Madaba & Berg Nebo★★★
Madaba — Die Stadt der Mosaike
35 km südlich von Amman liegt Madaba, eine der ältesten christlichen Gemeinden der Welt, berühmt für ihre byzantinischen Mosaike. Das Highlight ist die Madaba-Karte in der griechisch-orthodoxen St.-Georgs-Kirche: ein 6 mal 15 Meter großes Bodenmosaik aus dem 6. Jahrhundert, das die älteste kartografische Darstellung des Heiligen Landes zeigt — Jerusalem, das Tote Meer, den Jordan, Bethlehem und sogar einzelne Gebäude sind identifizierbar.
Madaba hat noch mehr zu bieten: Das Archäologische Museum zeigt weitere Mosaike und nabatäische Funde, der Madaba Archaeological Park bewahrt beeindruckende Bodenmosaike aus verschiedenen Kirchen, und die Stadt selbst ist deutlich ruhiger und authentischer als Amman.
Berg Nebo — Der Blick des Moses
10 km westlich von Madaba erhebt sich der Berg Nebo (817 m), einer der wichtigsten biblischen Orte Jordaniens. Hier soll Moses laut dem Buch Deuteronomium kurz vor seinem Tod das Gelobte Land erblickt haben, das er selbst nicht mehr betreten durfte.
Und tatsächlich: Bei klarem Wetter reicht der Blick vom Gipfel über das Jordantal, das Tote Meer, die Hügel Jerusalems und bei besonders guter Sicht bis nach Bethlehem und Jericho. Die Moseskirche auf dem Gipfel beherbergt wunderschöne byzantinische Mosaike (6. Jahrhundert), und die moderne Brazen-Serpent-Skulptur (Schlange des Moses) ist ein beliebtes Fotomotiv.
Papst Johannes Paul II. besuchte den Berg Nebo im Jahr 2000, Papst Benedikt XVI. 2009 — beide pflanzten hier einen Olivenbaum als Zeichen des Friedens.
💡 Tipp
Madaba und Berg Nebo lassen sich perfekt als Halbtagesausflug von Amman oder als Zwischenstopp auf dem King's Highway nach Petra kombinieren. Von Berg Nebo aus kannst du die spektakuläre Straße hinunter zum Toten Meer nehmen (30 Min.) — einer der beeindruckendsten Höhenunterschiede der Welt: von 817 m über auf 430 m unter dem Meeresspiegel.