Wikingerzeit & Mittelalter
Dänemark ist das Herzland der Wikinger. Von etwa 800 bis 1050 n. Chr. machten dänische Wikinger die Nordsee und den Atlantik unsicher — als Krieger, Händler und Entdecker. Die Wikinger waren keine plumpen Barbaren, wie sie oft dargestellt werden, sondern hochentwickelte Seefahrer, Schiffsbauer und Handwerker.
Die Wikingerzeit (ca. 800–1050)
- Harald Blauzahn (ca. 935–985) — Der König, der Dänemark vereinte und christianisierte. Seine Runensteine in Jelling (UNESCO) sind Dänemarks „Geburtsurkunde". Fun Fact: Die Bluetooth-Technologie ist nach ihm benannt — das Logo ist ein Bind-Runen aus seinen Initialen H und B.
- Knut der Große (ca. 995–1035) — Dänemarks mächtigster König herrschte über ein Nordsee-Imperium: Dänemark, England und Norwegen. Das größte Wikinger-Reich überhaupt.
- Roskilde-Schiffe — Fünf Wikingerschiffe, die um 1070 absichtlich im Roskilde-Fjord versenkt wurden, um den Fjord gegen feindliche Angreifer zu blockieren. 1962 geborgen, heute im Wikingerschiffsmuseum — eines der wichtigsten archäologischen Funde Nordeuropas.
- Danevirke (Dannewerk) — Ein 30 km langes Verteidigungswerk an der Südgrenze (heute Schleswig-Holstein), erbaut ab dem 7. Jahrhundert. Zusammen mit Haithabu (Hedeby) — einer der größten Wikingerhandelsplätze — seit 2018 UNESCO-Welterbe.
Mittelalter & Kalmarer Union
Nach der Wikingerzeit etablierte sich Dänemark als Königreich. Die Kalmarer Union (1397–1523) vereinte Dänemark, Schweden und Norwegen unter dänischer Krone — das mächtigste nordische Reich. Königin Margarethe I. war die treibende Kraft. Als Schweden 1523 abspaltete, blieb die dänisch-norwegische Union bis 1814 bestehen.