prägt alles: die Architektur mit ihren Arkaden und Glockentürmen, die Küche mit Pasta und Sofrito, die Musik mit italienisch beeinflussten Kantaden, und sogar den Dialekt.
Jede Insel hat ihren eigenen Charakter:
- Korfu — Die kosmopolitische Königin mit UNESCO-Altstadt und venezianischem Flair
- Zakynthos — Dramatische Klippen, der berühmteste Strand Griechenlands und Meeresschildkröten
- Kefalonia — Die größte Ionische Insel mit Myrtos Beach und magischen Höhlen
- Lefkada — Karibik-Strände und per Brücke erreichbar
- Ithaka — Homers Heimat, klein, ruhig und zeitlos
- Paxi — Winzig, autofrei an vielen Stellen, mit spektakulären Meeresklippen
- Kythira — Geografisch isoliert, zwischen Peloponnes und Kreta, wild und ursprünglich
Die beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, wobei der Frühling (Mai/Juni) besonders schön ist — alles blüht, die Temperaturen sind angenehm (22–28°C), und die Strände noch nicht überfüllt. Juli/August sind heiß (bis 35°C) und voll, September/Oktober bieten warmes Meer (24–26°C) und weniger Touristen.
💡 Tipp
Die Ionischen Inseln sind perfekt für Inselhopping per Fähre. Kefalonia, Ithaka und Lefkada liegen nah beieinander und lassen sich in 10–14 Tagen wunderbar kombinieren. Korfu und Zakynthos sind eher Einzelziele.