Edfu & Kom Ombo★★
Zwischen Luxor und Assuan liegen zwei der am besten erhaltenen Tempel Ägyptens — beliebte Stopps auf jeder Nilkreuzfahrt.
Horus-Tempel von Edfu
Der Tempel von Edfu ist der am besten erhaltene Tempel Ägyptens — ein nahezu perfektes Beispiel ptolemäischer Tempelarchitektur. Erbaut zwischen 237 und 57 v. Chr. und dem falkenköpfigen Gott Horus geweiht. Der Pylon (Eingangstor) ist 37 m hoch und mit Reliefs bedeckt, die den Pharao beim Schlagen seiner Feinde zeigen. Im Inneren: Hypostylhallen, Opferräume und das Allerheiligste mit einer Nachbildung der Heiligen Barke. Da der Tempel unter Sand begraben war, sind die Reliefs und Farbreste erstaunlich gut erhalten.
Vom Nil zum Tempel fahren Kutschen (Calèche) — handele den Preis vorher (50–80 LE hin und zurück ist fair).
Doppeltempel von Kom Ombo
Der Tempel von Kom Ombo steht malerisch auf einem Hügel direkt am Nil — besonders bei Sonnenuntergang ein fotogenes Motiv. Einzigartig: Er ist symmetrisch zweigeteilt — die eine Hälfte dem Krokodilgott Sobek geweiht, die andere dem Falkengott Haroeris. Im angrenzenden Krokodilmuseum liegen mumifizierte Krokodile aus der Antike.
Bemerkenswert sind auch die medizinischen Reliefs an der Rückwand des Tempels: Darstellungen von chirurgischen Instrumenten, die belegen, dass die Ägypter bereits vor 2.000 Jahren komplexe medizinische Eingriffe durchführten.