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Budapest · Abschnitt 5/5

Kaffeehäuser & Konditoreien

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Kaffeehäuser & Konditoreien

Budapests Kaffeehaus-Tradition reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als die Stadt über 500 Kaffeehäuser zählte. Hier trafen sich Schriftsteller, Journalisten und Revolutionäre — das Kaffeehaus war Wohnzimmer, Büro und Salon in einem. Die prachtvollsten haben überlebt und sind heute lebende Museen des Budapester Fin-de-Siècle.

Die legendären Kaffeehäuser

  • New York Café — Das „schönste Kaffeehaus der Welt" im Boscolo Hotel: Marmorsäulen, Fresken, vergoldete Decken, Kristalllüster — eine Orgie des Neobarock. 1894 eröffnet, war es Treffpunkt der Budapester Literaten. Der Legende nach warf ein Schriftsteller den Schlüssel in die Donau, damit es nie geschlossen werden könne. Espresso ab 4€, Torte ab 8€ — man zahlt für das Erlebnis.
  • Café Gerbeaud — Am Vörösmarty-Platz, seit 1858 die erste Adresse für Kuchen und Pralinen. Die Dobos-Torte und die Esterházy-Torte sind hier Kunstwerke. Elegante Belle-Époque-Einrichtung, Terrasse auf dem Platz.
  • Central Kávéház — Das Kaffeehaus der Intellektuellen, 1887 eröffnet. Hohe Decken, holzgetäfelte Wände, gutes Mittagsmenü. Weniger überlaufen als das New York Café, aber ebenso atmosphärisch.
  • Ruszwurm Cukrászda — Budapests älteste Konditorei (seit 1827!) im Burgviertel: winzig, vollgestopft mit Biedermeier-Möbeln, legendärer Cremeschnitte. Immer eine Schlange, aber es lohnt sich.

Die Third-Wave-Kaffeekultur hat Budapest ebenfalls erobert: Specialty-Coffee-Shops wie Espresso Embassy, My Little Melbourne und Fekete servieren erstklassige Flat Whites und Pour-Overs — oft in umgebauten historischen Räumen. Hier trifft habsburgische Pracht auf Hipster-Minimalismus, und das Ergebnis ist wunderbar.

Das ungarische Wort für Kaffeehaus ist kávéház, für Konditorei cukrászda. In einer traditionellen Cukrászda bestellt man Kuchen an der Vitrine und setzt sich — der Kaffee kommt selbstverständlich dazu. Eine krémes (Cremeschnitte) oder rétes (Strudel) gehören zum Pflichtprogramm.

💡 Tipp

Das beste Preis-Erlebnis-Verhältnis: Statt ins New York Café (teuer, lange Schlange) lieber ins Central Kávéház gehen — gleiche Belle-Époque-Atmosphäre, deutlich weniger Touristen und günstigere Preise. Oder ins Ruszwurm für die beste Cremeschnitte der Stadt.

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