Musik & Tanz
Costa Ricas Musikszene ist ein Spiegelbild des Landes: vielfältig, fröhlich und von karibischen Rhythmen durchzogen.
Calypso Limonense
Der Calypso Limonense ist Costa Ricas eigenster Musikstil — eine Variante des trinidadischen Calypso, die von den afrokaribischen Einwanderern an der Karibikküste entwickelt wurde. Die Texte sind humorvoll, sozialkritisch und oft im kreolischen Englisch (Mekatelyu) gesungen. Der Calypso wird mit Banjo, Gitarre und Trommeln gespielt und ist seit 2017 UNESCO-Welterbe des immateriellen Kulturerbes — als erste costa-ricanische Musiktradition.
Der berühmteste Calypso-Musiker war Walter „Gavitt" Ferguson (1919–2023), der als „Vater des costaricanischen Calypso" gilt und bis ins hohe Alter in Cahuita lebte und spielte.
Reggae, Reggaeton & Soca
An der Karibikküste dominiert Reggae — jamaikanische Rhythmen, die mit den Eisenbahnarbeitern kamen und sich fest in der Kultur verankert haben. In Puerto Viejo hört man aus jeder Bar Bob Marley, und die lokalen Reggae-Bands spielen bei Sonnenuntergang am Strand. Soca (Soul + Calypso) ist die Partymusik des Karnevals von Limón.
Im Rest des Landes dominiert Reggaeton — der lateinamerikanische Bass-Sound, der aus Panama und Puerto Rico kam und heute überall gehört wird: in Bussen, Taxis, Restaurants und Clubs.
Punto Guanacasteco — Nationaltanz
Der Punto Guanacasteco ist Costa Ricas Nationaltanz — ein schwungvoller Paar-Tanz aus der Provinz Guanacaste, begleitet von Marimba und Gitarre. Die Tänzer tragen traditionelle Trachten, und der Tanz erzählt spielerisch von der Werbung zwischen Mann und Frau. Man sieht ihn bei Volksfesten, besonders rund um den 25. Juli (Annexion von Guanacaste).