Sprachführer Schweizerdeutsch · Abschnitt 1/1

Schweizerdeutsch Basics

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Schweizerdeutsch Basics

Schweizerdeutsch (Schwyzerdütsch) ist die gesprochene Alltagssprache in der Deutschschweiz — mit Hunderten lokaler Varianten. Schriftsprache ist Hochdeutsch, aber im Alltag, in SMS, E-Mails und sogar in der Werbung dominiert Dialekt. Für Deutsche klingt Schweizerdeutsch anfangs wie eine Fremdsprache — die Melodie, die Vokale und viele Wörter sind völlig anders.

Die wichtigsten Ausdrücke

SchweizerdeutschHochdeutschAussprache
GrüeziGuten Tag (formell)grüe-zi
HoiHallo (informell)hoj
Merci (vilmal)Danke (vielmals)mär-si (vil-mal)
Uf WiderluegeAuf Wiedersehenuf wider-lue-ge
AdieTschüssa-djee
BitteBittebit-te
ExgüsiEntschuldigungex-güü-si
Wie gaht's?Wie geht's?wie gaats?
Guet, merciGut, dankeguet, mär-si
Proscht!Prost!proscht
En Guete!Guten Appetit!en gue-te
Ich verstah nödIch verstehe nichtich ver-schtah nöd
Chönted Si mir helfe?Können Sie mir helfen?chön-ted si mir hel-fe
Wo isch...?Wo ist...?wo isch...?
Was choschtet das?Was kostet das?was chosch-tet das?
S'ZnachtDas Abendessens-z-nacht
S'ZmorgeDas Frühstücks-z-mor-ge
S'ZnüniDer Vormittagssnacks-z-nü-ni

Typische Unterschiede zu Hochdeutsch

  • Kein „ck": „Brücke" → „Brugg", „Stück" → „Stuck"
  • Ch statt K: „Kind" → „Chind", „Kuchen" → „Chueche"
  • Li statt Lein/Chen: „Brötchen" → „Brötli", „Häuschen" → „Hüsli"
  • Französische Lehnwörter: „Merci" (danke), „Velo" (Fahrrad), „Billet" (Fahrkarte), „Trottoir" (Gehweg), „Coiffeur" (Friseur)
  • Andere Wörter: „Natel" (Handy), „Spital" (Krankenhaus), „Pneu" (Reifen), „Kondukteur" (Schaffner)

Die Begrüßungsküsschen (Drei!)

In der Deutschschweiz begrüßt man sich unter Freunden und Bekannten mit drei Küsschen auf die Wangen: links, rechts, links. In der Romandie: ebenfalls drei. In Deutschland und Österreich: meist nur eins oder zwei. Beim ersten Treffen reicht ein Handschlag — die drei Küsschen sind für Bekannte reserviert. Nicht erschrecken, wenn es passiert!

💡 Tipp

Ein „Grüezi" am Morgen an der Hotelrezeption, ein „Merci vilmal" im Restaurant und ein „Uf Widerluege" beim Abschied — mit diesen drei Ausdrücken gewinnst du sofort Sympathiepunkte. Die Schweizer schätzen es, wenn Gäste ihre Sprache respektieren. Und: Sage nie „Guten Tag" wie ein Deutscher — sage „Grüezi" (gesprochen: grüe-zi mit langem ü).

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