Gesundheit & Sicherheit
Gesundheit
Montenegro hat ein grundlegendes Gesundheitssystem — in den Städten gibt es Krankenhäuser und Arztpraxen, die medizinische Versorgung ist aber nicht auf westeuropäischem Niveau. Für ernstere medizinische Probleme ist oft ein Transfer nach Podgorica oder sogar ins Ausland nötig. Keine besonderen Impfungen erforderlich — Standard-Impfungen (Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A) sollten aktuell sein.
- Reisekrankenversicherung — Dringend empfohlen! Montenegro hat kein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport kostet ab 10€/Jahr und ist unverzichtbar.
- Apotheken (Apoteka) — In allen Städten vorhanden, gut sortiert und oft mit englischsprachigem Personal. Viele Medikamente sind rezeptfrei erhältlich.
- Trinkwasser — In den meisten Küstenstädten (Kotor, Budva, Herceg Novi) und in Podgorica ist das Leitungswasser trinkbar. Im Hinterland und in ländlichen Gebieten: sicherheitshalber Flaschenwasser verwenden.
- Sonnenschutz — Die Sonne an der Adria ist im Sommer intensiv. Sonnencreme (LSF 30+), Hut und viel Wasser sind Pflicht — Sonnenstich und Sonnenbrand sind die häufigsten „Gesundheitsprobleme" bei Touristen.
Sicherheit
Montenegro ist ein sicheres Reiseland. Gewaltkriminalität gegen Touristen ist extrem selten. Die größten Risiken sind eher praktischer Natur:
| Risiko | Bewertung | Hinweis |
|---|---|---|
| Kriminalität | Niedrig | Gelegenheitsdiebstahl in Budva/Kotor im Sommer |
| Straßenverkehr | Mittel | Aggressive Fahrer, enge Bergstraßen, fehlende Leitplanken |
| Naturgefahren | Mittel | Gewitter in den Bergen, starke Meeresströmungen, Hitze |
| Wildtiere | Niedrig | Schlangen (Hornotter) in den Bergen, Seeigel im Wasser |
Notruf: 112 (europaweit, funktioniert für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst). Polizei direkt: 122. Rettungsdienst: 124.
Achtung
Im Meer: Seeigel (ježevi) kommen an felsigen Küstenabschnitten häufig vor. Badeschuhe sind an Fels- und Kiesstränden dringend empfohlen! Bei Tritt auf einen Seeigel: Stacheln vorsichtig mit Pinzette entfernen, Essig desinfizieren. Bei Entzündung: Arzt aufsuchen.